Der SV Seedorf kann sich knapp aber verdient mit 1:0 gegen den TSV Straßberg durchsetzen. Damit baut die Mannschaft von Trainer Emanuele Ingrao ihren positiven Lauf aus, während der TSV weiterhin das Tabellenende der Landesliga 3 ziert.
SV Seedorf – TSV Straßberg 1:0 (1:0). Nach den starken Regenfällen der Tage zuvor wurde die Partie auf den Kunstrasenplatz „Lausbühl“ verlegt. Während das Team von SVS-Trainer Emanuele Ingrao hellwach in die Partie einstieg, bemängelte TSV-Coach Marc-Philipp Kleiner, dass seine Mannschaft gerade die Anfangsphase verschlafen habe. Dabei kamen die Gäste mit großen Vorsätzen nach Seedorf.
David Seiferling erwischt Sahnetag
Dennoch stufte SVS-Trainer Ingrao die Partie als das erwartet schwere Spiel ein, angesichts der Situation des TSV. Der SV Seedorf agierte geduldig, hatte viel Ballbesitz und gute Aktionen nach vorn. Vor allem David Seiferling erwischte einen Sahnetag, der praktisch machen konnte, was er wollte, von der TSV-Defensive nicht in seinem Tatendrang gebremst werden konnte. Bei der Entstehung des Führungstreffer ging konsequentes Pressing von Harry Föll und Frieder Mauch voraus. Mauch legte im Strafraum quer zu Harut Arutunjan, der mit dem 1:0 seinen ersten Treffer in einem Punktspiel für den SV Seedorf erzielte.
Zweites Tor von Arutunjan wegen Abseits aberkannt
Beim zweiten Tor von Arutunjan nach gut einer Stunde hatte der Schiedsrichter etwas dagegen, der es wegen Abseits nicht gab. Ebenso fand ein Treffer von Harry Föll im Anschluss einer Ecke keine Anerkennung. Im zweiten Durchgang verflachte die Begegnung etwas, wurde phasenweise zerfahren. So hielt die Spannung aufgrund der nur knappen Führung der Gastgeber, auch wenn der TSV Straßberg nach vorn insgesamt recht harmlos wirkte. Die Gäste versuchten es meist mit langen Bällen, die aber ihren Adressaten nicht fanden, somit wirkungslos verpufften.
Glanztat von SVS-Keeper Mauch
Und doch wäre der SV Seedorf fast noch um den Sieg gebracht worden. Die größte Gelegenheit des TSV Straßberg, doch noch einen Punkt mitzunehmen, vereitelte SVS-Keeper Moritz Karcher, der mit einer Glanzparade einen Freistoß in der letzten Minute entschärfte, so den Sieg der Gastgeber festhielt. Bei dieser Abwehraktion prallte der Keeper des SV Seedorf gegen den Torpfosten, so dass er eine Platzwunde am Kopf erlitt.
TRAINERSTIMMEN
Emanuele Ingrao (SV Seedorf): „Ich kann wieder ein großes Lob an meine Mannschaft aussprechen, wie sie dieses schwere Spiel angegangen ist. Jeder war wieder konzentriert auf dem Platz. Auch wenn wir es überwiegend im Griff hatten, in der zweiten Halbzeit war es etwas zerfahren, ich hatte den Eindruck, meine Mannschaft wollte in dieser Phase zu viel, dadurch waren manche Aktionen nicht so sauber gespielt. Es war aber auch schwer, durchzukommen, da es in der gegnerischen Hälfte eng zuging. Dafür stand unsere Viererkette wieder bombensicher.“
Marc-Philipp Kleiner (TSV Straßberg): „Klar, hatten wir uns viel vorgenommen, aber wenn man so schläfrig aus der Kabine in das Spiel geht. Da war Seedorf hellwach. Die zweite Halbzeit war dann ordentlich, sind wir höher gestanden, da war dann Leben auf dem Platz. Zwar waren die zuletzt gesperrten Spieler wieder dabei, aber wir hatten dennoch einige Ausfälle von Stammspielern. Ich sehe uns aber dennoch auf Augenhöhe mit den Gegnern, dass wir unsere Punkte holen werden.
STATISTIK
SV Seedorf: Moritz Karcher – Marco Lenz, Marvin Roth, Mario Grimmeißen, Timmy Haag, Yannick Scheck, Harry Föll (89. Elias Schmid), David Seiferling, Frieder Mauch (81. Jannis Roth), Harut Arutunjan (70. Linus Haag), Jonas Haag (73. Tim Hauger).
TSV Straßberg: Christoph Kleiner – Nico Pfaff, Marius Plankenhorn, Jonas Jehle, Nick Schulz, Felix Strobel, Leon Mathauer, Connor Hertrich (65. Brian Bischoff), Gavin Kraus (89. Michael Riester), Sascha Reinmann (90. Jan Pfannenstil), Giuseppe Cracchiolo (81. Franz Hahn).
Tor: 1:0 (18.) Harut Arutunjan.
Schiedsrichter: John Köber; Gelbe Karten: 3/1. Zuschauer: 170.