Der TSV Frommern empfängt am Samstag um 15.30 Uhr den FC 07 Albstadt zum Zollern-Duell. Welches der beiden Teams beendet seine Sieglos-Serie?
Für Gastgeber Frommern ist es der zweite Vergleich mit einem Lokalrivalen aus dem Altbezirk Zollern; der erste gegen den TSV Harthausen ging mit 0:1 verloren. Für die Nullsiebener ist es bereits das dritte Derby. Gegen Harthausen war der FC mit 1:0 erfolgreich, verlor dann aber das zweite Match gegen den TSV Straßberg mit 1:2. Was die beiden Mannschaften aber eint, ist die Tatsache, dass sie trotz ordentlicher Leistungen seit drei Spielen keinen Sieg mehr geholt haben. Dies soll sich nun am Samstag aber ändern.
„Nach acht Spieltagen haben wir bereits gegen die Top-Fünf gespielt“
„Die vergangenen Partien gegen Zimmern, Backnang und Empfingen waren von der Einstellung her gut. Gegen Tuttlingen, das ein Gegner war aus unseren Regionen, den man schlagen muss, war ich mit der Einstellung nicht zufrieden. Trotzdem, beim Blick auf die Tabelle zeigt sich, dass wir jetzt nach acht Spieltagen bereits gegen die Top-Fünf des Tableaus gespielt haben“, lässt Frommerns Trainer Jan Dehner das erste Saisonviertel Revue passieren. „Jetzt kommen in den nächsten Wochen die Gegner, die sich in unseren Gefilden befinden, und gegen die gilt es abzuliefern. Und zwar nicht mit Worten, sondern Taten. Wir hatten auch gegen die Top-Fünf-Teams immer eine Chance, mindestens zu punkten, oder sogar zu gewinnen. Es sind nur ein paar Prozent, die fehlen, und da sind wir nicht weit weg“, zeigt sich Dehner optimistisch.
„Wir wollen unser Punktekonto aufstocken“
„Fakt ist, wir haben vier Punkte und wollen unser Konto aufstocken. Und da gilt es, am Samstag gegen Albstadt anzufangen.“ Frommerns Trainer weiß über den Gegner bestens Bescheid: „Das ist eine gestandene Mannschaft mit viel Landesligaerfahrung, die schon einige Jahre zusammenspielt. Das haben sie uns voraus. Aber wir wollen alles in die Waagschale werfen; und wir haben eine gute Chance zu gewinnen, wenn wir auf 100 Prozent kommen. Wir wollen mutig und aktiv mit dem Ball sein, denn wir haben unsere Stärken im Ballbesitz. In der Defensive sind wir gegen die Top-Gegner stabiler geworden. Nun gilt es eine gesunde Mischung zu finden und alles reinzuhauen“, sagt Frommerns Coach, der am Samstag auf Enrico Varutti verzichten muss.
„Derzeit fehlt ins das Spielglück“
Sein Albstädter Pendant, Spielertrainer Samed Akbaba, nimmt die 1:3-Niederlage der Vorwoche als Beispiel für die derzeitige Situation. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben hinten nichts zu gelassen. Aber vorne fehlt uns das Glück. Wir hatten in der ersten Halbzeit einen Lattenschuss, und ein weiterer Schuss ist von unserem eigenen Mann auf der Linie geblockt worden. Nach dem Seitenwechsel kassieren wir ein Eigentor – das war bereits das dritte im dritten Spiel – und verlieren am Ende die Partie. Uns fehlt derzeit einfach das Spielglück.“ Das soll sich in Frommern ändern. „Unser Ziel ist es, drei Punkte mitzunehmen. Beide Mannschaften haben Druck, Frommern mit nur vier Punkten vielleicht noch ein bisschen mehr. Aber Derbys haben ihre eigenen Gesetze“, weiß der Albstädter Coach, der davon überzeugt ist, „dass die Mannschaft mit dem größeren Willen, mit mehr Einstellung, besserer Physis und Körpersprache am Ende die drei Punkte holen wird.“
„Ich bin gespannt, wie sie gegen uns spielen werden“
Als Stärken des Gegners sieht Akbaba die Kompaktheit des TSV in den vergangenen Spielen, die sie nur knapp verloren haben. „Und vorne haben sie mit Anes Kljajic einen gefährlichen Stürmer. Ich bin mal gespannt, wie sie gegen uns spielen werden, ob sie sich hinten rein stellen, oder vorne drauf gehen.“ Personell kann der FC-Coach bis Nicolas Gil-Rodriguez aus den Vollen schöpfen. Wir hatten zuletzt viele angeschlagene Spieler, Denis Mazrekaj, Denis Banda oder Samed Güngör. Das war auch ein Manko. Jetzt sind aber alle wieder fit“, blickt Akaba mit Zuversicht auf das Derby.