Niklas Wulle (rechts) und der VfB Bösingen erwischten gegen den FC 07 Albstadt – hier Samed Güngör – einen schwachen Tag. Foto:  

onathan Sigel vom VfR Sulz und Samuel Schwämmle von der SG Vöhringen schließen sich ab Sommer dem Landesligisten Bösingen an. Die vierte Heimniederlage sorgt für Ärger.

Die gute Nachricht zu Wochenbeginn beim VfB Bösingen zu erst: Nach den Winter-Neuzugängen Kevin Hezel und Dominik Stoll kommen am 1. Juli zwei weitere Zugänge hinzu - einer mit einer bemerkenswerten sportlichen Vita jenseits des Fußballplatzes auf der Skisprung-Schanze.

 

Siegel war Schanzen-As

Jonathan Siegel wechselt vom Bezirksliga-Zweiten VfR Sulz an den Bruckäcker. Siegel, der am Sonntag beim 5:1-Sieg in Eutingen traf und bisher bereits neun Saisontore beim Aufstiegskandidaten auf seinem Konto hat, stammt aus Dürrmettstetten. Er ist als Skispringer für den SV Baiersbronn in der Vergangenheit bis 2019 international sehr erfolgreich gewesen. Der 27-Jährige nahm 2016 mit Team Deutschland bei der Jugend-Olympiade im norwegischen Lillehammer (Silber im Einzel, Gold im Mixed-Team) und der WM in Rumänien teil und holte dort Mannschafts-Gold. Siegel kennt alle großen Schanzen Europas und die legendäre Vierschanzen-Tournee. Sein Bruder David Siegel war bis 2023 Weltcup-Springer.

Schwämmle kommt aus Vöhringen

Der 23-jährige Samuel Schwämmle spielt aktuell mit der Nummer 6 beim Tabellendritten der Kreisliga A, der SG Vöhringen. „Er kann im defensiven Mittelfeld bis nach hinten alles spielen. Wir freuen uns, dass beide zu uns kommen wollen und sind somit sehr gut aufgestellt für die neue Runde“, so die VfB-Verantwortlichen.

Ärgerlich, unnötig, vermeidbar – in diese Kategorie fällt dagegen der sportliche VfB-Blick auf die klare 0:3-Niederlage gegen den FC 07 Albstadt vom Sonntag aus. So klar war es allerdings nur auf dem Papier.

Unnötige Gegentore durch eigene Fehler

„Wenn man in der 90. und 93. Minute noch zwei Tore durch eigene Fehler kassiert, ist eben kein Punktgewinn drin“, hatte Trainer Peter Leopold bis zu letzt auf ein Remis gehoft. Wie vor einer Woche in Harthausen, als der VfB einen 1:3-Rückstand noch zum 3:3 ausgleichen konnte. Leopold erkannte dabei einige Parallelen zur Begegnung auf der Scher. „Wieder drei Gegentore durch vermeidbare Fehler, wieder früh im Rückstand und erneut hatten wir mit dem Platz Probleme“, moniert Leopold. Das Geläuf in Bösingen war ebenso uneben wie der Rasen in Harthausen, was dem spielerischen Ansatz des VfB nicht in die Karten spielt.