Die letzten beiden Spiele hat der Türkische SV Calw schon nicht mehr gespielt. Jetzt ist es aus. Das sind die Hintergründe.
Es ist keine große Überraschung mehr: Der Türkische SV Calw, der als einziges Team in der Kreisliga B Staffel 2 eine Flex-Mannschaft angemeldet hatte und um den es im Vorfeld der Saison einigen Wirbel gegeben hatte, hatte am 24. März die Partie gegen den Kroatischen FV N.K. Zrinski Calw ausfallen lassen müssen, weil dem Verein die Spieler selbst für das Flex-Format abhanden gekommen waren.
Sulz am Eck steht allein auf dem Platz
Diese Situation besserte sich auch zwei Wochen später – der Woche nach Ostern – nicht. So standen auch die Spieler des SV Sulz am Eck vergangene Woche allein auf dem Platz und erhielten die Punkte für die geplante Partie gegen den Türk. FV am grünen Tisch.
Hohe Niederlagen schmerzen
Vorangegangen waren Spiele, die der Motivation der Spieler nicht gerade entgegengekommen waren: 0:16 hieß es gegen den SV Sulz am Eck im Nachholspiel am 13. März, 0:5 gegen den VfR Hirsau/Ernstmühl und 1:11 gegen die Spvgg Bad Teinach-Zavelstein.
Der Verein zieht die Reißleine
Nun musste der Verein die Reißleine ziehen. „Wir möchten uns aufrichtig bei Euch entschuldigen“, schreibt Kapitän Osman Kalayci im Namen des Vereins auf Instagram, „die Entscheidung, unsere Mannschaft vom Spielbetrieb abzumelden, war keine leichte, aber sie wurde aus der Notwendigkeit heraus getroffen.“
Die Saison hatte, bedingt wohl durch urlaubende Aktive, schwer begonnen. Schon zu Saisonbeginn kassierte der Türk. SV ein 0:5 gegen Zrinski, ein 1:15 in Sulz am Eck, auch ein abgesagtes Spiel wegen Spielermangels war dabei.
Doch spätestens nach dem 2:0-Sieg gegen die SGM Teinachtal II am 8. Oktober war der Club voll da und konkurrenzfähig. Ehe jetzt die nicht mehr lösbare Situation aufkam mit zu wenigen Spielern, die an Training und Spielbetrieb mitwirken wollten oder konnten.
Zukunft steht in den Sternen
Für die Zukunft des Vereins sieht es derzeit nicht rosig aus. „In der nächsten Saison wissen wir derzeit nicht, wie es weitergehen wird“, schreibt Kalayci, „wir hoffen jedoch, dass sich die Situation verbessert und wir bald wieder auf dem Spielfeld stehen können.“ Derzeit ist alles ungewiss.