Der FC 08 Villingen gewann in Neustadt mit 3:0. Foto: Marc Eich

Verbandsliga: FC 08 Villingen gewinnt in Neustadt mit 3:0. Nedzad Plavci trifft doppelt. Mit Video

FC Neustadt – FC 08 Villingen 0:3 (0:2).

Der FC 08 Villingen hat – ohne wirklich überzeugen zu müssen – das Schwarzwald-Derby beim FC Neustadt souverän mit 3:0 gewonnen. Doch erneut trübte ein verletzter Akteur die Freude über den Sieg.

Mitte der zweiten Halbzeit musste Gianluca Serpa nach einem Zweikampf angeschlagen vom Feld gebracht werden. Ersten Vermutungen zufolge könnte ein Außenband am Knie etwas abbekommen haben. Jetzt hofft Coach Jago Maric, dass es nach Damian Kaminski, Manuel Stark und Gian-Luca Reho (alle Kreuzbandriss) nicht noch einen weiteren Langzeitverletzen zu beklagen gibt.

Für Reho spielte in Neustadt Daniel Wehrle im defensiven Mittelfeld. Der aus beruflichen Gründen abwesende Mario Ketterer wurde durch den wieder einsatzbereiten Tevfik Ceylan ersetzt.

Vor etwa 450 Zuschauern im Jahnstadion entwickelte sich bei idealem Fußballwetter der erwartete Spielverlauf. Der FC Neustadt machte die Räume hinter der Mittellinie dicht. Vorne lauerte als einzige Spitze Sam Samma auf eine Konterchance. Die Villinger übten eine hohe Balldominanz aus, ohne zunächst eine Lücke im gegnerischen Abwehrnetz zu finden. Wurde einmal schneller gespielt, waren die Neustädter auf dem Posten. So auch in der 6. Minute, als Ralf Schubnell vor Nedzad Plavci klärte. Auf der anderen Seite setzte Stefan Ketterer (16.) bei einem der ganz seltenen Gegenstöße einen Aufsetzer knapp vorbei. Ebenso scheiterte wiederum Ketterer – von Samma bedient – in der 27. Minute an 08-Keeper Christian Mendes. Zu weiteren gefährlichen Offensivaktionen reichte es den Gastgebern während der gesamten 90 Minuten aber nicht. Auch bei den optisch klar überlegenen Villingern blieben echte Torchancen Mangelware. Einzig bei einem Geng-Freistoß wurde ein Kopfball des aufgerückten Frederick Bruno zur Ecke abgelenkt. Für echte Aufregung sorgten vor der Pause nur die teilweise umstrittenen Abseitsentscheidungen von Schiri Leroy Gallus und dessen Assistenten. Keine Diskussionen gab es allerdings, als in der 29. Minute Schubnell im Neustädter Strafraum Benedikt Haibt von den Beinen geholt hatte, über den fälligen Elfmeter. Diesen verwandelte Nedzad Plavci sicher zum Villinger 1:0. Kurz darauf verzog Turan Sahin nach genauer Geng-Vorlage freistehend. Fünf Minuten vor der Pause legte der gut aufgelegte Ali Sari für Tevfik Ceylan vor. Dieser setzte sich mit einem Solo dynamisch durch und schob durch die Beine von FCN-Keeper Simon Ganter zum 2:0 ein.

Sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff landete ein abgefälschter Plavci-Freistoß zum 3:0 im Netz.

Plavci erzielt bereits seinen 16. Treffer

Es war bereits der 16. Saisontreffer des Torjägers. Damit war die endgültige Entscheidung in der einseitigen Partie perfekt. Was folgte, war die Schrecksekunde durch die Verletzung von Luca Serpa in der 66. Minute, der durch Dragan Ovuka ersetzt wurde. Villingen beschränkte sich jetzt darauf, den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen und – genauso wie Neustadt – Stammpersonal zu schonen. Umstritten war dann in einer zum Schluss hin eher langweilige Begegnung einzig noch die Szene in der 84. Minute. Da hatte Ali Sari – vom eingewechselten Marius Henkel bedient – bereits Goalie Gantert rumkurvt und war gemeinsam mit einem FCN-Verteidiger zu Fall gekommen. Anstatt eines eventuell weiteren Elfmeters für Villingen gab es aber einen Freistoß für die Gastgeber.