Das erste Hochrhein-Derby in der Fußball-Landesliga, Staffel 2, steigt am Samstag ab 15.30 Uhr im Weiler Nonnenholz. Dort empfängt der SV Weil den FSV Rheinfelden.
Beide Klubs hatten am vergangenen Wochenende den Re-Start versemmelt. Die Weiler gingen nach zwei Roten Karten beim FSV RW Stegen mit 1:6 unter, die Löwenstädter mussten beim SV Mundingen sogar sechs Gegentreffer schlucken.
Beide Vereine müssen auf wichtige Spieler verzichten
Dennoch dürfte das Derby am Samstag durchaus reizvoll werden. Beide Mannschaften zählen nämlich weiter zum ersten Tabellendrittel. Doch sowohl die Blauen als auch der FSV machen sich im Rennen um die beiden ersten Tabellenplätze keine großen Hoffnungen mehr. Weil hat auf Rang eins acht Punkte Rückstand, Rheinfelden gar elf Zähler. „Wir verschwenden keinen Gedanken an Platz eins oder zwei. Dieser Zug ist abgefahren“, betonte Weils Sportlicher Leiter Perseus Knab im Gespräch mit unserer Zeitung, auch Rheinfeldens Vorsitzender Patrick Da Rugna lehnt sich in Sachen Aufstieg nicht mehr aus dem Fenster: „Wir haben zwar bis zur Winterpause recht gut gespielt, aber die Konstanz, auf hohem Niveau zu spielen, wie es die 0:6-Niederlage am vergangenen Sonntag gezeigt hat, geht uns ab.“
Sowohl der SV Weil als auch der FSV Rheinfelden können das Derby nicht komplett bestreiten. Während Gastgeber-Coach Andreas Schepperle mit Liam Mertinatsch und Justin Samardzic auf die beiden Rotsünder aus der Partie in Stegen verzichten muss, fehlen seinem FSV-Pendant Anton Weis Rot-Sünder und Abwehr-Chef Ylber Lokaj, der in der Winterpause nach dem Abgang von Dimitri Suworow als neuer Co.-Trainer in die Bresche gesprungen ist, sowie Defensivmann Simon Pakalski. „Defensiv sind wir dünn besetzt“, betonte FSV-Vorsitzender Da Rugna. Auf Weiler Seite macht sich vor allem das Fehlen des besten Torschützen Justin Samardzic negativ bemerkbar.
Die Vorbereitung in der Winterpause ist also an beiden Klubs nicht spurlos vorbeigegangen. Sie mussten mit Verletzten, Kranken und Urlaubern wie so oft in der Vergangenheit mehr schlecht als recht zurechtkommen.
Im Hinspiel am 6. September lieferte der SV Weil bei seinem 3:1-Auswärtserfolg eines seiner besten Spiele in der Vorrunde ab. Diese Scharte will der FSV nun auswetzen, obwohl er nach Aussage von Klub-Chef Da Rugna lediglich Außenseiter ist.
Perseus Knab hört im Sommer als Sportchef auf
Die Parallelen zwischen Perseus Knab und Patrick Da Rugna sind dünn gesät. Eine gibt es aber doch: Beide tragen sich mit dem Gedanken, im Sommer von ihrem Amt zurückzutreten. Während es beim Rheinfelder noch nicht spruchreif ist, wird sich Knab definitiv aus vorderster Front beim SV Weil verabschieden: „20 Jahre sind genug. Mit dem Verein werde ich aber immer verbunden bleiben.“ Da Rugna will sich wohl eine Pause gönnen.