Platz fünf gegen Platz zwölf von der Papierform her eine klare Sache – aber genau da liegt das Problem, mit dem am vergangenen Wochenende einige Mannschaften zu kämpfen hatten.
Landesliga: SC 04 Tuttlingen – VfL Nagold (Mittwoch, 19.30 Uhr). Der SV Seedorf, die Young Boys Reutlingen oder der TSV Ehningen lassen grüßen: Sie alle hatten sich ein anderes Ergebnis als die zum Teil deutlichen Niederlagen erhofft.
Platz 2 winkt
„Wir haben im April zwei englische Wochen, für uns ist noch alles drin“, sah Armin Redzepagic nach dem 5:1-Sieg seiner Elf über den SC 03 Tübingen wieder positiv nach vorne. Bei einer ähnlichen Leistung wie gegen die Unistädter rechnet der VfL-Coach fest mit drei Punkten. Das würde am späten Mittwochabend Platz 2 bedeuten, eine Ausgangsbasis, mit der sich gut leben ließe.
Und hier kommt das erste „Aber“ ins Spiel. Das erste Zusammentreffen in der laufenden Runde endete mit einer Nullnummer. Dass die auch am Ende der 90 Minuten Bestand hatte, lag an VfL-Torhüter Joel Mogler. Tuttlingen war zwar nicht die bessere Mannschaft, aber sie hatte die deutlich besseren Torchancen. Der schnelle Buba Camara, Alexander-Claudiu Torök oder Nico Weineke hätten beim VfL Nagold „einlochen“ müssen.
Tuttlingen gut drauf
Im vergangenen Heimspiel gab es durch Marcel Misic einen Sieg in der Nachspielzeit, durch den die Mannschaft von Trainer Andreas Probst die direkten Abstiegsplätze verlassen konnte. Über 300 Zuschauer waren Zeuge beim Dreier über den SV Seedorf, viel weniger werden sich auch gegen den VfL Nagold nicht einfinden.
Armin Redzepagic erwartet in Tuttlingen ein ganz anderes Spiel als gegen den SV 03 Tübingen – und dürfte dennoch der gleichen Startelf das Vertrauen schenken. „Ja, die Aufstellung ist schwierig, einige Spieler sind ganz dicht dran, andere haben ihre Position gefestigt“, sieht sich der VfL-Coach vor der Qual der Wahl.
Die Qual der Spieler-Wahl
Vor allem in der Offensive wird es eng werden. Jan Beifuß hat sich nicht nur in die Startelf gespielt – er durfte sogar die vollen 90 Minuten ran. Christos Thomaidis ist als torgefährlicher Stürmer (sieben Treffer) praktisch gesetzt, Matthias Rauser hat viel gearbeitet, Laurenziu Biemel zeigte einmal mehr mit zwei Toren nach seiner Einwechslung seine Klasse, wenn er ins Zentrum geht.
Auf der anderen Seite will der Coach auf die Erfahrung von Jürgen Schechinger nicht verzichten, im Mittelfeld hat Perparim Halimi gegen die Unistädter groß aufgetrumpft. Wohin also mit dem spielenden Co-Trainer Serach von Northeim, der gegen Tübingen 90 Minuten auf der Bank verbringen musste weil das Mittelfeld mit Halimi, Johannes Fleischle und Elias Bürkle vor allem spielerisch gut harmoniert hatte? „Bürkle hätte sogar zwei Tore schießen können“, strich Redzepagic die Torgefährlichkeit seiner Nummer zehn heraus.
100 Kilometer Anreise
Man darf also rundum gespannt sein, was die knapp 100 Kilometer Anreise am Mittwochabend für Spieler, Fans und die Tabelle bringen werden.