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Fussball "Müssen Chancen cleverer ausspielen"

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Mehrmals verpasste der SV Seedorf, wie in dieser Szene Kevin Kitiratschky, Möglichkeiten, um die Partie gegen den SC 04 Tuttlingen höher zu gewinnen. Foto: Müller Foto: Schwarzwälder Bote

Daheim nachlegen, nachdem es zuletzt auswärts so hervorragend klappte, war die Vorgabe beim SV Seedorf zum Duell der Aufsteiger mit dem SC 04 Tuttlingen. Dass es dann so gut lief, war nicht unbedingt zu erwarten, schließlich lieferten sich beide Teams in jüngster Vergangenheit heiße Fights.

In der Bezirksliga-Aufstiegssaison lag der Vorteil beim SC Tuttlingen, der den SV Seedorf am letzten Spieltag noch abfing und Meister wurde. Dafür triumphierte der SVS im Bezirkspokal über den Rivalen von der Donau und zelebrierte eine bärenstarke Relegation, um in die Landesliga einzuziehen. Vor dem Aufeinandertreffen am vergangenen Samstag lagen beide Mannschaften mit 13 Zählern gleichauf, war klar, wer ins sichere Mittelfeld kommen will, muss gewinnen.

Da der SV Seedorf bislang keineswegs vor Heimstärke strotzte, zumindest was die Ausbeute betraf, ebenso der SC Tuttlingen auswärts noch nicht viel gerissen hatte, deutete ebenso auf einen offenen Ausgang hin. Der Auftakt in die Partie machte deutlich, dass sowohl der SVS, als auch der SC04 mit einer offensiven Ausrichtung zum Erfolg kommen wollten.

Dabei wurden schnell die Vorteile zu Gunsten der Gastgeber deutlich, die beim Erzwingen ihrer Chancen mehr Entschlossenheit zeigten. Im ersten Durchgang stand Andrei Burdun, Torhüter des SC Tuttlingen weitaus häufiger im Brennpunkt als sein Gegenüber Marcel Heinzel, der für SVS-Stammkeeper Fabian Dittmer im Kasten stand. Der fieberte vom Spielfeldrand mit, war mit seinen Anweisungen in gewohnter Art unterstützend zu vernehmen.

In der 7. Minute hätte sich SC-Torwart Burdun allerdings am liebsten "vergraben", als er die Lederkugel nicht zu fassen bekam, sie ihm irgendwie durch die "Hosenträger" ging. Den Angriff, den Tom Ritzel über rechts einleitete, sah gefährlicher aus als der Abschluss von Tobias Heizmann. Der SVS-Spielertrainer drehte schon ab, sah den Ball in den Armen des SC04-Keepers, wo der ihn auch haben wollte. Doch plötzlich jubelten die Seedorfer Zuschauer – 1:0. Ein Unglück kommt selten allein, hatte die Mannschaft von SC04-Trainer Andreas Keller im ersten Durchgang weitere Tiefschläge zu verkraften.

"Die Mannschaft ist jung, hat ein Durchschnittsalter von etwas über 21 Jahren bei den Feldspielern", zeigte Keller Verständnis, dass seine Jungs gerade in der ersten Halbzeit nicht immer die besten Lösungen in brenzligen Situationen fanden. "Die Jungs mussten sich erst mal wieder fangen. In der zweiten Halbzeit haben sie das auch gut gemacht, da bin ich echt zufrieden", so der SC04-Trainer.

So gefällig der SC Tuttlingen nach vorn spielte, defensiv leistete man sich entscheidende Aussetzer, die vom SV Seedorf konsequent zur 3:0-Führung genutzt wurden. Dazu kam der Platzverweis von Amaf Dibba, der in der 19. Minute SVS-Stürmer Tom Ritzel von den Beinen holte. Für SC04-Trainer Andreas Keller eine zu harte Entscheidung.

Zweierlei Meinungen bei der Roten Karte

"Die Rote Karte ist ziemlich hart, Dibba traf den Ball." Dagegen gibt Tobias Heizmann zu bedenken: "Wenn er aber nicht den Ball trifft, ist das Wadenbein von Tom ab." Nachvollziehbar, dass der gute Schiedsrichter Julius Wick kein Erbarmen hatte, denn "schon der Versuch ist strafbar", lautet eine Fußballerweisheit.

So souverän das 3:0 zur Pause für den SV Seedorf auch war, Tobias Heizmann hätte es gern gesehen, "wenn wir die Chancen besser und cleverer ausspielen und das vierte Tor machen, wir waren da klar die bessere Mannschaft." Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit ergaben sich für den Gast von der Donau Möglichkeiten. Zwar stand die Abwehr des SV Seedorf sicher, ließ selbst bei Standards nichts zu. Doch als Marius Andris nach einem von SVS-Keeper Heinzel abgewehrten Eckball aus der Distanz abzog, fehlte nicht viel, dass der abgefälschte Schuss einschlägt.

Überhaupt fiel auf, dass der Rechtsverteidiger des SC Tuttlingen an den zwingenden Offensivaktionen seiner Mannschaft häufiger involviert war, als die eigentlich dafür vorgesehenen Robin Petrowski und Laurent Sterling. Auf dieses Duo hatte man sich beim SV Seedorf bestens eingestellt, um deren Aktionsradius einzugrenzen. Diese Lücken nutzte Andris immer wieder, kam in der 70. Minute zur besten Möglichkeit, die SVS-Torwart Marcel Heinzel großartig vereitelte.

In der Viertelstunde nach Wiederbeginn ging es zwar weniger temperamentvoll in der Partie zu, dennoch besaß der SV Seedorf knapp ein halbes Dutzend an Großchancen, um auf 4:0 zu erhöhen. "Da müssen wir den entscheidenden Pass einfach sauberer spielen, oder auch mal den Ball halten, bis ein Mitspieler in Position ist", so Tobias Heizmann. Als er in der 68. Minute vom Platz ging, mit Julian Link durch einen exzellenten Offensivakteur ersetzt wurde, war alles "noch gut". Nicht aber zwei Minuten später.

Da fing sich der SVS den Gegentreffer zum 3:1 ein. "Das war so ein überflüssiges und kurioses Tor wie meins zum 1:0, das schießt man nicht alle Tage", so Heizmann, wohl wissend, dass seine Mannschaft schon mehrfach klare Führungen noch verspielte. Und die Anspannung wuchs erst recht. In der 77. Minute hatte Abwehrchef Tobias Bea zu viel "Gesprächsbedarf" bei den Entscheidungen von Schiedsrichter Julius Wick. Der machte Bea jedoch innerhalb von Sekunden deutlich, wer das Sagen auf dem Platz hat und zückte die "Ampelkarte".

Doch auch wenn die Gäste nochmals eine Chance witterten, ließ Marco Lenz, der neben Routinier Bea zum souveränen "Juniorpartner" in der Defensivabteilung avancierte, mit seinen Nebenleuten Sebastian Heim und Yannick Scheck nichts mehr anbrennen. "Wir sind hinten gut gestanden, haben eigentlich kaum etwas von Tuttlingen zugelassen, auch wenn die mehr Ballbesitz hatten. O.k., Fernschüsse, aber wenn ich das mit unseren Chancen vergleiche..." Zum Haare raufen war eher, was der SV Seedorf in den letzten Minuten wieder mal an Hochkarätern bei Konter im Highspeedtempo vergab, anstatt die Nerven der SVS-Anhänger vorzeitig zu beruhigen.

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