Stefan Bach ist nicht mehr Trainer des TSV Straßberg. Foto: Kara

Der zurückgetretene Trainer des Landesligisten TSV Straßberg schildert seine Beweggründe. Seine Nachfolger stehen fest.

Nach der 0:3-Niederlage am Freitagabend gegen die TSF Dornhan war für dem Trainer des TSV Straßberg, Stefan Bach, Schluss: Er erklärte seinen Rücktritt.

 

Nach Hammer-Vorrunde folgt Horror-Rückrunde

Der 36-Jährige hatte die Mannschaft zur Saison 2022/23 übernommen und sie in der Landesliga Staffel IV auf Rang sechs geführt. In der Vorsaison legten die Schmeien-Kicker eine furiose Vorrunde mit 27 Punkten und Platz fünf hin. In der Rückrunde folgte aber der Absturz: In 15 Spielen gab es nur noch einen Sieg und 14 Niederlagen. Dennoch hielt Straßberg durch die Neustrukturierung der Ligen und Bezirke durch den WFV die Klasse und qualifizierte sich für die neu formierte Landesliga Staffel III.

Fünfte Niederlage stürzt Straßberg ans Tabellenende

Dort kamen Bach und sein Team, das in der Sommerpause namhafte Abgänge zu verzeichnen hatte, aber bislang nur schwer in Gang: Nach sechs Spieltagen stand nur ein Sieg zu Buche; das 0:3 war die fünfte Niederlage, die den TSV auf den letzten Tabellenplatz stürzen ließ und Trainer Bach zu seiner Entscheidung bewegte.

Bach fällt der Schritt nicht leicht

„Der Schritt ist mir nicht leicht gefallen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo Du dich persönlich hinten anstellen musst, wenn es um den Verein und seine Zukunft geht“, sagt Bach. „Ich bin dem TSV Straßberg sehr dankbar, dass sie mir in der Vorsaison in der Rückrunde so den Rücken gestärkt haben, als wir fast alle Spiele verloren haben. Deshalb möchte ich dem Verein die Möglichkeit geben, einen neuen Impuls zu setzen, denn ich denke, das ist notwendig“, erläutert der 36-Jährige. „Ich glaube an die Qualität der Mannschaft, die von uns auch so zusammen gestellt worden ist. Sie haben nun noch 24 Spiele, um das zu richten.“

Emotionale Verabschiedung von der Mannschaft

Der TSV Straßberg sei immer eine Herzensangelegenheit für ihn gewesen, sagt Bach. „Ich bin in Straßberg aufgewachsen und wohne dort auch mit meiner Familie. Es war sehr emotional, als ich mich von der Mannschaft verabschiedet habe; und es sind auch bei einigen Beteiligten ein paar Tränen geflossen. Das zeigt, dass das Vertrauen immer da war und das Menschliche gestimmt hat. Aber ich denke, dass dies der richtige und notwendige Schritt war. Ich danke dem TSV Straßberg für die schöne und intensive Zeit.“

Straßberger Verantwortliche setzen auf interne Lösung

„Wir waren überrascht, dass es so schnell ging. Aber natürlich hatte ich dieses Szenario intern mit unserem Vorstand Sport, Toni Diaz, besprochen“, sagt Straßbergs Fußballabteilungsleiter Andreas Pleichinger, der die Entscheidung Bachs nachvollziehen kann. „Ich verstehe Stefan, da der Druck von außen immer größer geworden ist.“ Der TSV setzt nun auf eine interne Lösung: Der bisherige Co-Trainer Marc Kleiner wird Chefcoach und unterstützt von Giuseppe Cracchiolo. „Wir stehen hinter den Beiden und beobachten nun die nächsten Wochen“, so Pleichinger. „Falls externe Unterstützung nötig wird zur Winterpause, wird es sicherlich jemand sein, der die Erfahrung für diese Situation mitbringt.“