Der SV Seedorf trifft in der Landesliga Staffel 3 am Sonntag (15 Uhr) auf den VfL Nagold und braucht weitere wichtige Punkte für den Klassenerhalt.
Wird der SV Seedorf im Abstiegskampf drei Spiele vor Saisonende zur nervenaufreibenden Wundertüte für seine Fans? Fast scheint es so.
Nach zwei enttäuschenden Auftritten gegen Kellerkinder knüpfte das Team von Trainer Emanuele Ingrao gegen Tabellenführer Balingen II beim 1:1 wieder an seine besonderen Fähigkeiten an: Keine Angst vor starken Gegnern.
Wie schon gegen den SV Nehren (1:0), und den BSV 07 Schwenningen (4:4) war Ingrao begeistert und verwundert zugleich: „Ich frage mich manchmal schon, warum nicht immer so. Wir sind in der Lage, gegen jeden Gegner zu gewinnen und sehr gut zu spielen. Leider haben wir gegen die hinteren Teams dann Probleme gehabt“, kartet er den verlorenen Punkten nicht mehr nach.
Emanuele Ingrao begeistert von seinem Team
„Es bringt letztlich nichts“, blickt er motivierend und lobend nach vorne: „Ich war baff und beeindruckt, was die Jungs gegen Balingen gezeigt haben. Sie haben bis zum Ende nie aufgegeben und belohnten sich. Da müssen wir jetzt gegen Nagold anknüpfen, wieder alles reinhauen und dann schauen wir was möglich ist.“
So wie Keeper Marcel Bender – der lieferte eine Topleistung ab und hielt sein Team bis zum Ende im Spiel. Und in der Tat ist beim SVS im Kampf um den Klassenerhalt noch alles möglich: Es fällt dem Team offenbar leichter gegen scheinbar überlegene Gegner.
Weiter unter Zugzwang
Mit 30 Punkten und einer Partie mehr als der SSC Tübingen (28), sowie der TSV Harthausen/Scher (27) steht Seedorf unter Zugzwang. Der VfL Nagold ist da ein unberechenbarer Gegner mit vielen Höhen und Tiefen in dieser Runde.
VfL Nagold kassiert zu viele Treffer
Zuletzt gab es für den VfL in fünf Partien nur eine Niederlage (0:3 gegen Balingen II), gegen Mühlheim (2:2) und Tübingen (2:0) vier Punkte. Nagolds Trainer Marcel Schuon kann mit 48 Punkten und Platz sechs aber nicht zufrieden sein. Ein Manko ist die Gegentorzahl (42), aber auch die Heimschwäche.
27 der 48 Zähler holte der VfL auswärts (Platz 3), was ein kleines Warnsignal für Seedorf sein sollte . Das Hinspiel verlor der SVS knapp mit 1:2, erzielte den Anschlusstreffer aber erst in der Nachspielzeit.