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Fußball Panagiotis Karapidis: Tore in Massenproduktion

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Panagiotis Karapidis hat diese Saison mit TuS Ergenzingen in der Verbandsstaffel einen Lauf. Foto: Schwarzwälder Bote

Kaum einer mag sich noch an Erich Beer erinnern. Der Spieler von Hertha BSC traf im Herbst 1975 gegen drei Mannschaften jeweils viermal. Nun ist es Mai 2019 und die Hauptstadt rund 700 Kilometer entfernt. Aber Tore in Massenproduktion kommen auch hier vor – derzeit unterstreicht das Panagiotis Karapidis.

An Beer erinnert sich der Stürmer der A-Junioren-Spieler des TuS Ergenzingen aufgrund seines Alters ganz sicher nicht. "Als Otto Rehagel mit Griechenland Europameister wurde war das 2004 und ich gerade mal drei", sagt der 18-Jährige mit griechischen Wurzeln. Und doch dürfte ihn dieses Ereignis neben einer insgesamt fußballbegeisterten Familile zusätzlich geprägt haben, sich fürs Fußballspielen zu entscheiden.

Im vergangenen Spiel gegen Ehingen unterstrich Karapidis einmal mehr wieviel Herzblut er in die Sportart steckt. Gleich viermal traf er am Sonntag, bediente beim 6:1-Sieg auch noch seinen Spielerkollegen. Da wundert es kaum, dass sein Trainer Stefan Fuchs davon spricht, dass sich Karapidis nicht nur "aufreibe, sondern auch Lücken für die anderen Stürmer aufreißt".

Nur der Sieg zählt

In diesem Fall harmoniert Karapidis vor allem im Sturm mit Maurice Dreher, beide sind extrem effizient. Dreher steht mit 17 Treffern auf Platz zwei der Torjägerliste, Karapidis kommt mit 13 Toren auf Rang sechs. "Vor der Runde hatten wir uns eigentlich zum Ziel gesetzt, mit gleich vielen Treffern die Runde abzuschließen", sagt der Berufsschüler. Aber erstmal Lunte gerochen, könnte sich Karapidis schon vorstellen, einen kleinen internen Wettkampf auszuloben, wer denn am Ende die Nase vorn hat, natürlich "alles rein sportlich. Wir ergänzen uns gut, am Ende ist es eigentlich egal, wer trifft, Hauptsache es steht ein Sieg."

Und doch, vier Treffer sind ein klarer Fingerzeig, kommt dabei scheinbar gar nicht von ungefähr, und damit wäre die Verbindung zu Erich Beer hergestellt: Es ist nämlich nicht Karapidis’ erster Viererpack, das weiß er selbst am besten. "Vor ein paar Wochen haben wir ein Freundschaftsspiel gegen Freudenstadt bestritten, da habe ich auch viermal getroffen", sagt er.

Extrem reaktionsschnell

Wie der gebürtige Hochdorfer zu solchen Leistungen fähig ist, ist ihm mithin selbst ein Rätsel, rational kaum erklärbar, wie wohl bei den meisten Stürmern auf der Welt. Unbestritten sind die Fähigkeiten, die er als vergleichsweise großer Spieler mitbringt, obwohl ihm das Kopfballspiel nicht wirklich liegt. Karapidis besticht durch sein Tempo, hinzu kommt, "dass ich unter meinen jetzigen Trainern meinen Torriecher weiterentwickelt habe". Das ganze rundet technisch versierte Rechtsfuß dann mit einer besonderen Gabe ab, Karapidis ist extrem reaktionsschnell im Abschluss.

"Andererseits", ergänzt er selbstkritisch, "gibt es Tage, da treffe ich einfach nicht, oft ist es von der Tagesform abhängig". Und auch vom Gegner. Auf den stellt man sich auf Seiten Ergenzingens jedes mal individuell ein und variiert gegebenenfalls in der Aufstellung. Karapidis spielte bis zu seinen C-Jugend-Zeiten in Hochdorf vor allem auf der Position des Achters, dann zog es ihn nach ganz vorne und dort fühlt er sich am wohlsten, eben "gerne auch mal über die Außen kommend", wenn es der Gegner verlangt.

Unterstützt wird er dabei tatkräftig von seinem Vater, der kein Spiel verpasst. Zweimal im Jahr geht es auch auf Verwandtenbesuch nach Griechenland, sein Lieblingsklub dorzt ist Paok Saloniki, Karapidis liebt die Stimmung in dessen Stadion. Wie es für ihn weitergeht, das lässt er noch offen, "mal sehen was die Zukunft bringt". Erstmal sind bis zum Saisonende noch vier Spiele zu absolvieren. Vier Spiele, in der er vielleicht noch den dritten Viererpack schnürt – und so mit Beer gleichziehen würde.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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