Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Fußball Nachspielzeit ja – aber keine acht Minuten

Von
Zu dieser ungewöhnlich langen Nachspielzeit gibt’s nach Spielende noch gewissen Diskussionsbedarf (von links): VfL-Trainer Armin Redzepagic, Niklas Schäuffele und Schiedsrichter Bahri Kurz. Foto: Kraushaar

Das Landesliga-Spitzenspiel zwischen dem VfL Nagold und dem FC Holzhausen war eines der Kategorie, dass man in beiden Lagern so schnell nicht vergisst. Das gilt auch für die annähernd 700 Zuschauer im Reinhold-Fleckenstein-Stadion.

VfL-Trainer Armin Redzepagic hatte gegen den bisherigen Spitzenreiter allen Personalproblemen zum Trotz, eine Mannschaft aufs Feld geschickt, die dem FC Holzhausen an diesem Tag mehr als nur ebenbürtig war.

Dass sich das Unentschieden aus Sicht der Nagolder eher als eine Niederlage als ein Punktgewinn anfühlt, liegt daran, dass es knapp fünf Minuten vor Schluss noch 2:0 für die Platzherren gestanden hat und der zweifache Torschütze Janik Michel seinen zweiten Treffer erst in der 8. Minute der Nachspielzeit erzielt hat.

Ausgleichstreffer der Gäste in der 8. Minute der Nachspielzeit

Armin Redzepagic gilt als jederzeit freundlicher und überaus umgänglicher Typ, einer der dem Gegner in (fast) allen Situationen den nötigen Respekt einräumt. Am Ende des Spitzenspiels gegen den FC Holzhausen hatte der VfL Trainer jedoch die Contenance verloren. Der späte Ausgleichstreffer hatte ihm den Nerv geraubt.

"Der Schiedsrichter hatte zwei oder drei Mal die Möglichkeit das Spiel abzupfeifen", blickte Redzepagic unter anderem die Szene nach 97 Minuten zurück, als der Ball auf die Hautstraße geflogen war. "Ich kann die Absicht hinter dieser langen Nachspielzeit nicht erkennen", ärgerte er sich über die lange "Draufgabe". Er – und auch seine Mannschaft – fühlten sich am Ende des langen "Arbeitstages" um zwei Punkte betrogen.

"Respekt, was die Jungs geleistet haben, dabei haben wir mit dem allerletzten Aufgebot gespielt. Komplett hätten wir Holzhausen heute aus dem Stadion geschossen", ließ der Stammheimer seinen vollen Frust raus.

Durch den kurzfristigen Ausfall von Routinier Valentin Asch hatte er erneut seine Abwehr einmal mehr umstellen müssen. Matthias Rebmann ging neben Nicolai Brugger in die Innenverteidigung. Perparim Halimi rutschte, (fast) direkt aus dem Urlaub kommend, rechts in die Viererkette. Sein Gegner war kein Geringerer als "Kraftpaket" Dominik Bentele. Der Holzhäuser Außenstürmer zählte bis dahin zu den Erfolgsgaranten für die Erfolge des FC Holzhausen.

Klasseleistung von Perparim Halimi und Heinrich Vegelin

Am Samstag wurde Bentele von Perparim Halimi jedoch so was von an die Leine genommen, dass das Armin Redzepagic den größten Respekt abnötigte. "Eine absolute Klasseleistung."

Eine Klasseleistung bescheinigte er auch Heinrich Vegelin, der mit Mittelfeld ein Riesenpensum abspulte, und Justin Nebert für sein Spiel hinter den Spitzen. Im Verbund mit den Routiniers Matthias Rebmann, Nicolai Brugger, Luka Kravoscanec, Sechser Niklas Schäuffele und dem erneut starken Dominik Pedro fühlte man sich unwillkürlich an die Pokalpartie gegen den SSV Reutlingen erinnert. Auch da war der VfL als Außenseiter in das Spiel gegangen.

Gegen die Reutlinger hatten sich die Nagolder für ihre Leistung am Ende mit dem Sieg belohnt. Gegen den FC Holzhausen, der, so Armin Redzepagic "rund 70 Minuten nichts auf dem Kasten hatte", fühlte sich das Unentschieden nicht wirklich gut an.

Nicht viel anders erging es vielen Fans, zumindest denen, die am Samstag mit einem "blauen Hemd" ins Reinhold-Fleckenstein-Stadion gekommen waren. Wer "Rot" um sein Herz trug, der war nach 98 Spielminuten gefährlich nahe an einen Herzinfarkt. Die Holzhäuser Fangemeinde, und das waren nicht wenige unter den knapp 700 Zuschauern, flippten mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2 fast aus, feierten sich, ihre Mannschaft, Trainer Martin Kiefer und nicht zuletzt Torjäger Janik Michel.

Auch an dessen Reaktion auf seinen Ausgleich ließ sich erkennen, dass sich das 2:2 als etwas ganz Besonderes anfühlte. VfL Nagold – FC Holzhausen, das bleibt im Gedächtnis, ebenso wie die tolle Kulisse.

"Kommen Sie wieder", verabschiedete Stadionsprecher Ulrich Hammann die Fans. Das sollte bei Spielen dieser Güteklasse die logische Folge sein, auch wenn das Ergebnis nicht (allen) in den Kram gepasst hatte.

Ergebnisse vom 3. Spieltag

VfB Bösingen - SV Seedorf0:3
SV Zimmern - VfL Nagold3:1

Tabelle

SToreTDPkt.
1. FC Gärtringen7  21:9 12  18
2. FC Holzhausen7  29:5 24  17
3. SV Nehren6  14:9 5  13
4. SV Zimmern7  13:11 2  12
5. VfL Nagold7  13:11 2  11
6. SV Tübingen6  16:10 6  10
7. SpVgg Holzgerlingen7  18:21 -3  10
8. SV Wittendorf6  12:13 -1  9
9. VfB Bösingen7  8:9 -1  9
10. FC Rottenburg7  10:16 -6  9
11. VfL Mühlheim7  15:15 0  8
12. SSC Tübingen7  14:20 -6  7
13. SV Seedorf7  12:21 -9  7
14. TV Darmsheim6  10:19 -9  7
15. SC 04 Tuttlingen6  8:14 -6  6
16. TSV Ehningen6  10:14 -4  4
17. SV Böblingen6  6:12 -6  4
Artikel bewerten
2
loading

Ihre Redaktion vor Ort Nagold

Ihre Redaktion vor Ort Sulz

Marzell Steinmetz

Fax: 07454 95806-19

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.