Tobias Dierberger (links) zeigte gegen den FSV Mainz seine Joker-Qualitäten: An beiden Balinger Toren beim 2:5 gegen die Rheinhessen war der flinke Flügelfitzer beteiligt. Foto: Kara Foto: Schwarzwälder Bote

Regionalliga: Balinger Fehler werden vom FSV bestraft / TSG zeigt Teamgeist und Moral

Schon früh eiskalt erwischt wurden die Fußballer der TSG Balingen am Freitagnachmittag in der Regionalliga Südwest vom FSV Mainz II. Am Ende hieß es 2:5 (0:3) – die dritte Heimniederlage für die Eyachstädter in dieser Saison.

Die kalte Dusche bei Minustemperaturen auf dem Balinger Kunstrasen gab es nach noch nicht einmal zwei Minuten, als Suliman Mustapha die Gäste aus Rheinhessen früh mit 1:0 in Führung brachte.

Die TSG zeigte sich davon aber nicht geschockt, sondern erspielte sich einige Möglichkeiten zum Ausgleich, leistete sich aber auch ein paar Fehler im Spielaufbau, die der FSV in Person von Simon Brandstätter gnadenlos ausnutzte: Der Mainzer Torjäger erhöhte nach einem Ballgewinn der Gäste und dem Pass von Mustapha auf 2:0 (20.), besorgte nach einem feinen Hackenzuspiel seines Sturmpartners das 3:0 (34.), und krönte seine starke Leistung mit einem Treffer der Marke "Tor des Monats" zum 4:0 (48.). Den fünften Treffer steuerte dann wiederum Sturmpartner Mustapha (61.) bei.

"Mainz war sehr effektiv und hatte eine hohe Abschlussqualität. Wir haben ein paar kleine Fehler mehr gemacht als gegen Elversberg oder in Aalen, und der FSV hat das genutzt", resümiert der Balinger Cheftrainer Martin Braun. "Wir indes haben unsere Gelegenheiten nicht so genutzt. Die Anzahl der Torchancen war relativ ähnlich; aber Mainz hat eben einen guten Tag erwischt. Das 2:0 macht Brandstetter sehr gut, und beim 4:0 ist ihm ein Traumtor gelungen. Die anderen drei Gegentore haben wir durch einfache Fehler eingeleitet."

Doch trotz des klaren Rückstandes habe sich seine Mannschaft nicht aufgegeben. "Die Jungs haben über die ganze Partie hinweg immer weiter gespielt und auf unsere Chancen gehofft. Die zwei Tore haben uns gut getan. Das ist auch wichtig für das Selbstvertrauen", so der 52-Jährige, der sich in Sachen Vertragsverlängerung in den Gesprächen mit den TSG-Verantwortlichen "auf einem guten Weg" sieht.

Ein glückliches Händchen hatte Braun mit der Einwechslung von Tobias Dierberger. Der flinke Flügelstürmer bereitete das 1:5 von Felix Heim vor und steuerte selbst das 2:5 bei. "Wir hatten zu viele Unachtsamkeiten im Spielaufbau, die zu Fehlern geführt haben, die dann von Mainz eiskalt ausgenutzt worden sind. Bitter waren die Treffer unmittelbar vor und nach der Halbzeit, und wenn man schon kein Glück hat kam noch das 0:5 nach einem verunglückten Rückpass hinzu", blickt Dierberger zurück. "Aber ich denke, die Reaktion, die wir gezeigt haben, verdeutlich, dass wir einen guten Teamgeist haben und nicht die Köpfe hängen lassen. Für mich ist es persönlich immer eine Motivation, bei meiner Einwechslung nochmals Impulse zu setzen, was mir diesmal mit dem Doppelpack auch super gelungen ist. Wir werden die Partie richtig analysieren und einordnen. Und wenn wir dann wieder so fokussiert auftreten, wie in den Spielen zuvor, bin ich überzeugt, dass wir auch am Samstag beim Bahlinger SC erfolgreich sein werden", sagt der 24-Jährige, der als Erkenntnis aus dem Mainz-Spiel mit einem Augenzwinkern mitnimmt, dass "man tunlichst an der Fasnet nicht gegen die Narrenhochburg Mainz spielen sollte."

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