Tom Gutekunst trifft per Flugkopfball zum 4:0-Pausenstand. Dornhans Keeper Niklas Klemenz ist machtlos. Foto: Albert M. Kraushaar

Selten war ein Gegner in der Landesliga Staffel 3 dem VfL Nagold so unterlegen wie die TSF aus Dornhan. Das Ergebnis spricht Bände.

„Das war eine Lehrstunde, wir hatten absolut keine Chance, der VfL Nagold war einfach zu gut“, so TSF-Coach Daniel Ruoff.

 

VfL NagoldTSF Dornhan 8:1 (4:0). Er machte sich erst gar nicht die Mühe, so etwas wie eine Entschuldigung zu suchen. Mit 8:1 wurde seine Elf regelrecht abgeschossen, zu den acht Toren kamen noch dreimal „Alu“ und fünf, sechs Szenen, bei denen der Vorletzte gute Schussbahnen zustellen oder blocken konnte.

Wie aus einem Guss

Nagold spielte über weite Strecken der Partie wie aus einem Guss, die TSF kam gerade mal auf einen Treffer, dazu zwei Chancen und drei Eckbälle. „Natürlich hatten wir noch weitere gute Chancen, aber acht Tore muss man erst einmal schießen, was stört, ist das Gegentor“, so die Analyse vom Nagolder Coach Marcel Schuon.

Der Knackpunkt

Knackpunkt war sicherlich der Nagolder Blitzstart mit drei Toren in neun Minuten. „Wir wollten von Beginn an Vollgas geben“, lautete die Vorgabe von Schuon. Matthias Rauser schloss gleich den ersten Angriff nach 140 Sekunden mit dem 1:0 ab, dem 2:0 von Johannes Fleischle ging eine schöne Kombination über Jürgen Schechinger, Marius Hogg und Jonny Rothfuß (8.) voraus, das 3:0 besorgte erneut Matthias Rauser (9.).

Dynamik rop

Endlich konnten sich die Nagolder „17“ einmal für ihre Dynamik belohnen, für die Gäste hingegen ging das alles viel zu schnell. Die TSF war hinten über beide Außenpositionen viel zu schnell, und sie fanden kein Mittel, um das flexible Flügelspiel mit Marius Hopp, Jeremie Arlt, Matthias Rauser und Jürgen Schechinger in den Griff zu bekommen. Schechinger war für den gesperrten Nico Gaiser, Arlt für Perparim Halimi und Johannes Fleischle – als Vertreter für Elias Bürkle (muskuläre Probleme) – in die Startelf gekommen.

Nach knapp einer halben Stunde kamen die Gäste etwas besser ins Spiel, ohne die VfL-Abwehr um die souveräne Innenverteidigung mit Marc Rück und Fabian Mücke in Gefahr bringen zu können. So wie auf der Gegenseite Matthias Rauser per Eckball, den Jonny Rothfuß im Spiel hielt. Seine Flanke legte Marc Rück per Kopf auf Tom Gutekunst ab und der junge VfL Stürmer besorgte per Flugkopfball den 4:0-Pausenstand.

Es gibt Wechsel

Gutekunst blieb in der Kabine, für ihn kam Robin Braun und ein Chancenfestival im Minutentakt. Jürgen Schechinger (48. knapp vorbei), Rauser (50. Pfosten), Burak Tastan (51. knapp vorbei), in der 54. Minute traf dann Jonny Rothfuss nach Vorarbeit von Robin Braun zum 5.0. Dann durfte Rauser raus, und Jan Beifuß durfte sich am Chancenwucher beteiligen.

Konter genutzt

In der 66. Minute scheiterten gleich drei Versuche. Nach einem Ballverlust am gegnerischen Strafraum sah sich die aufgerückte VfL-Abwehr einem Konter gegenüber, den Ahmad Arab (67.) zum 1:5 abschloss. „Ärgerlich, aber das haben sie gut gemacht“ stellte Marcel Schuon über das Ende der „Zu-Null-Serie“ von VfL-Keeper Maksim Hoelper fest.

Querlatte hilft

Dessen Kollege Niklas Klemenz benötigte in der 72. Minute bei einem Beifuß Schuss die Hilfe der Querlatte, kurz darauf machte es Robin Braun zum 6:1 (78.) besser. Erneut drei Minuten später verwertete Jan Beifuß eine Schechinger Maßflanke zum 7:1 gegen einen hoffnungslos überforderten Gegner. Jan Beifuß erhöhte auf 8:1 (88.).

In dieser Phase kämpften die TSF gegen eine zweistellige Niederlage. Klemenz mit zwei guten Reflexen und der überpünktlich abpfeifende Schiedsrichter Marvin Heinrich verhinderten jedoch ein totales Debakel.

Die Teams

VfL Nagold: Maksim Hoelper (Tor), Jeremie Arlt, Marc Rück – Fabian Mücke, Marius Hopp (70. Nick Schweizer), Burak Tastan, Johannes Fleischle, Jonny Rothfuß (70. Niklas Watzl, Matthias Rauser (60. Jan Beifuß), Jürgen Schechinger, Tom Gutekunst (46. Robin Braun).

TSF Dornhan: Niklas Klemenz, Daniel Ruoff, Andy Zimmermann, Sherif Hauber, Dennis Mutschler (70. Sandro Bossert), Julian Haas (80. Alexander Günthner), Tilmann Schmid, Kai Kaltenbach, Maximilian Wagner, David Huber, Ahmad Arab.

Die Tore

Tore: 1:0 (3.) Matthias Rauser 2:0 (7.) Johannes Fleischle, 3:0 (9.) Matthias Rauser, 4:0 (36.) Tom Gutekunst, 5:0 (55.) Jonny Rothfuß, 5:1 (67.) Ahmad Arab, 6:1 (76.) Robin Braun, 7:1 / 8:1 (80./88.) Jan Beifuß.

Schiedsrichter: Marvin Heinrich – Raul Soler Meric – Lenny Emil Walz.

Zuschauer: 150.