Laurin Huss glänzte als zweifacher Torschütze Foto: Kara

Wie das Ingrao-Team mit drei Toren innerhalb von sechs Minuten in Tübingen 5:0 gewann und damit dem Klassenerhalt in der Landesliga ein gehöriges Stück näher kommt.

SSC Tübingen – SV Seedorf 0:5 (0:4). Was für ein Glanzstück des SVS im „Abstiegsfinale“ beim punktgleichen Tabellennachbarn: Eine frühe Führung und ein furioses Finish kurz der Pause ebneten den Weg zum eminent wichtigen und richtungsweisenden Dreier im Rennen um den Klassenerhalt. Den hat Seedorf nun greifbar nahe.

 

Zunächst einmal hatten die Gäste bereits außerhalb des Spielfeldes schon ein Plus: Von den 150 Zuschauern waren gut 100 aus Seedorf in die Unistadt mitgefahren um ihr Team zu unterstützen.

Timmy Haag erzielt die frühe Führung

Die hatten sich noch nicht einmal richtig mit kühlen Getränken eingedeckt, als es bereits klingelte – im SSC-Kasten. Timmy Haag traf zum 1:0-Blitzstart in der 3. Minute mit einem abgefälschten Schuss nach einer Kombination über Yannik Scheck und Laurin Huss. Auf diesen Paukenschlag hin war es fortan eine spannende Partie, in der SVS-Schlussmann Marcel Bender seinen Kasten sauber hielt und die Gäste konzentriert und fokussiert agierten.

Seedorf zieht bis zur Pause auf 4:0 davon

Kurz vor der Pause dann passierte die bereits spielentscheidende Phase. In der 43. Minute spielte Keeper Marcel Bender einen punktgenauen Abschlag bis fast an das Tübinger Sechzehnereck auf Mario Grimmeißen, woraus ein Eckball entstand weil Tübingens Keeper Ramon Peter den genialen Heber mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Grimmeißen zog die Ecke, Laurin Huss köpfte an die Unterkante Latte und der Abpraller landete vom Torhüter zum 0:2 im Netz. Huss lief jetzt komplett heiß und legte direkt das 0:3 nach (45.), wieder durch Grimmeißen per Ecke vorbereitet. Und in der Nachspielzeit sorgte Elias Fehrenbacher nach einer guten Aktion aus dem Zentrum sogar mit einem platzierten Flachschuss für das 0:4 (45.+3).

Außer einem Freistoß von Markos Chatziliadis kurz vor Ende der Partie an die Querlatte gab es in den zweiten 45 Minuten kein Aufbäumen des SSC Tübingen mehr.

Grimmeißen trifft ins Lattenkreuz

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:5, weil Fehrenbacher einen von mehreren Kontern über vierfach-Vorbereiter Grimmeißen in der 84. Minute perfekt ins Lattenkreuz abschloss.

SVS-Trainer Ingrao ist erleichtert

Seedorfs Trainer Emanuele Ingrao war nach der Begegnung erleichtert: „Es war wichtig die Ruhe zu bewahren, da musste ich vorangehen. Es ist natürlich der Wahnsinn, dass wir heute die richtigen Knöpfe gedrückt haben und 5:0 gewinnen“, konnte er es selber fast kaum glauben. „Das frühe 1:0 war kein Ruhekissen. Da taten wir uns schwer. Im richtigen Moment haben wir diese drei Tore erzielt. Wir mussten es selber in der Pause erst einmal reflektieren und klarstellen, dass die Partie noch einmal 45 Minuten dauert. Insgesamt war es ein absolut verdienter Sieg, weil wir defensiv gut standen, einige Konterchancen hatten und nicht vogelwild agierten.“ SV Seedorf: Bender –Ma. Roth, Scheck, Mauch (84. Staiger), Krizmann, Fehrenbacher, Grimmeißen, Ti. Haag, Schädle, Hauger, Huss (75. Glück). Tore: 0:1 Ti. Haag (3.), 0:2, 0:3 Huss (43., 45.), 0:4, 0:5 Fehrenbacher (45.+3/84.). Schiedsrichter: Marco Komander (Maselheim-Sulmingen). Zuschauer: 150.