Andreas Neef steht Gewehr bei Fuß in seinem künftigen Einsatzgebiet Bezirksliga.Foto: jak Foto: Schwarzwälder Bote

Fußball: Andreas Neef als Schiri-Beobachter im Einsatz

(jak). Nachdem der Amateurfußball derzeit auf Eis liegt, gibt es nicht nur für die Fußballer, sondern auch für die Schiedsrichter nichts zu tun, und folglich auch nicht für die Schiedsrichterbeobachter. Wenn der Spielbetrieb aber wieder losgeht, werden für den Bezirk Nördlicher Schwarzwald drei Schiedsrichterbeobachter an den Start gehen, die jüngst einen Online-Lehrgang für das Beobachterwesen absolviert haben.

Bisher waren Bezirksschiedsrichterobmann Markus Teufel und A 1-Staffelleiter Harald Bosch schon in der Beobachtung tätig, ab der kommenden Runde kommt noch Andreas Neef dazu. Normalerweise werden Schiedsrichter, die Beobachter werden wollen, zu einem zweitägigen Lehrgang nach Wangen oder Ruit eingeladen. Das ist in Coronazeiten aber nicht möglich. Die derzeit einzige Alternative ist die Online-Schulung, wofür Lehrwart Sascha Meyer von der Schiedsrichtergruppe Kocher-Jagst, der unter anderem IT-Berater an einer Berufsschule ist, eigens eine Plattform entwickelt.

Langjährige Erfahrung

Und der Normalfall ist auch, dass sich ein Schiedsrichter, der sich fürs Beobachten interessiert, dafür bewerben muss. Bei Andreas Neef war das anders. Bei ihm hat Verbandsschiedsrichterobmann Giuseppe Palilla angefragt, ob er sich vorstellen kann, Beobachter zu werden. Denn Neef, der aufgrund von langwierigen Verletzungen über zwei Saisons hinweg nicht mehr höherklassig pfeifen kann – zuvor schiedste er in der Verbands- und Landesliga – sei wohl aufgrund seiner langjährigen Erfahrung ein geeigneter Kandidat fürs Beobachten.

Bezirksliga im Blickfeld

Der 32-jährige Baisinger ist seit 2001 Schiedsrichter und hat seitdem rund 1000 Spiele gepfiffen. Wirklich fremd ist ihm das Beobachten auch nicht, denn vor rund fünf Jahren hat er für den Frauenfußball mal junge Schiedsrichterinnen coachen und sie bei ihren Spielen begleiten dürfen. Das hat Neef, der auch Beisitzer in der Schiedsrichtergruppe Nördlicher Schwarzwald ist, auch bei den jungen Kollegen der Gruppe gemacht, die aufsteigen wollen. Neff wird seine ersten Beobachtungen in der Bezirksliga machen.

Da wirft auch ein anderer aus der hiesigen Schiedsrichtergruppe ein Auge auf seine Kameraden: Harald Bosch aus Altensteig, mittlerweile 65 Jahre alt, hat 2003 wieder mit der Pfeiferei begonnen. Früher pfiff er schon mal zwölf Jahre lang Fußballspiele, pausierte dann aber wegen eines längeren Amerikaaufenthalts. Seit 2010 ist Bosch, der auch Staffelleiter in der Kreisliga A 1 ist, als Beobachter in der Bezirksliga tätig und bringt folglich reichlich Erfahrung mit. "Objektivität, ein gutes Auge und ein gewisses Einfühlungsvermögen für den Schiedsrichterkollegen", seien Grundvoraussetzung eines jeden Beobachters, sagt Bosch. "Denn man muss die unterschiedlichen Standorte von Beobachter und Schiedsrichter berücksichtigen. Es kann ja sein, dass ein Schiedsrichter etwas aus seiner Position gar nicht erkennen kann."

Rund 1000 Spiele gepfiffen

Seit drei Jahren ist Bezirksschiedsrichterobmann Markus Teufel in der Beobachtung. Nach zwei Jahren Bezirksliga ist er in der Saison 2019/20 in die Landesliga aufgestiegen. Der 31-Jährige ist seit 2003 Schiedsrichter und hat bis zur Landesliga ebenfalls rund 1000 Spiele gepfiffen. Im Februar 2015 wurde er Obmann der Schiedsrichtergruppe Horb. Nach der Fusion der beiden Schiedsrichtergruppen Horb und Freudenstadt wurde er Obmann der Gruppe Nördlicher Schwarzwald. Zuvor war Teufel schon Ausschussmitglied und als Schiedsrichtereinteiler tätig. Wie Bosch auch macht Teufel etwa 20 bis 25 Spielbeobachtungen pro (normaler) Saison.

Ausschlaggebend für das Bestehen des Onlinelehrgangs war der Regeltest. Der stellte für die drei Kandidaten aus dem Nördlichen Schwarzwald kein Problem dar, sodass sie in der neuen Spielzeit auf ihre Schiedsrichterkameraden losgelassen werden können.

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