Armin Redzepagic wird in der neuen Saison nicht mehr Nagolder Trainer sein. Foto: EIBNER/Tobias Baur

Nach sieben Jahren sei es Zeit für einen Tapetenwechsel: Der VfL Nagold und sein Trainer Armin Redzepagic trennen sich zum Saisonende.

Die Nachricht schlägt ein wie eine Bombe: Sechs Wochen vor dem Ende der Winterpause in der Fußball-Landesliga geben der VfL Nagold und sein Trainer Armin Redzepagic bekannt, die Zusammenarbeit zur neuen Saison zu beenden – nach sieben Jahren.

 

„Ein perfekter Trainer“

In sehr offen und ehrlichen Gesprächen seien sich die VfL-Verantwortlichen um Raphael Schaschko und Marco Quiskamp auf der einen und Armin Redzepagic auf der anderen Seite einig gewesen, dass „ein Tapetenwechsel für beide Seiten eine neue Chance bietet“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Darin schreiben Schaschko und Quiskamp: „Sieben Jahre ist eine lange Amtszeit. Armin war in jeder Hinsicht ein perfekter Trainer für den VfL. Er ist nicht nur ein Klasse-Trainer mit einer starken Persönlichkeit, sondern wurde über die Zeit auch ein guter Freund. Wir möchten uns jetzt schon bei Armin für seine engagierte, ehrliche und erfolgreiche Arbeit bedanken und wünschen ihm für die Zukunft, sportlich und privat, nur das Beste.“

Zweimal Meister

Redzepagic übernahm das Traineramt zu Beginn der Saison 2017/18 und führte die Mannschaft gleich in seinem ersten Jahr zur Meisterschaft in der Landesliga und damit in die Verbandsliga. Die Landesliga-Meisterschaft 2022 sowie Erfolge im WFV-Pokal – allen voran der 3:1-Sieg gegen den SSV Reutlingen im August 2019 – kamen hinzu.

In der Pressemitteilung heißt es dazu: „Der VfL Nagold misst aber nicht nur in Aufstiegen seinen Erfolg, sondern vor allem auch in der Tatsache, dass es ihm gelungen ist, junge, talentierte A-Junioren-Spieler in den Kader zu integrieren und zu festen Größen zu entwickeln.“ Die enge Bindung zwischen Trainer, Spielern und Funktionären sowie die professionelle Herangehensweise von Redzepagic seien entscheidende Faktoren für den sportlichen Erfolg des Vereins gewesen. „Auch neben dem Platz war er für alle Themen ein wichtiger Ansprechpartner“, heißt es weiter.

Freundschaften entstanden

In einer Abschiedserklärung dankt Redzepagic für die gemeinsamen Jahre und betonte die Entwicklung des Teams. Der Stammheimer schreibt: „Ob es die richtige Entscheidung war, weiß man meistens erst im Nachhinein, denn in Nagold hat man die perfekten Bedingungen. Die Mannschaft besitzt sehr viel Potenzial. Die Fans haben ein tolles Gefühl und stehen immer hinter dem Team. Die Vorstandschaft leistet tolle Arbeit und hat mir immer den Rücken gestärkt. Mein besonderer Dank gilt Udo Jungebloed und Uli Hamann, die mir einst das Vertrauen geschenkt haben. Zwischenzeitlich übernahmen meine beiden ehemaligen Spieler Marco Quiskamp und Raphael Schaschko das Kommando, die in einer schweren Phase klare Strukturen und ein perfektes Umfeld geschaffen haben. Diese Kombination hat es mir ermöglicht, sieben Jahre als Trainer in Nagold arbeiten zu können. Es sind wahre Freundschaften entstanden.“

Abschied fällt schwer

Mit Blick auf die noch verbleibende Zeit schreibt Redzepagic: „Jetzt haben wir bis zum Saisonende noch einen Auftrag und wollen das Maximum erreichen. Danach werde ich mich bei jedem einzelnen für die tolle Reise bedanken und ich weiß jetzt schon, dass es mir sehr schwer fallen wird, adieu zu sagen.“

Der VfL Nagold werde sich nun auf Trainersuche begeben und hoffe, zeitnah einen Nachfolger vorstellen zu können. Die Winterpause endet für ihn am 3. März mit dem Heimspiel gegen Croatia Reutlingen. Der VfL ist aktuell Tabellensechster mit elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SG Empfingen.