Der FV Bisingen muss in der Kreisliga A um den Klassenerhalt fürchten. Unter Neu-Trainer Tim Koch soll es aber nun aufwärts gehen bei den Kuhloch-Kickern.
Zur Winterpause hat der 28-jährige Tim Koch das Amt des Spielertrainers bei den traditionsreichen Kuhloch-Kickern von Pietro Fiorenza übernommen. „Es war schon mein Ziel Spielertrainer zu werden, dass es jetzt so schnell kommt, war natürlich nicht geplant“, berichtet Tim Koch.
Lange stand der FV Bisingen nach durchwachsener erster Saisonhälfte auf dem Relegationsplatz, dabei hatte man zu Saisonbeginn zum Favoritenkreis auf den Bezirksliga-Wiederaufstieg gehört.
Zur aktuellen Lage beim FVB sagt Tim Koch: „Grundsätzlich müssen wir noch nicht beunruhigt sein, denn die Art und Weise, wie wir seit dem Winter Fußball spielen, stimmt mich positiv.“ Bei der 0:1-Niederlage gegen den TSV Boll sei es ein Spiel auf Augenhöhe gewesen. Ein Eckballtor hätte dann die Partie entschieden.
Unter der Woche folgte nun der wichtige Sieg gegen die SGM Hart/Owingen. Das 2:0 - die Tore erzielten Andreas Ebel (44.) und Kim Stehle (90.+2) - war ein erster Schritt für den FV Bisingen. Ein zweiter blieb am Samstag gegen die SGM Schörzingen/Zepfenhan jedoch aus. Die Gäste siegten mit 4:0.
Fünf Abgänge in der Winterpause
„Im Vergleich zur Hinrunde spielen wir einen ganz anderen Fußball“, weiß Koch. Das sei auch gezwungenermaßen durch die Abgänge im Winter so. Fünf Spieler, darunter Birkan Madran, Gino Rizzo und Loris Leonardi hätten sich neben Pietro Fiorenza neu orientiert. „Wir mussten uns neu ausrichten und haben mit Mario Salzsieder von der U19 der TSG Balingen einen Topneuzugang fürs defensive Mittelfeld bekommen“, freut sich Tim Koch, dessen Bruder Björn mit dem Balinger Neuzugang das Sechserpaar bildet.
Brüderpaar und Brüder-Trio
Mario Salzsieder ist der Bruder von Enrique Salzsieder, der vor der Saison vom SV Rangendingen den Weg nach Bisingen fand. Und neben diesen beiden Brüderpaaren gibt es beim FV Bisingen auch noch das Brüdertrio Andreas, Daniel und Michael Ebel.
„Wir haben die Spielweise angepasst und setzen mehr auf das Passspiel. In den Wochen der Wintervorbereitung konnten wir da schon viel davon umsetzen, wie ich spielen will. Da ziehen die Jungs echt gut mit“, sagt die Bisinger Identifikationsfigur.
Mit 24 Punkten rangierte der FV Bisingen zu Wochenbeginn noch auf Rang elf. Das Tabellenbild war jedoch verzerrt, da die Kuhloch-Kicker zwei Spiele weniger ausgetragen hatte, als die Konkurrenz.
„Mit 30 Punkten wären wir voll mit dabei in Richtung Mittelfeld gewesen“, ärgerte sich Koch. So sind es aktuell 27 Punkte und immerhin Platz zehn.
In der Offensive Luft nach oben
Der neue Bisinger Trainer hat einen klaren Blick auf sein Team. Die mangelnde Kreativität beim Herausspielen von Torchancen hat er als Manko festgestellt. „In der Defensive stehen wir deutlich besser.“
Einstelliger Tabellenplatz das Idealziel
Beim FV Bisingen schielt man eher Richtung einstelliger Tabellenplatz, wenn nicht sogar in Richtung Platz sechs. „Dann hätten wir definitiv nichts mit dem Abstieg zu tun“, glaubt Koch an sein Team und den eingeschlagenen Weg.
Fakt ist, der FV Bisingen will definitiv Bestandteil der neuen Kreisliga A Staffel 2 sein, in der sich dann zur neuen Saison wieder ausschließlich Zollernteams wiederfinden.