Gelingt Lukas Ramser und dier TSG Balingen nach dem 0:3 gegen den FC Homburg die Rückkehr in die Erfolgsspur? Foto: Kara

"Ab nach Kassel", heißt es für die Fußballer des Südwest-Regionalligisten TSG Balingen, denn sie gastieren am Samstag um 14 Uhr beim KSV Hessen Kassel. Die Fahrt zum Traditionsklub nach Nordhessen ist für die Eyachstädter mit rund 440 Kilometern die weiteste Anreise in dieser Saison. Deshalb macht sich der TSG-Tross bereits am Freitag auf den Weg in die drittgrößte Stadt Hessens.

Nach der 0:3-Heimniederlage zuletzt gegen den FC Homburg würde das Team um Balingens Cheftrainer Martin Braun bei den "Löwen" gerne wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. "Mal sehen, wie wir die Niederlage gegen Homburg verdaut haben", sagt der 53-Jährige. "Prinzipiell ist es für uns keine Überraschung, gegen Homburg zu verlieren, auch wenn wir den Spielen zuvor sieben Punkte geholt haben. Denn Homburg gehört zu den großen Favoriten in der Regionalliga." Fürwahr, nutzten die Saarländer doch in der ersten Halbzeit "zwei kleine Fehler", so Braun, zur 2:0-Führung. "Und im zweiten Durchgang waren wir zu ungeduldig, haben zu schnell nach vorne gespielt und so die Ballverlustquote erhöht", kennt der TSG-Coach die Gründe für die Niederlage. "Da müssen wir weiter daran arbeiten, um den richtigen Rhythmus zu finden."

Doch das war gestern; die volle Konzentration der Eyachstädter gilt nun der Partie in Kassel. Die Gastgeber sind schwach in die Saison gestartet, holten aus bislang fünf Begegnungen erst zwei Punkte und stehen deshalb auch auf dem letzten Tabellenplatz.

Für Trainer Braun aber kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. "Ich finde, dass Kassel eine richtig gute Mannschaft hat, die nicht umsonst in der vergangenen Saison Platz sieben belegt hat. Aber es zeigt eben auch, dass wenn aus irgendwelchen Dingen kleine Dinge nicht passen, man in dieser Liga auch eine Serie haben kann, in der er es weniger gut läuft. Das kann jede Mannschaft ereilen."

Die bisherige Bilanz spricht leicht für die TSG, die in vier Vergleichen zweimal als Sieger vom Platz ging, einmal Unentschieden spielte und eine Begegnung verlor. Die Niederlage resultierte aus der Vorsaison, als die Eyachstädter in Kassel mit 0:4 unterlagen. "Da haben wir eigentlich gut gespielt, bis auf die letzten 25 Minuten. In diesen ist Kassel von 1:0 auf 4:0 weggezogen und hat gezeigt, dass der KSV auch in der Lage ist, kleine Fehler auszunutzen", erinnert sich der Balinger Chefcoach. Dies soll sich am Samstag nicht wiederholen. "Kassel ist eine sehr homogene Mannschaft, die sehr lauf- und zweikampfstark und passsicher ist. Der KSV wird sicher mit viel Willen und Entschlossenheit ins Spiel gehen wird. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir von Beginn voll dagegen halten und die langen Laufwege machen, denn das macht Kassel sehr gut. Auf der anderen Seite müssen wir uns aber auch selbst Chancen herausspielen", weiß der Ex-Profi, auf was es am Samstag für seine Mannschaft ankommen wird.

Personell kann Braun nahezu aus den Vollen schöpfen. Neben dem langzeitverletzten Luca Leon Kölsch droht auch der Ausfall von Torjäger Jan Ferdinand, der gegen Homburg mit einer Zerrung ausgewechselt werden musste. "Hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen; da müssen wir sehen, ob es bei ihm bis zum Samstag reichen wird."