Aus dem Spiel heraus kaum ein Durchkommen gab es für den SV Seedorf (in der Mitte Kapitän Timmy Haag. rechts Harry Föll, Nummer 10) gegen den Tabellenführer SV Zimmern (links Nino Schrankenmüller und Joshua Hempel. Foto: Holger Rohde

Trotz deutlicher Überlegenheit reichte es Spitzenreiter SV Zimmern nur zu einem knappen Sieg beim SV Seedorf.

SV Seedorf – SV Zimmern 2:3 (1:1). Grundlage für den fünften Auswärtssieg waren jeweils frühe Treffer zu Beginn jeder Halbzeit. Zudem fand der SVZ konzentriert und fokussiert besser in die Partie, legte sehr zielstrebig vor.

 

Bereits in der 4. Minute verhinderte SVS-Keeper Marcel Bender den Rückstand. Bei einem scharfen 20-Meter-Freistoß von Stefan Mutapcic in Richtung Winkel bekam er die Finger noch an den Ball und legte diesen zur Ecke.

Frühe Gästeführung

Kurze Zeit später war er allerdings das erste Mal geschlagen. Jannik Thieringer hatte auf der rechten Strafraumgrenze von der Grundlinie zurückgepasst und Nino Schrankenmüller schoss den Ball aus 14 Metern mit einem Flankenschlenzer unhaltbar ins lange Eck.

Gute Chancen

Es schien wie ein Wirkungstreffer, denn Bender musste sich mächtig strecken, um gegen Mutapcic das 0:2 zu verhindern (12.). Bei einer weiteren Gelegenheit von Tim Heinzelmann rettete Mario Grimmeißen gerade noch zur Ecke. Weil Zimmern den zweiten Treffer nicht nachlegte, blieb die Partie trotz mehr Ballbesitz und optischer Überlegenheit der Gäste absolut offen. Nahezu aus dem Nichts kam der SVS kurz vor der Pause auf und zurück ins Geschehen. SVZ-Schlussmann Chris Fast verhinderte gegen einen 28-Meter-Schuss mit dem Außenrist das Tor.

Krizman per Kopf zum 1:1

Kurze Zeit später kam er gerade noch dazwischen und es gab Ecke. Aus dieser fiel das 1:1, weil David Krizman ungehindert zum Kopfball hochsteigen konnte (40.).

Direkt nach dem Pausenpfiff hätte Seedorf nachlegen können, als Janik Staiger nach einer Ecke per Kopf nur die Latte traf (48.). Der SVZ fing sich schnell wieder und antwortete erneut mit einem frühen Tor. Und wie: Tim Heinzelmann traf zum 2:1 - Marke „Tor des Monats“ mit einem Volleyknaller unter die Latte (53.). Kaum wieder angespielt versiebte Jannis Roth frei am Fünfmeter und setzte den Ball anstatt zum 2:2 ins Tor über die Latte (55.).

SV Zimmern vergibt Konter

In der Folge versäumten es die Zimmerner bei ihren Kontern final abzuschließen. Die vermeintliche Entscheidung ließ bis zur 82. Minute auf sich warten. Nach einer Hereingabe über die linke Seite Samuel Spada konnte Seedorf nicht klären und im dritten Versuch traf Gabriel Pavic zum 3:1. Entschieden war immer noch nichts, weil Moral und Kampfgeist beim Gastgeber stimmten. Allerdings kam der 2:3-Anschluss durch eine herrliche Direktabnahme in den Winkel von Mario Grimmeißen zu spät (89.).

Trainerstimmen

Seedorfs Trainer Emanuele Ingrao ärgerte sich, „weil für uns eindeutig mehr drin gewesen ist. Die ersten 25 Minuten fanden wir nicht ins Spiel, standen zu tief. Doch in keiner Phase haben wir aufgegeben. Bis zur Pause waren wir besser in der Partie und unser 1:1 verdient. Leider haben wir dann wieder ein zu schnelles Gegentor bekommen. Selbst nach dem 1:3 hat keiner aufgegeben. Leider lief uns am Ende die Zeit davon, um vielleicht noch das 3:3 zu erzielen.“ Gäste-Coach Marc Genter freute sich „über den wichtigen Dreier. Wir hatten uns viel vorgenommen. Ich war allerdings nur mit den ersten 25 Minuten zufrieden. Da haben wir es versäumt das zweite Tor nachzulegen. Deshalb gab es in der Pause in der Kabine ein Donnerwetter. Mit Wirkung: In der zweiten Hälfte haben wir es wieder besser gemacht. Alles in allem finde ich, war es ein verdienter Sieg, mit dem wir jetzt zufrieden als Erster in die Winterpause gehen dürfen.“

Statistik

SV Seedorf: Bender – Ja. Roth, Grimmeißen, Ti. Haag (84. Hauger), Krizman, Staiger (63. He. Föll), Ha. Föll, Lamprecht (63. Schädle), Mauch, Scheck, Li. Haag. SV Zimmern: Fast – Hillmaier, Hempel, Benz, Ja. Thieringer (82. Zimmerer), Schrankenmüller, Da. Thieringer, Tkach (87. Demir), Helmke (77. Pavic), Mutapcic (64. Spada), Heinzelmann (77. Beck). Tore: 0:1 Schrankenmüller (7.), 1:1 Krizman (40.), 1:2 Heinzelmann (53.), 1:3 Pavic (82.), 2:3 Grimmeißen (89.). Gelbe Karten: 3/1. Gelb-Rot: SVS-Trainer Emanuele Ingrao (90.+2). Schiedsrichter: Daniel Buck (Gültstein). Zuschauer: 250.