Das Eisenbacher Stadion „Höchstberg“ ist mit modernem LED-Flutlicht ausgestattet, das für optimale Sichtverhältnisse bei Dämmerung und Nacht sorgt – und dies 1058 Meter über dem Meeresspiegel. Foto: SV Eisenbach

Der 1. FC Heidenheim ist stolz auf das höchstgelegene Stadion des deutschen Profibereichs, Regionalligist FC 08 spielt in der „höchstgelegenen Fußballarena Deutschlands nach UEFA-Stadioninfrastruktur-Reglement Kategorie 1“. Doch noch weit oberhalb der 760 Meter des Villinger Friedengrunds wird um Punkte gespielt.

Die Voith-Arena liegt auf dem Heidenheimer Schlossberg 555 Meter über dem Meer. Da kommt selbst der berühmte Lauterer Betzenberg (286 m) bei weitem nicht mit.

 

In der Villinger MS Technologie-Arena geht es auf 760 Metern um Regionalliga-Punkte. Doch in unteren Ligen wird im Schwarzwald auf über 1000 Metern gekickt.

150 Schnitzel in Neukirch

450 Zuschauer sahen am Sonntag einen 5:2-Heimsieg der SG Eintracht Gütenbach/Neukirch gegen die Sportfreunde Schönenbach. Dieses Heimspiel fand auf 964 Meter Höhe – laut www.koordinaten-umrechner.de/hoehenmesser sind es sogar 970 – auf dem Neukircher Kunstrasen statt. „Genau weiß ich die Höhe gar nicht“, freut sich Dirk Hofmeier lieber über das Ergebnis und die große Zuschauerzahl. „Die ganze Arbeit hat sich gelohnt“, ist der Vorsitzende der Sportfreunde Neukirch stolz, dass es 25 Helfer in sechs Stunden geschafft hatten, den Kunstrasen von 16 Zentimetern Schnee zu befreien.

Dabei wollte die Eintracht auch unbedingt spielen, „weil bei uns ein großer Schnitzeltag war“. 140 Schnitzel waren so vorbestellt. „Und dann mussten wir noch nachlegen“, spricht Hofmeier von einem rundum gelungenen Wochenende.

Knapp 1000 Meter

Etwas niedriger liegt übrigens der Kunstrasen am Sommerberg in Gütenbach (924). In Hinterzarten wird auf nicht ganz 900 Metern (886) gespielt, beim FV Tennenbronn, so der Internetrechner, sind es 755 Meter. Im Jahnstadion des FC Neustadt geht es auf 820 Metern um Landesliga-Punkte. Der Sportplatz des FV/DJK St. Georgen wird mit 904 Metern angegeben.

1058 Meter

Der fußballerische Gipfel im Schwarzwald – in Sachen Höhe – ist in Eisenbach zu finden. Das Sportstadion „Höchstberg“ befindet sich 1058 Meter über dem Meeresspiegel. Kein Wunder, dass der A-Ligist auf seiner Homepage mit „Höhentraining auf höchstem Niveau“ wirbt.

In Gütenbach geht es auf gut 900 Metern um Punkte. Foto: Rohde

„Das ist schon etwas ganz Besonderes“, sieht Erik Sühling nicht nur die Höhe als einen Vorteil des A2-Ligisten an, der 13 seiner bisher 17 Punkte daheim eingetütet hat. „Zudem ist unser Platz sehr groß“, betont der Vorsitzende der Eisenbacher.

Der Sportplatz im Stadion Höchstberg misst beeindruckende 109 Meter in der Länge und 70 Meter in der Breite.

Über 1000 Meter

B2-Ligist SV Saig trägt seine Spiele auf einer Höhe von 1034 Metern aus. „Das ist schon ein besonderes Merkmal, von uns aus kann man sogar teilweise die Alpen sehen“, sieht der Vorsitzende Daniel Sigwarth aber in der Höhenlage keinen sportlichen Vorteil. „Das sind ja auch unsere Gegner gewohnt.“

Auf über 1000 Metern (1015) wird auch bei der SG Höchenschwand-Häusern-St. Blasien gekickt, wenn die Heimspiele in Höchenschwand ausgetragen werden. Auch bei der SG Schluchsee/Feldberg (1002) geht es hoch hinaus.

1200 Meter

Im Zollernalbkreis wird knapp unter 1000 Metern um Punkte gespielt. Das Sportgelände Blumersberg des B-Ligisten FV Meßstetten liegt auf 960 Metern.

Deutschlands höchster Fußballplatz ist übrigens in Österreich zu finden.

In der MS Technologie-Arena will der FC 08 Villingen 760 Meter über dem Meeresspiegel den Klassenerhalt schaffen. Foto: Marc Eich /Eich

Der SV Kleinwalsertal mischt aber im deutschen Ligenbetrieb mit – und spielt auf dem „schneesichersten Sportplatz Deutschlands“ auf 1200 Metern Höhe.

4150 Meter

Das Estadio Daniel Alcides Carrión (8000 Plätze) in der peruanischen Stadt Cerro de Pasco auf 4338 Metern ist wohl das derzeit höchstgelegene Stadion der Welt. In El Alto (Bolivien) wird auf 4150 Meter über dem Meeresspiegel (25.000 Plätze) in einem Stadion mit „FIFA QUALITY PRO“-Gütesiegel gespielt. Dort fanden sogar (umstrittene) Länderspiele statt.