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Fussball "Mir ist es hier gleich leichtgefallen"

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Der 22-jährige Thomas Kunz verstärkt das Villinger Mittelfeld.Foto: Marc Eich Foto: Schwarzwälder Bote

Per Blitztransfer verpflichtete der FC 08 Villingen im September, als die Saison bereits vier Spieltage alt war, Thomas Kunz vom Ligakonkurrenten 1. FC Rielasingen-Arlen. Schnell eroberte sich der Mittelfeldakteur einen Stammplatz in der Truppe von Coach Marcel Yahyaijan.

Bestens eingelebt

Der zweikampfstarke und schussgewaltige Akteur ist für den FC 08 eine absolute Verstärkung. Bei seinem ersten Auftritt im 08-Dress – im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers (1:1) – erwies sich Thomas Kunz als perfekter Joker. Er ordnete sich nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein. "Ich bin mega zufrieden. Mir ist es hier gleich leichtgefallen. Alles sind super Typen, auch der Trainer", schwärmt der 22-Jährige über sein neues Team und die Spielphilosophie von Marcel Yahyaijan.

Auf dem Abstellgleis

Im Gegensatz dazu standen seine Erlebnisse in Rielasingen zu Beginn der Saison. Dort hatte er vor einem Jahr zum Aufstiegsteam in die Oberliga gehört und wollte voller Elan in diese Runde starten. Doch plötzlich sah er sich auf dem Abstellgleis. "Da haben dann ein paar Leute nicht mehr mit mir geredet, alles hat sich irgendwie verändert und es herrschte ständig eine Unruhe", blickt Thomas Kunz zurück.

Doch für ihn gehört die Zufriedenheit im Umfeld zum erfolgreichen Fußballspielen dazu. Kurzerhand löste er seinen Vertrag auf. Kaum war das bekannt, kam der Anruf des FC 08 Villingen. Das, was er über die Zukunftspläne der Nullachter zu hören bekam, gefiel ihm auf Anhieb. Jetzt kann er sich auf jeden Fall vorstellen, länger zu bleiben.

Erfolgreich in der Schweiz

Eine Rolle spielt dabei auch, dass es von seinem Schweizer Heimatort Thayngen mit dem Auto nur 45 Minuten nach Villingen sind. Beim FC Thayngen hatte er mit dem Fußballspielen begonnen. Schnell wurde man beim benachbarten FC Schaffhausen auf sein großes Talent aufmerksam. Es ging weiter nach oben. In der U14 trug der Fan von Bastian Schweinsteiger und dem Bayern München bereits das Trikot der Grasshoppers aus Zürich, schoss pro Saison mindestens immer 30 Tore. Kunz zählte damals in der Schweiz zu den großen Talenten. Er durchlief von der U14 bis zur U16 auch alle Jugendnationalmannschaften der Eidgenossen, spielte bei großen Turnieren gegen Deutschland oder Spanien. Die Scouts bekannter Klubs streckten die Finger nach ihm aus.

Im deutschen U17-Finale

Seine Wahl fiel schließlich auf den VfB Stuttgart, auch weil es von dort nicht so weit nach Hause war. Beim VfB erlebte er sein bisheriges fußballerisches Highlight, als er 2015 im Finale um die deutsche U17-Meisterschaft gegen Borussia Dortmund (0:4) dabei war. In Reihen des BVB spielten damals Akteure wie Christian Pulisic (FC Chelsea) und Felix Passlack (Borussia Dortmund) mit.

Doch als sein Förderer Fredi Bobic beim VfB weg war, fand sich Kunz zumeist auf der Ersatzbank wieder. So wechselte er 2019 schließlich zurück in heimische Gefilde – zur U 21 des FC St. Gallen. Parallel dazu reifte sein Entschluss, sich neben dem Fußball ein zweites Standbein zu schaffen. Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und ist inzwischen in der Fensterbaufirma seines Vaters beschäftigt. Fußballerisch kamen jeweils kurze Stationen beim Schweizer Drittligisten Juventus Zürich und für ein halbes Jahr beim SSV Reutlingen dazu. Schließlich landete Kunz via Rielasingen jetzt beim FC 08.

Während der Corona-Zwangspause hat er wie der Rest des 08-Kaders Trainingspläne bekommen. Er hält sich mit Läufen und Kraftübungen so gut es geht in Form und per Video Kontakt zu seine Teamkollegen und dem Trainer. An einen "Restart" der Oberliga-Saison im Dezember glaubt er eher nicht. "Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Hinzu kommen auch die Witterungsbedingungen in Villingen", gibt der Schweizer zu bedenken.

Weitere Informationen: An diesem Donnerstag wird die Entscheidung des Württembergischen Fußballverband erwartet, ob die Oberliga-Saison im Dezember mit drei Spieltagen fortgesetzt wird, oder ob es ein anderes Zeit-Modell gibt.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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