Drei Niederlagen in Folge musste Albstadt zuletzt einstecken. Schaffen die Blau-Weißen am Samstag um 15.30 Uhr im Gastspiel beim VfL Nagold die Rückkehr in die Erfolgsspur?
Aber auch der gastgebende Vizemeister und Aufstiegsaspirant aus Nagold schwächelte zuletzt, wartete nach zwei Unentschieden und einer Niederlage, ebenfalls seit drei Spieltagen auf einen eigenen „Dreier“. Den holte der VfL jedoch im Nachholspiel am Mittwochabend mit dem 3:2-Auswärtssieg beim BSV Schwenningen.
„Müssen uns endlich für den Aufwand belohnen“
„Wir müssen endlich anfangen, uns für den Aufwand zu belohnen“, gibt Albstadts Übungsleiter Samed Akbaba vor der Partie als Parole an sein Team aus. Und die Chancen stehen so schlecht nicht. Denn durchaus überraschend ist die bisherige „nur“ unterdurchschnittliche Heimbilanz des aktuellen Tabellensechsten im bisherigen Vorrunden-Verlauf: Allerdings hatte die Schuon-Elf drei „knackige“ Heimaufgaben in drei von vier Partien zu bestreiten. Dabei gab es eine knappe 0:1-Heimpleite gegen Meisterschafts-Mitfavorit SG Empfingen, zwei 0:0-Remis gegen die „Geheimfavoriten“ VfB Bösingen und Spitzenreiter SV Nehren. Aber wenigstens einmal punktete der VfL bis dato zu Hause dreifach: Ligaschlusslicht Spvgg Freudenstadt wurde am dritten Spieltag mit 2:0 in die Schranken verwiesen.
Nagold liegt bislang noch hinter den Erwartungen zurück
Nach acht Spielen liegt der Vorjahres-Vizemeister, der in der Relegation den Aufstieg verpasste, bislang hinter den Erwartungen zurück mit vier Siegen, zwei Unentschieden, sowie zwei Niederlagen, von denen vor allem die in der Vorwoche beim 1:3 beim TSV Harthausen/Scher besonders schmerzhaft sein dürfte.
Die richtige Reaktion zeigte Nagold aber unter der Woche mit dem 3:2-Erfolg in Schwenningen, mit dem das Schuon-Team der Konkurrenz zu verstehen gab, dass sich der VfL in Sachen Titelkampf noch nicht abgemeldet hat.
Nach drei Niederlagen im Abstiegskampf angekommen
Weit entfernt sind die Gäste vom Titelkampf. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie ist Albstadt auf den 13. Tabellenplatz abgerutscht und damit im Abstiegskampf angekommen.
Symbolisch für die derzeitige Misere der Nullsiebener war die 1:5-Derbyniederlage am vergangenen Wochenende gegen die TSG Balingen II. Der FC hätte nach 15 Minuten eigentlich 2:0 führen müssen, nutzte aber die Chancen nicht. Anerkennung gab es vom gegnerischen TSG-Trainer Philipp Wolf: „ Albstadt war sehr gut eingestellt, sie müssen eigentlich in Führung gehen. Wir gehen dann mit 1:0 in die Halbzeitpause. Nach dem 2:0 für uns im zweiten Spielabschnitt hätte Albstadt eigentlich das 1:2 machen müssen; dann wissen wir nicht was passiert wäre. Glücklicherweise für uns, dann machen wir noch das dritte und vierte Tor. Am Ende hört sich das 5:1 für uns deutlich an, verdient war der Sieg aus meiner Sicht schon, aber unterm Strich zu hoch.“
Die Chancenverwertung ist das Problem
„Wenn du in der fünften Spielminute die hundertprozentige Chance hast, musst du diese halt mal reinhauen“, weiß Albstadts Spielertrainer Samed Akbaba, wo derzeit bei seiner Mannschaft der Schuh drückt – nämlich bei der Chancenverwertung. „Dieses Problem haben wir seit fünf Wochen, wir nutzen insgesamt zu viele Torchancen nicht.“ Deshalb gilt für das Spiel in in Nagold die Devise: „Wir müssen endlich anfangen, uns für eigenen Aufwand zu belohnen, die zahlreichen Torchancen die wir uns erarbeiten konsequenter nutzen. Gleichzeitig gilt es die individuellen Fehler bei Gegentoren abzustellen - dann werden wir auch wieder anfangen zu punkten“, weiß Akbaba, der beim VfL auf das gleiche Personal wir zuletzt gegen Balingen bauen kann, das Viktor Farkas aus beruflichen Gründen fehlt.