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Fußball Modemacher mit Regionalliga-Erfahrung

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Druckvoll auch in der Luft: Blondschopf Nicolai Brugger unterstützt seit dieser Saison die Defensive des VfL Nagold. Foto: Kraushaar

Nagolds Neuzugang Nicolai Brugger bringt nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz Farbe ins Spiel. Bei dem angehenden Textil-Betriebswirt mit Regionalliga-Erfahrung holen sich die VfL-Kicker daher gerne mal einen Tipp – auch in Sachen Mode.

Nicolai Brugger und der VfL Nagold – das passt zusammen wie Anzug und Krawatte. Denn dass es in der Stadt, in der er im Sommer sein Modemanagement-Studium begann, einen Verbandsligisten gibt, kam dem 21-Jährigen nur allzu gelegen.

Brugger trägt damit zum ersten Mal im Leben ein anderes Trikot als das des FC Memmingen. Mit fünf Jahren begann der Blondschopf mit dem Fußballspielen, schon damals für den bayrisch-schwäbischen Traditionsverein. Kein Wunder, denn das Memminger Stadion an der Bodenseestraße lag nur fünf Minuten mit dem Fahrrad von Bruggers Elternhaus entfernt.

Ein kleines Fußballmärchen

2010 stieg der FC Memmingen in die damalige Regionalliga Süd auf. Der Verein, der 1980 nur knapp den Aufstieg in die 2.  Bundesliga verpasst hatte, tauchte damit aus der Versenkung auf. Rekordverdächtige 17 000 Zuschauer kamen etwa zum Heimspiel gegen Darmstadt 98 ins Stadion an der Bodenseestraße. Der zweiten Mannschaft gelang bereits zuvor der Aufstieg in die Landesliga – das bayrische Pendant zur württembergischen Verbandsliga. Für sie spielte auch Eigengewächs Brugger seit der Saison 2014/15.

Die Verantwortlichen des FC Memmingen hatten mit dem talentierten Innenverteidiger aus den eigenen Reihen jedoch noch ganz andere Dinge vor: Brugger trainierte häufig mit dem Regionalliga-Kader, absolvierte mit ihm die Vorbereitungen und wurde mehrfach bei Spielen im bayrischen Landespokal eingesetzt. Am 22. April 2017 dann das Debüt in der Regionalliga Bayern, Einwechslung in der 62. Minute –­ in einer denkwürdigen Begegnung: Der FC Memmingen gastierte beim ehemaligen Bundesligisten Unterhaching, der mit dem 2:1-Sieg den Meistertitel klar machte und anschließend in die 3. Liga aufstieg. "Das war schon etwas Besonderes", erinnert sich Brugger, "im Stadion waren sehr viele Zuschauer, da hatte man schon Respekt."

Ein Jahr später folgte gegen den 1.  FC Nürnberg II der zweite Regionalliga-Einsatz. Vermutlich wären weitere hinzu gekommen, doch im Sommer verließ Brugger seinen Heimatverein – weil er sein Studium an der Nagolder LDT begann. "Ich war auf dem Sprung in die erste Mannschaft, es hat aber ein kleines Stück gefehlt. Vielleicht lag es am Alter", vermutet der 21-Jährige, der der einzige echte Memminger im Kader war. Der Abschied fiel ihm daher umso schwerer: "Das war ein sehr ungewohnter Schritt. Ich habe beim FC Memmingen viel mitgemacht. Der Wechsel war nicht leicht, aber Nagold hat es mir dann sehr leicht gemacht."

Zusage ohne Probetraining

Die Liebe auf den ersten Blick war der VfL Nagold allerdings nicht, denn zunächst heuerte Brugger beim Oberligisten SSV Reutlingen an. Nach einem Probetraining an der Kreuzeiche stellte der Memminger jedoch fest: "Das wäre von der Entfernung her zu viel Aufwand gewesen." Also versuchte er beim VfL Nagold sein Glück, mit dem er sich sofort einig wurde. "Das war extrem unkompliziert und ging sogar ohne Probetraining", freut sich der angehende Textil-Betriebswirt.

Und dennoch: Seinen Job beim VfL Nagold hätte sich der bayrisch-schwäbische Innenverteidiger einfacher vorgestellt. "Ich habe ehrlich gedacht, dass das Niveau schlechter ist", räumt Brugger ein. Durch die Grenzlage der Stadt hatte er mit dem FC Memmingen bereits mehrere Testspiele gegen württembergische Verbandsligisten bestritten, die einen schlechteren Eindruck gemacht hätten.

