Das Wolf-Rudel ist am Samstag beim Achten BSV Schwenningen gefordert. Der FC 07 Albstadt steht beim VfB Bösingen unter Zugzwang und braucht dringend Punkte.
BSV Schwenningen – TSG Balingen II (Samstag, 15 Uhr). Die Mannschaft von Trainer Philipp Wolf agierte zum Start in die Rest-Rückrunde offensiv variabel. Nach 90 Minuten stand ein souveränes 5:1 gegen den Tabellenfünften SV Nehren zu Buche.
Zehn große Torchancen hatte TSV-Übungsleiter Wolf am Ende auf seinem Zettel. Und auch in Schwenningen auf dem Kunstrasen will die TSG II da weiter machen, wo sie gegen Nehren aufgehört hatten.
Wolf zählt Schwenningen zu den Top-Teams
„Der BSV Schwenningen ist für mich vom Kader her eine Top-3-Mannschaft der Landesliga Staffel 3. Sie haben vom Alter her einen gesunden Durchschnitt. Neben Spielern mit Oberliga-Erfahrung verfügt der BSV über junge Akteure mit guter fußballerischer Ausbildung. Im Winter haben sie sich mit einem weiteren Oberliga-Spieler verstärkt“, weiß TSG-Coach Wolf um die individuelle Stärke des Gegners.
Die Mannschaft von Ex-FC 08 Villingen Coach Jago Maric steht in der Rückrundentabelle auf Platz eins. „Der BSV hat alle drei Spiele gewonnen und die meisten Tore geschossen. Von daher erwartet uns in aktueller Form ein schweres Spiel in Schwenningen.“
„Wir kennen Balingen II, das ist eine junge, schnelle und technisch gute Mannschaft. Gegen die zu spielen, das ist eine echte Herausforderung“, blickt BSV-Coach Jago Maric voraus.
BSV-Coach Maric erwartet „intensive Begegnung“
Was erwartet Maric für eine Partie? „Es wird ein intensive Begegnung. Wir müssen da an unsere Grenzen gehen. Das Spiel wird auch Schmerzen bereiten. Da gilt es, mutig zu sein und sich zu wehren.“ Der Schwenninger Übungsleiter betont aber auch: „Wir haben einen guten Lauf, wollen den Schwung mitnehmen. Wir stehen in diesem Spiel aber überhaupt nicht unter Druck.“ Freilich werde es so oder so einen großen Lerneffekt geben. „Der ein oder andere Spieler kann gegen einen solchen Gegner sicherlich sehen, wie weit er tatsächlich schon ist.“
Mauro Chiurazzi muss passen
Personell fehlt beim BSV am Samstag Mauro Chiurazzi aus privaten Gründen. Wer für den Routinier auf der Sechserposition auflaufen wird, lässt Maric noch offen. Marek Osada kann verletzungsbedingt nicht mitwirken
VfB Bösingen – FC 07 Albstadt (Sonntag, 15 Uhr). Nach der 0:2-Niederlage im Nachholspiel am Mittwochabend gegen den SC 04 Tuttlingen, in dem Marcel Misic in der Schlussphase beide SC-Tore erzielte (70., 78.), steckt der FC 07 Albstadt (15 Punkte/Platz 15) weiter im Tabellenkeller fest.
„Wir hatten über 90 Minuten mehr vom Spiel, haben uns aber wieder selbst geschlagen, weil wir unsere vielen klaren Torchancen nicht genutzt haben. Großer Aufwand, kein Ertrag“, zog FC07-Pressewart Dieter Frank sein bitteres Fazit.
Albstadt steckt Kopf nicht in den Sand
Die Mannschaft von Spielertrainer Samed Akbaba steckt den Kopf jedoch nicht in den Sand: Am Sonntag reisen die Albstädter zum Tabellensechsten VfB Bösingen (32 Punkte) und wollen nach sechs sieglosen Ligaspielen endlich wieder einen Dreier einfahren. Gegen Bösingen gab es im Hinspiel für die Blau-Weißen eine knappe 1:2-Niederlage.
Bösingen ist gewarnt
Trotz der unterschiedlichen Tabellensituation ist der VfB Bösingen gewarnt. „Wir fokussieren uns absolut auf uns, damit wir die PS auf den Platz bringen. Natürlich müssen wir aufpassen, Albstadt steht mit dem Rücken zur Wand. Sie haben trotz des Negativlaufs Qualität im Kader, zweimal in der Runde haben wir gegen sie knapp gewonnen“, weiß VfB-Trainer Peter Leopold. Der schlechte Start des FCA um Trainer Abdessamed Akbaba nach der Winterpause ist ihm nicht entgangen, vor allem die englische Woche mit dem 3:6 gegen den BSV und das 0:2 am Mittwoch Abend gegen den SC 04 Tuttlingen.
Manko des VfB aktuell ist indes etwas die Kompaktheit in der Defensive: In den letzten fünf Begegnungen kassierte die Leopold-Elf dreimal zwei und zweimal drei Gegentore. Zu viel, wenn manden sechsten Platz bis zum Rundenende vor den hungrigen Verfolgern Pfullingen und Schwenningen verteidigen möchte. Weiter nach oben zu klettern unter die Top5 zu den Kandidaten auf die Meisterschaft und Relegation (alle nur bis zu sechs Zähler getrennt) wird fast unmöglich.
Gegentore sind beim VfB ein Thema
„Intern haben wir einige Ziele, wir wollen das Gegentor-Thema angehen. dieses Schema mit dem roten Faden zieht sich quer durch die bisherige Runde. Diese Gründe wollen wir abstellen. Dies tut uns brutal weh“, braucht es mehr Kompaktheit und Konzentration. „Wenn wir die Fehlerquote minimieren, können wir uns zur Hinrude überall verbessern, auch mehr Tore zu erzielen, erhöhen wir unseren Punkteschnitt“, so Leopold.
Personell fallen Andy Zimmermann (privat), Steffen Kramer (Fersenprellung, beruflich war er diese Woche allerdings in Ungarn), Lucien Teclaw (Mittelfußprellung), Fabian Schmid (Wade, zudem Baby-Pause), Benedikt Jochem (Meniskusriss, ist im Aufbau) aus.