Voller Einsatz des Wittlingers Luca Bürgin (links) gegen den zweifachen Rheinfelder Torschützen Alexis Silva Ramos. Foto: Uli Nodler

Ein personell extrem gebeutelter Fußball-Landesligist FC Wittlingen verliert am Freitag das Derby beim FSV Rheinfelden mit 1:6.

Die Ausgangssituation für die Kandertäler in der Löwenstadt war von Beginn an hoffnungslos. Trainer Gerhard Sauer, der schon seit geraumer Zeit um sein Amt nicht zu beneiden ist, musste im Bezirksderby auf 15 Spieler verzichten. Zwölf sind verletzt, zwei beruflich oder urlaubsbedingt abwesend. Schließlich verabschiedete sich Ende der Woche auch noch Lukas Schmeller mit einer Corona-Erkrankung

 

Dennoch zeigte die Wittlinger Truppe trotz dieser personellen Keule und letztlich hohen Niederlage eine Leistung, die Respekt verdient. Sie kämpften, rackerten und wurden schließlich sogar noch mit einem Torerfolg belohnt.

Wittlingens Keeper Maxi Imgraben muss im Derby Schwerstarbeit verrichten. Foto: Uli Nodler

Dass die Niederlage für den FCW letztlich deutlich wurde, war auch der Tatsache geschuldet, dass die Rheinfelder den Gegner nicht unterschätzten, sondern sofort Druck machten. Die aus Spielern der ersten und zweiten Mannschaft sowie der eigenen A-Jugend zusammengeflickte FCW-Mannschaft konnte deshalb das 0:0 nicht lange halten.

Nach 19 Minuten schlug es zum ersten Mal im Wittlinger Kasten ein. Ein strammer Flachschuss von Jerome Chikwaira fand aus 18 Metern via Innenpfosten den Weg ins Tor. Für Wittlingens Goalie Maxi Imgraben war der Ball unhaltbar. An ihm lag es zweifelsohne nicht, dass der FC Wittlingen bis zur Pause vorentscheidend 0:4 zurücklag.

So machte Imgraben vor allem in den ersten Minuten der ersten Halbzeit drei hochkarätige Chancen des Rheinfelder Mittelstürmers Alexis Silva Ramos zunichte. Die weiteren FSV-Treffer vor der Pause markierten dann Abwehrchef Ylber Lokaj (32.) , Silva Ramos (34.) und Saner Öz (44.)

Trotz des deutlichen Rückstands ließen die Wittlinger im zweiten Abschnitt die Köpfe nicht hängen. Der FSV Rheinfelden marschierte zwar unbeirrt weiter nach vorne, traf nun aber auf eine besser sortierte Gäste-Defensive.

Letztlich musste der FC Wittlingen zwei weitere Treffer durch Chikwaira (52.) und Almin Mislimovic schlucken, doch Wittlingens Team-Kapitän Timo Glattacker machte die Niederlage des Aufsteigers durch seinen Ehrentreffer (73.) erträglicher.