Der VfL Nagold ist in der Landesliga auf Meisterkurs. Foto: Kraushaar

Vor dem schweren Restprogramm bekommt es der VfL Nagold am Samstag mit dem abstiegsbedrohten SV Seedorf zu tun. Der hat nun sein Trainerduo Jonas Baumgartner und Marc Agyemang gefeuert.

VfL Nagold – SV Seedorf (Samstag, 15.30 Uhr). Der VfL Nagold startet als Tabellenführer der Fußball-Landesliga in den Schlussakkord der Saison. Allerdings mit einem schweren Restprogramm – unter anderem mit Spielen gegen den SV Seedorf, VfL Sindelfingen, SV Zimmern und VfB Bösingen. Insgesamt gibt es noch 18 Punkte zu verteilen.

 

Vorentscheidender Spieltag

Die SG Empfingen, die SV Böblingen, die Young Boys Reutlingen, der VfL Sindelfingen und der TSV Ehningen rechnen sich alle noch Chancen auf die ersten zwei Plätze aus. In diesem Bezug könnte diesem 29. Spieltag eine vorentscheidende Bedeutung zufallen. Die Empfinger haben spielfrei, dahinter stehen sich die Young Boys Reutlingen und der SV Böblingen sowie der TSV Ehningen und der VfL Sindelfingen direkt gegenüber.

Diese Konstellation in der Spitzengruppe verlangt förmlich nach einem Nagolder Heimsieg über den SV Seedorf, der sich in dieser Woche von seinem Trainerduo Jonas Baumgartner und Marc Agyemang getrennt hat. Ein Sieg dürfte jedoch nicht so einfach werden, denn die Gäste sind durch ein 1:1 gegen den SV Wittendorf sowie zwei Niederlagen gegen Croatia Reutlingen (0:2) und den TSV Ehningen (1:3) in akute Abstiegsgefahr geraten. Ein Punkt ist für den Tabellenvierzehnten in Nagold fast schon zu wenig, dennoch erwartet das Team von Trainer Armin Redzepagic die unangenehme Aufgabe, das Spiel machen zu müssen, ohne große Konterchancen zuzulassen. Nicht einfach gegen einen Gegner, der mit den Haag-Brüdern und Tom Ritzel durchaus Qualität aufweisen kann.

Hinspiel mit 2:0 gewonnen

Diese Qualität bekam der VfL im Hinspiel zu spüren, als die Seedorfer nach dem wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannten Treffers von Jürgen Schechinger volles Risiko gingen. Jan Beifuß war dann in deren Drangphase hinein nach einem Diagonalpass bei einem choragierten Alleingang das 2:0 gelungen. Beifuß liegt aktuell bei sieben erfolgreichen Abschlüssen, Christos Thomaidis bei acht, Laurenziu Biemel bei 13 und Elias Bürkle bei sechs Toren.

Weniger Rotation

Das Offensiv-Quartett gilt auch im Heimspiel gegen den SV Seedorf als gesetzt. Die Defensive hat sich mit Fabian Mücke, Frederick Fleischle, Nick Schweizer, Admir Osmicic und Perparim Halimi eingespielt. Redzepagic hatte die Drehzahlen seiner Rotationsmaschine zuletzt deutlich gedrosselt und versucht stattdessen, seinen Kader über das komplette Einwechselkontingent bei Laune zu halten. Keine einfache Aufgabe, immerhin verfügt der VfL mit Matthias Rauser, Marco Quiskamp, Berk Özhan, Serach von Nordheim, Burak Tastan, Marius Hogg, Philipp Schäuble und Faruk Inanc über jede Menge Qualität auf der Bank.