Zwei große Trainer. Foto: Schwarzwälder Bote

Champions League: Verlorene Finals sind wie eine gute Medizin für den 51-Jährigen aus Glatten. 

Vor dem dritten Anlauf gegen Tottenham Hotspur an diesem Samstagabend hat Trainer Jürgen Klopp vom FC Liverpool die beiden verlorenen Champions-League-Endspiele seiner Karriere kurzerhand zu einem Vorteil erklärt.

"Die Erfahrung, die ich gemacht habe, ist: Ein verlorenes Finale tut weh. Aber ein verlorenes Finale ist manchmal auch wie eine Medizin. Und ich habe in meiner Kindheit mal gelernt: Eine gute Medizin muss schlecht schmecken, aber sie hilft", sagte Klopp am Dienstag in Liverpool. "Aus heutiger Sicht ist es vielleicht gar nicht schlecht, dass wir das Finale im vergangenen Jahr verloren haben. Ich bin mir nicht sicher, ob wir heute wieder im Finale stehen würden, wenn wir vor einem Jahr gewonnen hätten."

Klopp verlor mit dem FC Liverpool das Endspiel 2018 gegen Real Madrid und mit Borussia Dortmund das Endspiel gegen Bayern München 2013. Am Samstagabend in Madrid (21.00 Uhr/Sky und DAZN) ist sein Team zum ersten Mal vor einem großen Finale auch der Favorit. "Die Welt da draußen erwartet von uns, dass wir das Finale gewinnen. Von mir persönlich erwarten das viele Leute vielleicht noch ein bisschen mehr, weil ich es so oft versucht habe", sagte der 51-Jährige. "Ich will das Spiel unbedingt gewinnen, aber ich will das nicht für mich. Ich will das für meine Spiele und für diesen großartigen Club."