Panagiotis Karypidis brachte den VfL mit seinem neunten Saisontor in Führung. Foto: Albert M. Kraushaar

Nichts wurde es für Fußball-Landesligist VfL Nagold mit dem erhofften „Dreier“ in Albstadt.

FC O7 Albstadt – VfL Nagold 1:1 (0:1). „Das wird nicht einfach, der FC 07 Albstadt steht mit dem Rücken zur Wand. Die werden versuchen, ihre Chance zu nutzen, aber klar, von uns wird in dem Spiel ein Sieg erwartet“, hatte Marcel Schuon im Vorfeld die Bedeutung der Partie für beide Seiten hervorgehoben.

 

Am Ende der Begegnung stand jedoch ein Ergebnis, das keinem von beiden weiterhilft. Der FC 07 Albstadt kam durch das 1:1-Unentschieden nicht von der Stelle und bleibt mit 19 Punkten auf einem Abstiegsplatz. Der VfL Nagold hingegen kassierte durch den späten Ausgleich in der Nachspielzeit den nächsten Dämpfer.

So sieht’s in der Tabelle aus

Und der hinterließ in der Tabelle Wirkung. Durch den 2:0 Sieg des SV Zimmern beim SC 04 Tuttlingen ist die Differenz des VfL Nagold auf Platz vier liegend auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte angewachsen – und, der aktuelle Vize hat noch ein Spiel weniger ausgetragen.

Hinzu kommt, dass dem VfL mit dem VfB Bösingen ein punktgleicher Verfolger (je 44 Punkte) im Nacken sitzt.

Nicht geplante Überraschungen

Die Nagolder Startaufstellung beinhaltete in der Startelf mit Burak Tastan und Matthias Rauser zwei nicht geplante Überraschungen, weil Mittelfeld-Regisseur Johannes Fleischle kurzfristig ausgefallen war und Elias Bürkle nur auf der Bank Platz nehmen konnte.

Gleich vier gelbe Karten gegen den FC belegen, dass sich die Gastgeber von Beginn an dem VfL energisch entgegenstellten. „Wir hatten auch zwei, drei gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen“, stellte FC-Spielertrainer Akbaba fest. „Wir sind nicht gut in das Spiel gekommen“, war bei der anschließenden Pressekonferenz von Nagolder Seite zu hören.

Die Abwehr vor VfL-Keeper Laurent Bayraktari stand keinesfalls sattelfest, hatte mit dem FC ihre liebe Not. Der bullige Denis Mazrekaj, Außenstürmer Nicolas Gil Rodriquez, Marco Bacher mit viel Präzenz und Viktor Farkas versuchten immer wieder, zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. Der VfL konnte jedoch die Null halten und kam kurz vor der Pause durch Panagiotis Karypidis (42.) gegen FC-Kapitän und Torhüter in Personalunion, Chris-Ian Leitenberger, zur Führung.

Das sagt Akbaba

Es war das neunte Saisontor von Karypidis, der sich damit auf dem besten Weg befindet, den aktuellen Nagolder Toptorschützen Jan Beifuß (12 Treffer) einzuholen.

„Nagold war im zweiten Abschnitt bissiger“, blickte Akbaba auf die Hereinnahme von Niklas Watzl für Panagiotis und Nico Gaiser für Chris Wolfer (61.), die erhoffte Entscheidung zu Gunsten der Gäste blieb jedoch aus.

Gastgeber setzt auf Schlussoffensive

Auch, weil der FC mit den Einwechslungen von Dominik Mitrenga und Semih Cetin dagegen hielt. 20 Minuten vor Schluss setzte Spielertrainer Abdussamed Akbaba mit Niklas Nikoletic, Tamer Matur und Lewin Moser alles auf Offensive – und ging selbst mit in die Spitze. Und das mit Erfolg!

Als niemand mehr damit rechnete, belohnte der Spielertrainer, sich und seine Mannschaft mit einem sehenswerten Flugkopfball in der dritten Minute der Nachspielzeit mit dem späten Ausgleich.

Auf einen Blick

VfL Nagold: Laurent Bajraktari (Tor) Frederic Fleischle – Marius Hogg (88. Daniel Huss) – Marc Rück – Ruben Cinar – Burak Tastan – Jonny Rothfuß (67. Perparim Halimi) – Panagiotis Karygidis (61. Niklas Watzl) – Tom Gutekunst – Matthias Rauser – Chris Wolfer (61. Nico Gaiser).

Tore: 0:1 (42.) Panagiotis Karypidis 1:1 (90.+3.) Abdussamed Akbaba.

Schiedsrichter: Michael Hilebrand – Andreas Schindele – Daniel Maier.

Zuschauer: 123.