Trotz beherztem Kampf verloren Sascha Eisele und die TSG am Ende mit 1:2 gegen den Bahlinger SC. Foto: Kara

Ausgerechnet der Namensvetter hat den Fußballern der TSG Balingen in der Regionalliga Südwest den Gang in die verdiente Winterpause vermiest: Im letzten Spiel des Jahres kassierten die Eyachstädter gegen Bahlinger SC eine 1:2 (1:1)-Heimniederlage.

Eyachstädter werden durch Bahlinger Blitzstart eiskalt erwischt

Die Partie hatte schon denkbar schlecht begonnen für die Hausherren. Gerade Mal 45 Sekunden waren gespielt, als sie schon mit 0:1 hinten lagen – Yannick Häringer hatte den Gegner vom Kaiserstuhl mit einem Blitztor in Führung gebracht. Balingen brauchte eine gewisse Zeit, um sich von diesem Schock gegen die starken Gäste zu erholen, berappelte sich dann aber und kam kurz vor der Halbzeit durch das neunte Saisontor von Simon Klostermann zum 1:1-Ausgleich. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war die TSG am Drücker, verpasste es aber, in Führung zu gehen. Diese gelang erneut dem BSC: Bei einem Eckball köpfte Yber Lokaj zum 2:1 ein. Dabei blieb es am Ende, auch weil ein Kopfball von Jan Ferdinand nur an der Unterkante der Latte landete.

"Das waren zwei vermeidbare Gegentore"

"Das ist ärgerlich", sagt der Top-Torschütze der TSG. "Denn am Ende waren es zwei Gegentore, nicht hätten sein müssen. Dennoch können wir mit 27 Punkten zufrieden, wenngleich wir schon gerne einen Punkt gegen den Bahlinger SC mitgenommen hätten."

"Der BSC war in der Summe effizienter"

Ähnlich sieht es auch der spielende Co-Trainer Lukas Foelsch. "Ein Punkt wäre sicher drin gewesen, aber wir haben diesmal bei Standards nicht so gut verteidigt, und das kann dann auch einen Punkt, oder den Sieg kosten", zeigt sich der 34-jährige Routinier selbstkritisch. "Der BSC war in der Summe einfach effizienter und hat die Kleinigkeiten besser gemacht. Beim 0:1 waren wir noch nicht richtig auf dem Platz; das 2:1 war ein Eckball. Wir hatten auch eine Ecke, wo der Ball an die Latte ging – so ist das eben beim Fußball. Nichtsdestotrotz haben wir eine gute Leistung geboten. Im neuen Jahr müssen wir eben schauen, dass die Kleinigkeiten wieder auf unsere Seite ausschlagen und wir dem Gegner nicht so einfache Tore anbieten."

"Wir sind froh, dass wir nun etwas abschalten können"

Die Winterpause kommt Foelsch und seinen Teamkollegen nicht ungelegen. "Wir sind schon froh, dass wir nun etwas abschalten und auch den Kopf wieder frei bekommen können, bei unserem Pensum, das wir geleistet haben. Wir wollen dann mit frischen Kräften ins neue Jahr starten. Denn wir müssen wieder alles reinhauen, um zu bestehen", weiß der Mittelfeldspieler. Zumal dann auch die Mehrzahl der momentan verletzten Spieler bis dahin wieder fit sein wird. Einer wird aber zum Start in die zweite Halbserie fehlen: Tobias Dierberger sah in der Nachspielzeit nach einem Zweikampf eine umstrittene Rote Karte. "Ich habe es nicht genau gesehen; nur dass Tobi in den Zweikampf gegangen ist und seinen Gegenspieler getroffen hat", sagt Foelsch, "Ich weiß nicht genau, was da der Schiedsrichter gesehen hat. Das muss er erklären."

"Das war keine Rote Karte"

Für Abwehrspieler Sascha Eisele war es ein unberechtigter Platzverweis. "Der Schiedsrichter hat wegen Nachtretens die Rote Karte gezeigt. Ich habe mir die Szene nach dem Spiel auf Video angesehen und habe gar nichts gesehen. Auch der Bahlinger Spieler, der beteiligt war, wusste von nichts. Das war für mich keine Rote Karte", sagt der 27-Jährige, für den ein Punktgewinn gerecht gewesen wäre. "Wir haben die Anfangsphase nicht nur beim 0:1 etwas verschlafen und waren nicht nahe genug an den Gegenspielern. Danach sind wir gut ins Spiel gekommen, haben den Ausgleich gemacht und danach Bahlingen unser Spiel aufgedrückt; allerdings dann das 1:2 kassiert. Dennoch wäre ein Punkt verdient gewesen."