Unzufrieden: Freudenstadts Co-Trainer Sergej Steblau (vorne) und Coach Elvedin Djekic Foto: Volker Haag

In Freudenstadt bekamen die Zuschauer über weite Strecken ein Kellerduell auf überschaubarem Niveau geboten.

Spvgg Freudenstadt – SV Croatia Reutlingen 2:3 (0:2). Am Ende stand ein knapper 3:2-Auswärtserfolg der Gäste aus Reutlingen, die sich mit diesen drei Punkten etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen konnten.

 

Die erste Spielhälfte bot den Zuschauern wenig unterhaltsames. Zunächst hatten die Fans der Gastgeber den Torschjubel auf ihren Lippen. Nach einem Zuspiel hatte Matthias Weimer frei Bahn und sein Torschuss kratzte Croatias Abwehrspieler Leon Maric in letzter Sekunde noch der Linie. Das war aber aus Sicht der Gastgeber ein Sturm im Wasserglas.

Auch die Gäste beginnen mäßig

Auch die Gäste aus Reutlingen hielten sich vornehm zurück. Die Gästeführung in der 20. Minute fiel aus heiterem Himmel. Nach einem abgeblockten Torschuss von Altan Yildiz fiel der Ball wieder vor die Füße von Yildiz, der im zweiten Anlauf den Ball im Freudenstädter Tor unterbrachte.

Auf Freudenstädter Seite war das große Manko das Spiel nach vorne. Gute Umschaltsituation der Freudenstädter blieben damit ungenutzt. Die Gastgeber konnten sogar noch von Glück sagen, dass Croatias Spielführer Vincenzo Giambrone in der 37. Minute die Reutlinger Führung nicht weiter ausbauen konnte.

Kurz danach gelang den Gästen doch noch der zweite Treffer. Nach einem Zuspiel hinter die Freudenstädter Abwehrkette verlor Außenverteidiger Pascal Göcks seinen Gegenspieler aus den Augen, und Vincenzo Giambrone erhöhte auf 2:0.

Wie verwandelt kamen die Gastgeber aus der Kabine, und auch die drei Einwechselspieler Ümit-Kaan Cellikol, Julian Köhrer und Lucas Kroboth gaben dem in der ersten Halbzeit noch lahmenden Offensivspiel neuen Schwung.

Zwei gute Torgelegenheiten

Nachdem die Spielvereinigung zwei gute Torgelegenheiten hatten liegen lassen, rutschte ein Gästespieler in seinen Gegenspieler, und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß. Diesen verwandelte Patrick Ostojic in der 49. Minute auf 1:2.

Fünf Minuten später wurde eben dieser Ostorjic vom Matthias Ade herrlich freigespielt, fackelte nicht lange und sein Linksschuss bedeutete den Ausgleich.

Schuss wird länger und länger

Leider verflachte die Begegnung in den Minuten danach. Nach einer Stunde wurde der Torschuss von Sven Niebieso von der Strafraumkante immer länger und länger und konnte von Freudenstadts Torhüter Lucas Finkbeiner nicht am Einschlag gehindert werden. Trainerstimmen:

Auf einen Blick

Elvedin Djekic (SpVgg Freudenstadt): „Heute wäre ein Punkt für uns drin gewesen. Nach der Pause gelingt uns innerhalb weniger Minuten der verdiente Ausgleich und wir geraten kurz danach erneut in Rückstand, weil wir einfach zu sorglos verteidigen. Das ärgert mich. Die Niederlage heute war vermeidbar.“

Patrick Androsevic (SV Croatia Reutlingen): „Wir haben nicht gut gespielt, in der Vergangenheit haben wir gute Spiele verloren, heute haben wir ein schlechtes gewonnen, aber das ist es, was am Ende zählt.“

SpVgg Freudenstadt: Dennis Kübler, Nils Armbruster (77.Hamza Djekic), Tschoua Aboubabakar, Dogukan Süzgec, Patrick Osojic, Leon Schaber, Matthias Weimer (46.Julian Köhler), Calep Kaupp, Matthias Ade, Mert Karaaslan (46.Ümit-Kaan Celikkol), Pascal Göcks (46.Lucas Kroboth).

SV Croatia Reutlingen: Kevin Batar, Ruben Njanga, Sven Niebiosa, Emin Martinovic (70.Shaka Pouhe), Vincenzo Giambrone, Ivan Krajinovic (82.Tobias Haux), Arian Royer, Altan Yildiz (90.+1.Davor Dzalto), Björn-Arne Gerdes (46.Tariq Mohamada), Soririos Vasiliou (89.Leonardo Bayer), Leon Maric.

Tore: 0:1 Altan Yildiz (24.), 0:2 Vincenzo Giambrone (42.), 1:2, 2:2 Patrick Ostojic (49., Foulelfmeter, 54.), 2:3 Sven Niebiosa (60.). NU

Schiedsrichter: Jonas Torranzo.

Zuschauer: 150.