Luca Storz pfeift künftih in der Landesliga. Foto: SG

Die Schiedsrichter Luca Storz und Frank Kössig aus dem Bezirk Nordschwarzwald pfeifen künftig in der Landesliga zusammen mit den „alten Hasen“ Rico Neidinger und Michael Steimle.

Beim Verkünden der stolzen Nachricht hat sich Schiedsrichterobmann Markus Teufel fast überschlagen „Doppelaufstieg! Doppelaufstieg!“ jubelte er und fügte an: „Ich bin stolz wie Harry“. Der Grund: Als die Qualifikationslisten für die kommende Saison bekanntgegeben wurden, standen zwei Leistungsschiedsrichter der Schirigruppe Nordschwarzwald über dem Strich und steigen auf.

13 Aufsteiger

Markus Teufel nennt die beiden Aufsteiger „unser dynamisches Duo“ und meint damit Luca Storz und Frank Kössig. Ihnen glückte der lang ersehnte Aufstieg in die Landesliga. Beide meistern nun schon seit mehreren Spielperioden Spielleitungen in der Bezirksliga und sind auch regelmäßig in den Landesligagespannen rund um Michael Steimle und Rico Neidinger vertreten. Ab der kommenden Saison dürfen Storz und Kössig selbst Spielleitungen in diesen Spielklassen übernehmen, da sie beide sich unter den 13 Aufsteigern in dieser Spielperiode befinden. Besonders hervorzuheben ist, dass Luca Storz als Erstplatzierter aus 90 Schiedsrichtern aufsteigt.

Der Dank des Schiedsrichterobmanns geht dabei insbesondere an den Schiedsrichterkollegen Andy Neef, der Storz und Kössig über die vergangenen Jahre hin immer begleitet hat. Sozusagen als „Pate“ war Neef immer auch bei den Beobachtungsspielen dabei und habe deshalb einen nicht unwesentlichen Anteil am Aufstieg der beiden.

„Kann Spiel besser lesen“

Luca Storz ist 23 Jahre alt. Im Jahre 2017 hat er seine Schiedsrichterprüfung gemacht und sich seither stetig nach oben gearbeitet. Nach drei Jahren Bezirksliga kam nun der Aufstieg. Ganz überraschend, sagt Storz, kam für ihn der Sprung in die Landesliga nicht. „Ich habe schon gemerkt, dass ich mich in den letzten Monaten noch ein Stück weiterentwickelt habe. Ich denke, dass ich mittlerweile nicht nur das Spiel besser lesen kann, sondern mir auch durch meine Ausstrahlung, trotz meines jugendlichen Alters, Respekt verschaffen konnte“, sagt Storz.

Er selber habe in den letzten Monaten das Feedback von außen bekommen und das zeigte ihm auch immer öfter: „Du kannst das“. Und wohin solls noch gehen? „Für ganz oben bin ich schon zu alt. Kommende Saison richte ich meinen Fokus erstmal voll darauf, die Klasse zu halten. Sollte dann in den nächsten Jahren noch ein Aufstieg dazukommen, würde ich mich natürlich nicht beschweren“, sagt Storz.

Seit 2019 Schiri

Frank Kössig ist mit seinen 28 Jahren schon etwas im reiferen Schiedsrichteralter. Allerdings hat Kössig, er pfeift für die SF Obertalheim, erst 2019 seine Schiedsrichterprüfung gemacht. Ein Spätzünder also, der aber seit zwei Jahren schon in der Bezirksliga pfeift. „Man hat natürlich schon gemerkt, dass es dieses Jahr noch einmal nach oben gehen könnte“, sagt Kössig. Die Noten der beobachteten Spiele hätten ihm den Eindruck gegeben „das müsste reichen“, sagt er. Landesliga pfeifen, das sei sein absolutes Ziel gewesen.

Frank Kössig gehört auch zu den Aufsteigern. Foto: SG

„Was jetzt noch kommt, ist eine willkommene Dreingabe. Aber in meinem Alter wird’s schon schwierig, noch viel weiter nach oben zu kommen“, weiß Kössig. Der Obertalheimer schätzt sowohl die enge Zusammenarbeit mit seinem Mitaufsteiger Luca Storz („da nimmt jeder was vom anderen mit“), wie auch das Coaching von Andy Neef. „Ohne einen Coach und Wegbegleiter wie den Andy geht das nicht“, ergänzt Kössig.

Weiteren Grund stolz zu sein hatte Schiriobmann Markus Teufe auch wegen weiteren Erfolgsmeldungen. „Unsere beiden gestandenen Schiedsrichter, welche sich schon seit längerem auf der Verbandsliste herumtreiben, haben die Klasse souverän gehalten.“ Sowohl Rico Neidinger als auch Michael Steimle hatten eine von Grund auf solide Saison. Beide waren im Ranking der besten Landesligaschiedsrichter unter den Top 15.