Zehn starke Minuten nach der Halbzeit reichen Bösingen aus, um beim SSC Tübingen mit 4:2 zu gewinnen und binnen sieben Tagen neun Punkte einzufahren.
Perfekte Osterwoche für den VfB: Zwei Auswärtsspiele, zwei Siege. Bösingen hat einen perfekten Lauf. Die Bösinger festigten mit somit ihren fünften Platz. Die abstiegsbedrohten Tübinger konnten den Relegationsplatz nach der dritten Niederlage hintereinander nicht verlassen.
Bösingens Trainer Peter Leopold war nur bedingt mit dem Auftritt seiner Mannschaft in Waldhäuser Ost zufrieden: „Es war wie erwartet schwer auf dem kleinen Kunstrasen. Die erste Halbzeit war von uns grottenschlecht. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Allerdings war das 1:1 kurz vor der Pause der entscheidende Treffer zur Wende. Wir hatten dann gute 20 Minuten in der zweite Hälfte, die gereicht haben, um Tübingen zu schlagen. Unsere Woche mit drei Siege in sieben Tagen hätte besser nicht laufen können.“
In der ersten Viertelstunde hatten beide Seite gute Offensivaktionen. Nach einem Einwurf fiel das Tübinger 1:0. Routinier Markos Chatziliadis versenkte einen hohen Ball aus dem Halbfeld aus sechs Metern unter die Latte.
Wenige Strafraumszenen
In der Folge gab es wenige gefährliche Strafraumszenen. In der 45. Minute brachte sich der VfB aus dem Nichts ins Geschehen zurück. Kevin Hezel erzielte das kuriose 1:1. Tübingens Keeper Ramon Peter hat alle Zeit der Welt, den Ball aufzunehmen. Hezel lief ihn an, spitzelte ihm den Ball weg, bevor er ihn in die Hände aufnehmen konnte und schob ins leere Tor. In der Nachspielzeit verhindert Julian Bihler allerdings auf der Linie den erneute Rückstand (45.+3).
Was wiederum nach der Pause passierte, ist pure Effizienz und Effektivität: Innerhalb von neun Minute fielen drei Treffer für den VfB. Ben Fischer vollendete ein schönes Zuspiel von Adi Dobricean zum 1:2 (50.). Dann traf Hezel nur die Latte (52.). 120 Sekunden später klärte erst Ron Armbruster gegen Lars Lack und statt 2:2 stand es im Gegezug 1:3 – Hezel bediente Fischer, der verwertete freistehend aus 16 Metern via Innenpfosten (55.).
Torsten Müller macht alles klar
Und es kam noch besser. Drei Minuten später bereitete der starke Fischer mit einer Flanke das 1:4 von Torsten Müller per Direktabnahme aus acht Metern vor (59.). Zwei weitere Chancen zum Erhöhen blieben ungenutzt.
1:4 kommt zu spät
Tübingen schaffte in der Schlussphase nach einem Eckball per Kopf durch Joanthan Charlier nur noch den 2:4-Anschlusstreffer (81.).
SSC Tübingen – VfB Bösingen 4:2 (1:1)
VfB Bösingen: Armbruster – Botzenhart, Flaig (65. Flaig), Ruf, Bihler, Dobricean, Griesser (64. Ma. Schlosser), Hezel (71. Zimmermann), Fischer, To. Müller, Ma. Müller (90.+1 Hodrus).
Tore: 1:0 Markos Chatziliadis (21.), 1:1 Kevin Hezel (45.). 1:2 Ben Fischer (50.), 1:3 Ben Fischer (55.), 1:4 Torsten Müller (59.), 2:4 Jonathan Charlier (81.).
Schiedsrichter: Silas Buth (Backnang).
Zuschauer: 60.