Der VfL Nagold gewinnt standesgemäß bei Kellerkind SSC Tübingen. Der erlösende Treffer zum 2:0 lässt aber lange auf sich warten.
Der SV Zimmern gewinnt am 28. Spieltag sein Heimspiel gegen den VfB Bösingen mit 3:0 Toren, die SG Empfingen verpatzt ihres mit 0:1 gegen den SV Nehren.
Im Kampf um den Relegationsplatz in der Landesliga Staffel 3 geben diese zwei Vereine fünf Runden vor Schluss bei einem Punkt Differenz den Ton an.
Auch der VfL Nagold war mit dem Ziel angetreten, in diesen Regionen mitzuspielen. Das hatte sich vor dem Wochenende bei einem Rückstand von zwölf beziehungsweise 13 Punkten auf das Duo erledigt.
Rückstand verkürzt
Dass der Rückstand nach dem 2:0-Sieg beim SSC Tübingen auf zehn Punkte geschrumpft ist und der VfL punktgleich aufgrund der besseren Torbilanz am VfL Pfullingen vorbei auf Platz sechs gezogen ist, ist unter dem Strich das positive Signal vom 28. Spieltag.
Marcel Schuon hatte seine Elf in der spielfreien Phase nach der 0:3-Heimniederlage gegen die TSG Balingen gleich auf drei Positionen umbauen müssen, weil vom Stammpersonal unter anderem Niklas Watzl, Chris Wolfer, Matthias Rauser, Jan Beifuß, Johannes Fleischle, Tom Gutekunst und Nico Gaiser gefehlt haben.
Bank dünn besetzt
Marius Hogg, der gegen die TSG schon früh eingewechselte Burakt Tastan und Eser Sarak sind neu in die Startelf gerückt, auf der Bank hatten mit Ben Weinmann, Philipp Gauss, Kujtim Berisha und Mahdi Bekhashanden nur noch vier Spieler aus der zweiten Reihen Platz genommen.
2:0 fällt sehr spät
Dennoch hat es nach Toren von Jonny Rothfuß (34.) und Perparim Halimi (90.+3.) gereicht, die Sorgen bei den Gastgebern zu vergrößern. Bei der mit 73 Gegentore schlechtesten Abwehr der Liga kamen am Ende noch zwei dazu, der mit 55 Treffern in den vorangegangenen 27 Spielen durchaus ansehnlich agierende SSC-Angriff ging gegen die Viererkette vor VfL-Keeper Laurent Bajraktari leer aus.
Gelb-Rot sorgt für Spannung
Und das, obwohl die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit wegen einer Gelb-Roten Karte die knappe Führung in Unterzahl über die Zeit bringen mussten.
Wenig Wechsel
Der VfL-Coach, der in der Regel den größten Teil seines Personals auf das Feld bringt, beließ es in diesem Spiel ganz gegen seine Gewohnheiten bei zwei Wechseln, indem er Philipp Gauss nach einer Stunde für den Startelf-Debütanten Eser Sarak brachte und in der Nachspielzeit Kujtim Berisha für Panagiotis Karypidis aufs Feld schickte.
Die Elf von Trainer Steven Trevallion bleibt mit ihren 28 Punkten allerdings weiter aussichtsreich auf dem Relegationsplatz, weil der direkt vor den Unistädtern liegende SV Seedorf gegen den FC 07 Albstadt nicht über ein 1:1 hinaus kamen.
SSC Tübingen – VfL Nagold 0:2 (0:1)
VfL Nagold: Laurent Bajraktari (Tor) – Frederic Fleischle, Marius Hogg, Marc Rück, Elias Bürkle, Ruben Cinar, Burak Tastan, Panagiotis Karypidis (90.+4 Kujtim Berisha), Eser Sarak (63. Philipp Gauss).
Tore: 0:1 (34.) Jonny Rothfuß 0:2 (90.+3.) Perparim Halimi.
Schiedsrichter: Moritz Herr (Stuttgart) – Julian Maxim Hoffmann, Max Meier.
Zuschauer: 120.