Auch deshalb muss sich Brugger beim VfL Nagold in seine neue Rolle erst einfinden. Beim FC Memmingen II war er Kapitän, ein Leitwolf. Im blauen Trikot ist das nun anders. "Ich bin frisch in der Mannschaft. Es gibt beim VfL Nagold Leute, die mehr Erfahrung haben als ich. Das überlasse ich gerne anderen", sagt der 1,89 Meter große Innenverteidiger, räumt aber auch ein: "Auf dem Platz bin ich immer noch laut. Ich kann das gar nicht mehr abstellen."

Dabei könnte der VfL Nagold nach Pascal Reinhardts Kreuzbandriss einen Leitwolf gut gebrauchen. Dass der Ex-Profi an allen Ecken und Enden fehlt, weiß auch Brugger, obwohl er bislang noch nie zusammen mit Reinhardt auf dem Platz stand. "Ich bin kein Freund davon, Niederlagen auf Verletzungen zu schieben, aber so einen Ausfall merkt man einfach", sagt Brugger, der sich allerdings sicher ist, dass er Klassenerhalt gelingen wird, denn: "Die Qualität im Team ist da. Wir sind prinzipiell sehr gefestigt in der Defensive. Wir würden uns aber leichter tun, in Führung zu gehen und das dann runterzuspielen."

Shopping-Tipps in Nagold

Trotz der angespannten sportlichen Situation fühle sich Brugger beim VfL Nagold jedoch wohl. Dazu trage auch Trainer Armin Redzepagic bei. "Ein junger Trainer, genau wie zuvor beim FC Memmingen", vergleicht der 21-Jährige.

Und das sei nicht die einzige Parallele zwischen Memmingen und Nagold, denn auch vom Flair her seien sich beide Städte recht ähnlich. "Man merkt schon, dass Memmingen 20 000 Einwohner mehr hat", meint Brugger, "aber dafür ist Nagold familiärer. Ich fühle mich hier sehr wohl." Natürlich: Auch die Geschäfte der Stadt hat der Modemanagement-Student schon genau unter die Lupe genommen – und ist zufrieden: "Für die Größe der Stadt ist das schon in Ordnung. Nagold ist kein schlechter Standort." Ebenso wenig wundert es, dass Brugger bei Mode-Fragen der erste Ansprechpartner in der VfL-Kabine ist. "Ich werde schon immer mal wieder gefragt, woher ich das Teil und das Teil habe", lacht der Memminger.

Nur eine Frage kann Brugger nicht beantworten: Was passiert, wenn er in zwei Jahren sein Studium abgeschlossen hat? Wird es ihn dann wieder zu seinem FC Memmingen ziehen? Der 21-Jährige gibt sich bedeckt: "Das ist für mich noch in weiter Ferne. Man wird sehen. Aber grundsätzlich ist das auf zwei Jahre beschränkt. Das weiß man beim VfL Nagold auch."

Ergebnisse vom 12.11.2018 - 18.11.2018

18:00Sindelfingen - Calcio Leinf-Echt.-
18:00Rutesheim - Löchgau-
18:00Albstadt - FC Heiningen-
18:00SSV Ehingen-Süd - Spfr Dorfmerkingen-
18:00Wangen - FSV Hollenbach-
18:00Essingen - Neckarrems-
18:00Ol. Laupheim - Nagold-
18:00SV Breuningsweiler - TSG Tübingen-

Tabelle

SToreTDPkt.
1. SKV Rutesheim13  30:18 12  26
2. FSV Hollenbach13  23:16 7  26
3. Spfr Dorfmerkingen13  25:13 12  25
4. VfL Sindelfingen13  36:23 13  21
5. TSV Essingen13  27:19 8  21
6. FV Olympia Laupheim13  20:15 5  21
7. SSV Ehingen-Süd13  30:24 6  20
8. TSG Tübingen13  25:21 4  19
9. VfB Neckarrems13  21:16 5  16
10. VfL Nagold13  14:17 -3  15
11. Calcio Leinf-Echt.13  20:24 -4  15
12. FC Heiningen13  18:26 -8  15
13. FC 07 Albstadt13  16:28 -12  12
14. FC Wangen13  19:29 -10  11
15. FV Löchgau13  13:26 -13  11
16. SV Breuningsweiler13  15:37 -22  10
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