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Fußball Nico Hug: Teamplayer mit Torriecher

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Nico Hug mit dem Trikot seines neuen Vereins zusammen mit seiner Familie (von links) Dean, Christian, Nico und Jeanette Hug. Foto: Bantle

Für den 21-jährigen Niedereschacher Fußballer ­Nico Hug hat sich sein ganz persönlicher, großer beruflicher Kindheits- und Lebenstraum erfüllt: Er ist nun Fußballprofi und spielt künftig beim liechtensteinischen Profiverein FC ­Vaduz.

Sein neuer Verein spielt aktuell in der schweizerischen Challenge League und kann sich Hoffnungen auf den Aufstieg in die Super League machen. Vom FC Vaduz hat er nun seinen ersten Profivertrag erhalten und bereitet derzeit, was wegen der Corona-Einschränkungen nicht ganz einfach ist, seinen Umzug nach Liechtenstein vor. Der FC Vaduz ist der erfolgreichste Liechtensteiner Fußballverein. Fußballfans ist er als einer der Gegner von Eintracht Frankfurt im Verlauf der diesjährigen Europa-League-Saison bestens bekannt, wobei Vaduz gegen Frankfurt den Kürzeren gezogen hat.

Nach sieben Jahren beim SC Freiburg (SCF), wo er in der weithin bekannten und anerkannten Fußballschule des Vereins eine fundierte Ausbildung genossen hat, für die er sehr dankbar ist, vollzog sich mit dem Abschluss seines ersten Profivertrages ein weiterer Karriereschritt für den ambitionierten Niedereschacher Fußballer, der als kleiner Junge in Niedereschach zum ersten Mal gegen den Ball trat. Und schon damals waren sich viele Experten aus seinem Umfeld sicher: "Aus dem wird mal was!" Offenbar haben sie Recht behalten, denn die fußballerische Entwicklung Hugs nahm rasant Fahrt auf. Acht Jahre lang spielte er beim SV Niedereschach, bis einschließlich zur D-Jugend. Die fußballerischen Fähigkeiten Hugs, der als sogenannter "Teamplayer" mit Drang zum Tor stets hart im Nehmen war, ließen einige namhafte Vereine im Umland aufhorchen, die ihre Talentscouts nach Niedereschach schickten.

Nico Hug wechselte schließlich 2011 zum SV Zimmern. Eine Entscheidung, die die Mannschaft, das Trainerteam und die Jugendleitung des SVN damals zwar mit einem weinenden Auge akzeptieren mussten, aber die sie auch mit Stolz erfüllte. In der Zimmerner C-Junioren-Leistungsstaffel wurde Hugs Talent weiter gefördert, so dass schließlich der Kooperationspartner SC Freiburg auf ihn aufmerksam wurde. Zu Beginn der Saison 2013/14 wechselte Hug zum SCF und avancierte dort unter anderem zum Spieler der deutschen U 18-Nationalmannschaft. Für den SCF spielte er in der A-Junioren-Bundesliga und wurde später, unterbrochen von einer schweren Verletzung, Stammspieler in der zweiten Mannschaft des SCF in der Regionalliga, die als Sprungbrett gilt, um sich für noch höhere Aufgaben zu qualifizieren.

So wurden auch die Beobachter des FC Vaduz auf den in Freiburg vom Stürmer zum Linksverteidiger "umgeschulten" jungen Niedereschacher aufmerksam. Von Hugs fußballerischen Können überzeugt und um die hervorragende Ausbildung der Freiburger Fußballschule wissend, bot der FC Vaduz Hug einen Profivertrag an, und so kam es zum ablösefreien Wechsel nach Liechtenstein.

Seine treuesten Fans versäumen kein Spiel

Dort gibt es für Hug im Übrigen mit Pius Dorn und Matteo di Giusto ein Wiedersehen mit früheren Freiburger Mannschaftskameraden, die nun ebenfalls für Vaduz die Fußballschuhe schnüren. Sollte sich der FC Vaduz erneut für die Europa-League qualifizieren, wäre sogar ein Aufeinandertreffen mit der Bundesligamannschaft des SCF denkbar, die ja bekanntlich noch Chancen hat, in der Bundesliga einen der begehrten Qualifikationsplätze für die Europa-League zu ergattern. Eine solche Konstellation gegen seinen Ex-Club, dem er viel zu verdanken hat, wäre für Hug der absolute Knaller.

Bis zum nun abgeschlossenen Profivertrag liegt hinter Hug eine jahrelange harte Zeit der Entbehrungen, viel Training und viel Stress. Auf vieles, vor allem auf Freizeit, musste er verzichten, denn neben seiner Fußballkarriere vernachlässigte Hug auch nicht die Schule und dies bis hin zum Fachabitur.

Immer unterstützt wurde er in all den Jahren von seiner Familie, allen voran die Eltern Jeanette und Christian Hug sowie dem Bruder Dean Hug und später auch von seiner Freundin Leonie Barthel. Sie sind natürlich seine größten Fans und versäumen kaum ein Spiel von Hug. Ohne die stets volle Unterstützung seiner Familie, so Hug, hätte er es nie zum Fußballprofi gebracht.

Dahin verschlägt es Nico Hug

In dem 160 Quadratkilometer großen und 36. 000 Einwohner zählenden Fürstentum Liechtenstein gibt es sieben Vereine mit rund 1700 aktiven Fußballern. Damit ist der Liechtensteiner Fußballverband (LFV) einer der kleinsten der Welt, in Relation zur Bevölkerungszahl aber einer der größten.

Die Liechtensteiner Vereine tragen keine eigene Meisterschaft aus. Der 1934 gegründete Liechtensteiner Fußballverband ist mit seinen Vereinen dem Schweizerischen Fußballverband angegliedert und beteiligt sich dort am Punktspielbetrieb, führt aber einen eigenständigen Pokalwettbewerb durch. Der Liechtensteiner Fußballverband trägt aufgrund der geringen Anzahl von Vereinen keine eigene Meisterschaftsrunde aus. Die Liechtensteiner Clubs nehmen seit 1933 an der Schweizer Meisterschaft teil.

Das Schweizer Ligasystem besteht aus den beiden Profiligen Super League (früher Nationalliga A) mit zehn Teams und der Challenge League (früher Nationalliga B) mit zehn Mannschaften. Darunter folgen Amateurligen. Der bisher erfolgreichste Verein des Fürstentums – der FC Vaduz – spielte 2008/09 zum ersten Mal in der Super League und ist der erste Liechtensteiner Verein in der schweizerischen ersten Liga und der einzige Liechtensteiner Proficlub. Nachdem der FC Vaduz nach einer Saison wieder absteigen musste, spielte er von 2014 bis 2017 erneut in der Super League. Seither spielt er in der Challenge League und hofft auf den Wieder-Aufstieg.

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