Im spannenden und torreichen Derby der Fußball-Landesliga fielen acht Tore. Am Ende hatte der FSV Rheinfelden beim TuS Binzen mit 5:3 die Nase vorne.
„Es waren vier Tore, die wir in diesem Heimspiel dem FSV Rheinfelden geschenkt haben. Letztlich war das 2:4 kurz nach der Halbzeit für uns der Genickbruch“, analysierte Binzens Trainer Manuel Schwarz den Derby-Auftritt seiner Mannschaft.
„Wir haben es uns zweimal in dieser Partie unnötig schwer gemacht. Zunächst ließen wir die Binzener durch individuelle Fehler bei einer 2:0-Führung wieder ins Spiel kommen.In der Schlussphase machten wird es nach einem Torwartfehler noch einmal spannend. Am Ende war es aber ein verdienter Auswärtssieg“, freute sich FSV-Vorsitzender Patrick Da Rugna über den Dreier. Während der TuS Binzen in der zweiten Tabellenhälfte nicht vom Fleck kommt, zählt der FSV Rheinfelden mittlerweile zu den Spitzenteams der Liga.
Die Löwenstädter kamen besser ins Spiel und gingen in der 5. Minute durch den ersten großen Auftritt von Almin Mislimovic mit 1:0 in Front. Rheinfeldens Linksaußen schnappte sich due Kugel, wurde nicht angegriffen und versenkte den Ball mit Wucht. Fast deckungsgleich entstand in Minute 18 das Rheinfelder 2:0. Romano Males marschierte durch die halbe TuS-Abwehr und wuchtete den Ball mit Schmackes unter die Latte.
Sütterlin reklamierte zwei FSV-Abseitstore
Der Gegentreffer verursachte allerdings einen Hallo-Wach-Effekt beim TuS Binzen. Nur eine Dreiviertelminute später unterlief FSV-Schlussmann Marco Buonacosa einen Freistoßball, und Binzens neuer Halbstürmer Max Chrobok reagierte perfekt, drosch die Kugel zum 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen.
Nun war der TuS Binzen auf Betriebstemperatur. Plötzlich war die Zaghaftigkeit im Binzener Spiel verschwunden, es wurde forsch nach vorne gespielt, und der FSV Rheinfelden geriet zunehmend unter Druck. Binzen drückte auf den Ausgleich. Mit Erfolg: Wieder war es Chrobok, der aus 18 Meter einfach abzog und Buonacosa keine Chance ließ.
Binzen suchte in den letzten Minuten vor der Halbzeit weiter den Weg nach vorne, wurde dann aber von Almin Mislimovic kalt erwischt. Der FSV.Ausnahmestürme schnappte sich die Kugel, wurde erneut nicht angegriffen und schlenzte den Ball in der 42. Minute zur erneuten Gästeführung in die Maschen.
In der Halbzeitpause wollte der ehemalige Binzener Coach Karl-Frieder Sütterlin bei zwei Gegentore Abseitspositionen gesehen haben.
Noch war noch alles offen. Doch zwei Minuten nach Wiederanspiel nicht mehr. Binzens Torhüter Dominik Lüchinger unterschätzte einen Freistoßball von Mislimovic und Rheinfelden führte mit 4:2.
Zwei Torwartfehler beim FSV Rheinfelden
In der Folgezeit war der TuS Binzen weitgehend die spielbestimmende Mannschaft, doch bis auf eine Großchance von Lucas Thiel (67.) konnte Binzen offensiv keine großen Akzente setzten.
Spannend wurde es erst wieder in der Schlussphase, als der eingewechselte Jakob Rinza einen weiteren Fehler von Buonacosa zum 3:4-Anschlusstreffer nutzte. Es war allerdings vergebene Liebesmüh, dann der eingewechselte Muhammad-Hamdan Al Shaer machte mit dem 5:3 (90.+5) alles klar. Die Binzener Kicker ließen mit dem Schlusspfiff die Köpfe hängen.