Zur Sache ging es im Spiel zwischen Harthausen und Bösingen, das 3:3 endete. Foto: Kara

Das Leopold-Team muss sich nach verschlafener erster Hälfte beim TSV Harthausen/Scher mit einem 3:3-Unentschieden begnügen.

TSV Harthausen/Scher – VfB Bösingen 3:3 (2:1). Einen unterhaltsamen Nachmittag erlebten die Fans mit sechs Toren und einem dramatischen Finish. Zum bitteren Ende für die Gastgeber kam noch hinzu, dass den Bösingern der Ausgleich erst in der Nachspielzeit gelang. In einem intensiv geführten Duell gab es neben einem späten Ampel-Platzverweis für die Gastgeber gleich noch auf beiden Seiten zusammen elf gelbe Karten (acht für den TSV, in jeder Halbzeit vier).

 

Und beinahe sah der Außenseiter schon wie der sichere Sieger aus, schien sich bis zur 70. Minute mit einer komfortablen und verdienten 3:1-Führung für die Pleite in Schwenningen bestens zu rehabilitieren.

Harthausen geht mit 2:0 in Führung

Doch der Reihe nach: Kaum ging es los, rieben sich die Zuschauer verwundert die Augen. Matthias Endriß traf in der 6. Minute zum schnellen 1:0. Einen Chipball von Außen nahm er in der Mitte alleine vor Ron Armbruster an und schob etwas abseitsverdächtig flach ins Eck. Der VfB wusste danach nicht wie im geschah, es klingelte kurze Zeit später beinahe bereits das 2:0 durch Finn Locher, mit einem Schuss nach herrlichem Steckpass prüfte er den VfB-Keeper (11.). Es dauerte eine Weile bis sich die Gäste ins Spiel anmeldenten. Adi Dobricean setzte die Duftmarke per 25-Meter-Freistoß (19.), doch das Tor erzielten die Hausherren. Finn Locher markierte bei einem Konter das 2:0 ins leere Tor, als er alleine auf Armbruster zulief und ihn umkurvte (28.).

Bösingen verkürzt noch vor der Pause

Immerhin hielt sich Bösingen im Spiel und Dobricean verwandelte einen an Dominik Stoll verursachten Strafstoß zum 2:1-Anschluss (43.). Allerdings blieb die große Wende nach der Pause aus. Harthausen hätte nachlegen können. Auf der anderen Seite verhinderte TSV-Keeper Timo Reinhardt per Fußabwehr gegen Marius Müller (55.) sowie ein auf der Linie geklärter Kopfball auf den 2:2-Ausgleich (69.).

3:1 – die Vorentscheidung?

Daher schien das 3:1 in der 70. Minute des eingewechselten Tim Abt, der einen langen Ball oben ins Eck spitzelte, die Vorentscheidung zu sein.

VfB punktet in Überzahl

Doch weit gefehlt: Moral und Wille beim VfB stimmten bis zum Ende. Dobricean zog einen Freistoß aus dem Halbfeld in Richtung Tor und Torsten Müller köpfte am langen Pfosten zum 3:2-Anschluss ein (76.). Harthausen versuchte mit allen Mitteln die Führung über die Zeit zu bringen, musste nach der Ampelkarte für Tunay Balci (86.) in Unterzahl zu Ende spielen.

Was sich bitter rächte: Eine lange Bösinger Flanke bugsierte Julian Schneider von der Grundlinie zur Mitte und Marius Müller köpfte in der Nachspielzeit freistehend zum 3:3-Ausgleich in die Maschen (90.+3). Bendikt Bantle hätte sogar noch das 3:4 nachlegen können.

VfB-Trainer Leopold: Müssen mit dem Punkt leben

Bösingens Trainer Peter Leopold meinte, „dass wir in der ersten Halbzeit nicht auf dem Platz waren. Deshalb müssen wir am Ende mit dem einen Punkt leben. Die Moral hat bei uns gestimmt. Nach dem 1:3 hat keiner aufgegeben und wir haben uns noch verdient reingekämpft.“ VfB Bösingen: Armbruster - Botzenhart, Le. Schlosser, Kimmich, Wulle (45. Bihler), Dobricean (76. Be. Bantle), Stoll (45. Fischer), Hezel, Zimmermann (70. Schneider), To. Müller, Ma. Müller. Schiedsrichter: Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Endriß (6.), 2:0 Locher (11.), 2:1 Dobricean (43./Elfmeter), 3:1 Abt (70.), 3:2 To. Müller (76.), 3:3 Ma. Müller (90.+2). Schiedsrichter: Kevin Popp (Biberach).