Das Tief des FC Kandern hält an. Die Großklaus-Elf kassierte beim TuS Binzen II die vierte Pleite in Serie. Ganz wichtige drei Punkte fuhren derweil die Schopfheimer im Grütt ein.
Es wäre sicherlich mehr möglich gewesen für den FV Lörrach-Brombach II im Verfolgerduell mit dem SV Schopfheim am Samstagabend im Grütt.
Beim Stand von 0:1 verschoss Tobias Kulla nach 68 Minuten einen Foulelfmeter. Wenige Minuten später schnürte Schopfheims Lukas Ratz seinen Doppelpack zum 2:0. „Es war ein richtig komisches Spiel“, sagt FVLB-Coach Vedat Erdogan. „Wir haben viele Fehlpässe gemacht und auch viele falsche Entscheidungen getroffen. Trotzdem hatten wir Chancen zum 1:1 und 2:2.“
Yunus Cira brachte die Gastgeber kurz vor Schluss (85.) noch einmal heran - 1:2. Zu mehr sollte es für die Grütt-Kicker allerdings nicht mehr reichen. Die weiteren Treffer fielen auf der Gegenseite. Faruk Cam und Hadi Nissr markierten den 4:1-Endstand in diesem so wichtigen Spiel. „Zum Ende haben wir aufgemacht. Deshalb geht das Ergebnis letztlich auch in Ordnung“, quittiert Erdogan.
Vier Torhüter beim FVLB verletzt
Kurios: Sein Trainer-Kollege Jan-Niklas Levante musste dieses Mal 90 Minuten im Tor aushelfen. „Er ist kein gelernter Torwart, war bei den Gegentoren aber machtlos. Wir haben normalerweise fünf Torhüter, vier davon sind jedoch gerade verletzt“, informiert Erdogan, der mit seiner Mannschaft jetzt schon elf Punkte hinter Spitzenreiter TuS Kleines Wiesental liegt. Der Aufsteiger musste an diesem Wochenende selbst gar nicht eingreifen. Die Partie gegen den FC Bad Bellingen II wurde abgesetzt und mit 3:0 für die Kleinwiesentäler gewertet.
Dramatisch ging es am Sonntag im Derby zwischen dem FSV Rheinfelden II und dem SV Eichsel zu. Erst in den Schlussminuten entschied das Team von Cheftrainer Tolga Polat die Partie zu seinen Gunsten. 3:2 lautete das Ergebnis. Alle fünf Tore fielen in der zweiten Hälfte. Den Anfang machte Muhammad Al Shaer nach einer Stunde. Die Eichsler, bei denen auch Alexander Gött zum Einsatz kam, erzielten durch Carlos Sanchez eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit den zwischenzeitlichen Ausgleich.
Auf FSV-Seite sah kurz vor Schluss Torhüter Betim Berisha die Rote Karte. Trotz Unterzahl zogen die Löwenstädter die Begegnung noch auf ihre Seite. Shkelzen Shabani und erneut Al Shaer trafen ganz spät (89./90.+4). Immerhin das letzte Wort hatten aber die Dinkelberger. Jonas Rach machte in der fünften Minute der Nachspielzeit das 2:3. Für die Rheinfelder Landesliga-Reserve war das der zehnte Erfolg. Sie steht nun bei 32 Zählern und bleibt erster Verfolger des TuS Kleines Wiesental.
Eichsel rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz ab, da die SG Malsburg/Marzell-Wollbach im Heimspiel gegen den TuS Efringen-Kirchen für eine Überraschung sorgte. Der Aufsteiger fertigte die Rebländer mit 4:0 ab. Damit beträgt der Rückstand auf den vermeintlichen Abstiegs-Relegationsplatz nur noch drei Zähler. Einen Doppelpack markierte Philipp Brombacher, auch Simon Stiefvater sowie Luke Holwerda durften sich in die Torschützenliste eintragen lassen. Die Efringer müssen dagegen weiter nach vorne abreißen lassen.
Drei Binzener Tore in acht Minuten
4:0 hieß es schlussendlich auch in der Partie zwischen dem TuS Binzen II und Krisen-Team FC Kandern. Binnen acht Minuten trafen die Binzener Mitte der zweiten Halbzeit in Person von Gabriel Dittmar, Patrick Schindler und Marius Mertsch gleich dreimal. Schindler erhöhte in der 81. Minute noch auf 4:0. Da stand Kanderns Spielertrainer Tim Großklaus schon längst nicht mehr auf dem Platz. Der Ex-Profi musste gesundheitlich angeschlagen nach 35 Minuten das Feld verlassen.
„Ich habe gehofft, dass es geht. Im Spiel habe ich dann aber gemerkt, dass es nicht geht und ich der Mannschaft so nicht helfen kann. Daher bin ich raus. Beim Einlaufen hat es noch gut geklappt“, erklärt Großklaus, der alles in allem keine ansehnliche Partie gesehen hat: „Wir waren zu Beginn der zweiten Halbzeit am Drücker, verpassen es da aber, das Tor zu machen. Nach einem blöden Ballverlust kassieren wir dann prompt das 0:1. Kurz darauf schlafen wir und da war das Spiel auch schon gelaufen.“
Man darf gespannt sein, wie der FCK aus dieser schweren Phase wieder herauskommen wird.