Lamin Colley (in weiß) ist noch einer der wenigen Aufrechten im Wittlinger Kader. Foto: Luis Gutiérrez

Der FSV Rheinfelden empfängt in der Fußball- Landesliga am Freitag (19.30 Uhr) den FC Wittlingen, der weiter arge personelle Probleme hat.

Wenn man vom Aufsteiger die Verletztenliste betrachtet, dann ist FCW-Trainer Gerhard Sauser um seinen Job nicht zu beneiden. Die Kandertäler müssen am Freitag auf sage und schreibe 14 Spieler verzichten. Zwölf von ihnen passen aus Verletzungsgründen.

 

Wittlinger Ausfallliste ist dramatisch

Es sind dies: David Pinke (Knie), Yannik Scheurer (Knie), Etienne Leisinger (Bänderverletzung im Sprunggelenk), Catu Hucke (noch immer Knieprobleme, vielleicht im Kader), Lars Wagner (Bandscheibenvorfall), Kevin Etienne (Muskelbündelriss), Patrick Streule , Manfred Gruber (beide MRT-Termin nächste Woche), Felix Klein (Knie), Timo Kronenberger (Leiste) und Ivan Atlija (Knöchelverletzung). Nicht dabei sind auch Lorik Breca (Urlaub), Yannick Böhler (beruflich in Malaga) und Zeno Rodatz (Auslandsstudium).

Angesichts dieser personellen Misere dürfte für den Tabellen-Vorletzten die Wahrscheinlichkeit gegen Null tendieren, aus Rheinfelden etwas mitzunehmen. Keine Frage: Die Lage ist dramatisch. Nicht nur personell, sondern auch tabellarisch. Wittlingen weist mit lediglich vier Zählern bereits einen Rückstand von acht Punkten auf den vermeintlich ersten Abstiegsplatz auf. Wahrscheinlich wird der Rückstand auf die Nichtabstiegszone noch größer werden in den kommenden Wochen.

Rheinfelder werden dennoch auf der Hut sein

Dennoch steckt Coach Sauser den Kopf nicht in den Sand: „Die Mannschaft hat Charakter. Das hat die Partie am vergangenen Sonntag gegen den SV Mundingen gezeigt. Wir haben zwar mit 0:2 verloren, aber die Jungs haben dagegen gehalten. Das macht mir auch Hoffnung für das Derby in Rheinfelden.“ Aufgefüllt wird der Wittlinger Kader für das Derby aus Spielern der zweiten und dritten Mannschaft.

Allerdings wäre es wohl ein Wunder, wenn der FSV Rheinfelden dieses Heimspiel verlieren würde. Selbst ein Wittlinger Punktgewinn wäre sicherlich eine faustdicke Überraschung.

Der FSV Rheinfelden hat im Oktober nur beim Spitzenreiter SC Wyhl verloren, die Partien gegen Waltershofen, Bahlinger SC II und FSV RW Stegen wurden gewonnen. Die Formkurve zeigt also nach oben bei den Löwenstädtern. Das sieht auch Vorsitzender Patrick Da Rugna. „Einsatz, Laufbereitschaft und Einstellung stimmen. Spielerisch müssen wir uns noch steigern. Da sind wir noch nicht, wo wir hinwollen.“

Wittlingen nimmt Da Rugna nicht auf die leichte Schulter. „Die Wittlinger können sich quälen. Da müssen wir auf der Hut sein.“