Der TuS Kleines Wiesental (hier mit Lukas Kasimir, rechts) und der FC Steinen Höllstein (mit Aron Elicker) spielen 0:0. Foto: Hannes Brenneisen

Der TuS Kleines Wiesental hadert nach dem Remis mit dem Unparteiischen. Efringen-Kirchen gewinnt ein rasantes Derby im Hölzele. Tim Siegin trifft schon wieder doppelt.

Keine Tore, dafür aber reichlich Diskussionsstoff gab es im Wiesental-Duell zwischen dem FC Steinen-Höllstein und dem TuS Kleines Wiesental.

 

Gleich viermal zückte Referee Marcello Disca im Wiesentalstadion die Ampelkarte. „In manchen Situationen hat mir ein wenig Fingerspitzengefühl gefehlt“, bedauerte TuS-Coach Benjamin Bechtel die Platzverweise. So sahen Steinens Aron Elicker (27.) und TuS-Torjäger Michael Kuttler (44.) in vergleichsweise harmlosen Situationen die Gelb-Rote Karte, während ein rüdes Foul an Marcel Jenniges, spielender Co-Trainer der Gäste, ungeahndet blieb.

Kurz vor Anbruch der Schlussviertelstunde verpassten die Bechtel-Schützlinge dann mit einer Dreifachchance den Führungstreffer.

Schlussszene sorgt für große Verwunderung

So blieb es beim 0:0 und eine weitere Schiedsrichterentscheidung besorgte den Schlussakkord. Nach einem Zusammenprall zwischen Tim Kröhnke und FCS-Keeper Norman Berger entwickelten sich Handgreiflichkeiten, woraufhin Berger den vierten Platzverweis des Nachmittags – TuS-Stürmer Florian Maier hatte bereits in Minute 79. Gelb-Rot gesehen – hinnehmen musste (90.).

Disca entschied zuerst auf Strafstoß für die Kleinwiesentäler, revidierte seine Entscheidung dann aber – zu großem TuS-Unverständnis – und setzte das Spiel mit Schiedsrichterball fort. „Das ist bitter. Auch wenn der TuS in Steinen eigentlich nie gut ausgesehen hat, wäre ein Erfolg heute definitiv möglich gewesen“, so Bechtel abschließend.

TuS Efringen-Kirchen schlägt spät zu

Eine packende Schlusssequenz gab es ebenfalls im Derby zwischen dem TuS Efringen-Kirchen und dem TuS Binzen II. Nachdem die Gäste gleich drei Rückstände egalisierten, hatte Robin-Alexander Pude in der 90. Spielminute per Flachschuss das letzte Wort und stellte auf 4:3. „Wir sind nach der späten Niederlage natürlich enttäuscht. Ein Punkt wäre sicherlich verdient gewesen“, haderte Binzens Übungsleiter Daniel Schulz nach dem Lucky Punch der Hausherren.

Für den FC Kandern spitzt sich die Situation derweil weiter zu. Nach der 1:4-Niederlage bei der Landesliga-Reserve des FC Bad Bellingen stehen die Töpferstädter auf Abstiegsrang 13. „Die Niederlage geht schlussendlich in Ordnung. Wir hatten in der Defensive zu viel Respekt als wir gesehen haben, dass Tim Siegen spielt“, erklärt FCK-Spielertrainer Tim Großklaus. Die Hausherren wussten die Fähigkeiten ihres Angreifers optimal einzusetzen, sodass Siegin per Doppelpack beim Heimsieg der Kurstädter gegen den FCK zum Matchwinner avancierte.