Viele Höhepunkte hatte der letzte Spieltag der Kreisliga A-West zu bieten. In Schopfheim begeistert ein Seitfallzieher. Stefan Hilpüsch erzielt bei seinem Comeback einen Doppelpack.
KREIS LÖRRACH. Dieses Spiel werden die Beteiligten wohl nicht mehr so schnell vergessen: 87 Minuten war die Partie zwischen dem SV Schopfheim und dem TuS Lörrach-Stetten II torlos. Dann überschlugen sich die Ereignisse.
Vorneweg: Schopfheim behielt letztlich mit 2:1 die Oberhand. „Die Schlussphase war komplett verrückt. Nach dem Spiel hatten wir alle einen Puls von 180“, berichtet SVS-Trainer Fatih Cam. Zunächst traf Malvin Siegwardt, der nach etwa 60 Minuten eingewechselt worden war, per Kopf zur Führung. „Da haben wir uns schon riesig gefreut. Als dann kurz darauf das 1:1 fiel, dachte ich, das darf nicht wahr sein“, so Cam. Elliot Kidmose war es nämlich, der prompt für den Gäste-Ausgleich sorgte (89.).
Das letzte Wort hatten an diesem Nachmittag jedoch die Schopfheimer. Ein Treffer der Marke „Tor des Jahres“. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld ließ Shadi Zein mit einem traumhaften Seitfallzieher in der Nachspielzeit den Sportplatz am Oberfeld beben. „Das Tor war der Wahnsinn. Da sind alle nur noch ausgerastet“, sagt Cam. „Wir haben nie aufgesteckt und gekämpft wie die Löwen. Die Jungs haben immer an den Sieg geglaubt. Dass es am Ende noch geklappt hat, war enorm wichtig.“
Der SVS ging personell auf der letzten Rille. Faruk Cam sowie Nicklas Schickle fielen auch noch aus. Yusuf Cam war zudem bereits angeschlagen ins Spiel gegangen. Der Leistungsträger musste schon nach einer halben Stunde wieder vom Feld. „Jetzt hat er wohl einen Muskelfaserriss. Aber dieses Risiko bin ich bewusst eingegangen. Wir haben nun lange Pause.“
In dieser Zeit wird Schopfheim wohl noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. „Zwei Neuzugänge haben wir schon fast sicher. Außerdem sind wir noch an einem richtig Guten dran“, lässt Cam wissen. Man darf gespannt sein.
Stefan Hilpüsch gibt sein Comeback
Sein Comeback in der ersten Mannschaft beim TuS Efringen-Kirchen gab am Sonntagnachmittag Stefan Hilpüsch. „Das war sehr spontan. Nach dem Spiel der ‚Zweiten‘ suchten die Coaches nach Ersatz. Ich habe gesagt, dass ich auf die Bank sitzen kann.“ Schließlich kam es so, wie es kommen musste: Hilpüsch wurde in der 77. Minute eingewechselt und markierte binnen zwei Minuten gleich einmal einen Doppelpack zum 5:1-Endstand im Duell mit dem FV Lörrach-Brombach II. „Das war relativ unspektakulär. Ich durfte zweimal vor dem Tor vollenden. Insgesamt ist es aber schon eine lustige Geschichte“, grinst der 34-jährige Routinier.
Für „Hille“ waren es, wie sollte es auch anders sein, nicht die einzigen Treffer des Tages. Mit der zweiten Mannschaft hatte er zuvor schon zwei Tore erzielt. Gegen den FC Wittlingen II hatte es jedoch eine 3:4-Niederlage gegeben. Es war die erste Saisonniederlage für die Zweitvertretung der Rebländer, die dennoch weiter die Tabelle anführt.
Werden wir Hilpüsch in der Rückrunde nun wieder häufiger in der „Ersten“ sehen? „Nein. Eventuell werde ich als Notnagel das eine oder andere Spiel noch machen. Mehr wird es definitiv nicht.“ Dass es der TuS auch ohne Hilpüsch kann, machte das Team insbesondere in der zweiten Halbzeit deutlich. „Da haben die Jungs stark gespielt. In der Defensive standen wir sicher. Die Einwechselspieler haben die Leistung dann noch vergolden können.“ Bis zum Efringer 2:1-Führungstreffer hatte der FVLB II etwas mehr vom Spiel.
Nach Ronald Partis Tor lief es bei den Gastgebern aber immer besser. Bei den Grütt-Kickern musste Trainer Vedat Erdogan zwischen die Pfosten. Sein Partner Jan-Niklas Levante stand in den letzten Minuten auch auf dem Platz. Der 34-Jährige hatte in der Vorwoche das Tor hüten müssen.
Keinen Sieger gibt es im Wiesental-Derby
Lörrach-Brombach verweilt mit 26 Punkten weiter auf Rang fünf. Die Efringer sind nun an zwei Zähler herangerückt und Sechster. Die Schützlinge von Erdogan und Levante bestreiten am kommenden Wochenende noch ein Nachholspiel beim FC Bad Bellingen II.
Keinen Sieger hat es übrigens im Wiesental-Derby zwischen dem formstarken FC Hausen und Primus TuS Kleines Wiesental gegeben. Das 1:0 von Marco Fritzsche egalisierte TuS-Angreifer Michael Kuttler noch vor dem Seitenwechsel zum 1:1-Endstand.