Der Bezirksvorsitzende Peter Becker kann den Re-Start kaum erwarten. Für den leidenschaftlichen Schiedsrichter gibt es einiges zu tun.
Peter Becker ist Vorsitzender des Fußball-Bezirks Schwarzwald und Schiedsrichter. Vor allem an den Wochenenden steht er auf und neben den Fußball-Plätzen im Schwarzwald. Er verrät, worauf er sich besonders freut – und was ihm Sorgen bereitet.
Hallo, Peter Becker. So langsam starten Woche für Woche alle Ligen wieder in die Rückserie. Freuen Sie sich schon auf die Fußballzeit bis Juni?
Auf jeden Fall! Es geht in allen Ligen sehr eng zu. Da sind Meisterschaft, Relegation oder Abstiegsfragen total offen und spannend.
Was erwarten Sie sportlich von den einzelnen Ligen?
In der Landesliga mischen die Schwarzwälder toll vorne mit. Da haben wir eine gute Saison – mit dem Wermutstropfen des abstiegsbedrohten FC Neustadt. Ich denke, diesmal wird es den FCN erwischen, der Rückstand scheint zu groß. Für die Bezirksliga rechne ich mit dem Titelrennen zwischen dem FC Gutmadingen und dem FC Furtwangen. Da greift kein anderer Club mehr vorne ein. Spannender wird der Abstiegskampf: Ab Platz acht muss noch gezittert werden. Da rechne ich mit einem engen Rennen, in dem noch viel passieren wird. Kommen wir zu den A-Kreisligen. In der A1 erwarte ich einen Vierkampf um die ersten beiden Plätze mit Fischbach-Weiler, Obereschach, Mönchweiler/Peterzell und VHU. In der A2 ist es eine andere Ausgangslage: Da haben noch die ersten sieben Teams Chancen, zumindest Zweiter zu werden. Die Hinrunde zeigte, dass jeder jeden schlagen kann. Und nicht zu vergessen die B1 und B2, die später einsteigen – dort ist es jeweils ganz eng oben an der Tabellenspitze.
Also prima Voraussetzungen für tolle Amateurspiele im Schwarzwald?
Absolut. Ich hoffe bei den Topspielen und den Lokalderbys auf viele Fans, noch mehr als in der Vorrunde ohnehin schon kamen. In unserem Bezirk wird spannender, attraktiver und schöner Fußball gespielt. Die unteren Ligen und Vereine machen eine tolle Arbeit. Zudem kommen die Pokalendspiele dazu, bei den Herren und Frauen in Königsfeld sowie der Jugend-Pokaltag mit vier Finalspielen. Zu beiden Veranstaltungen kommen zusammen immer gut 2000 Zuschauer.
Ihre Sorgenfalten gelten natürlich weiter dem Unterbau Nachwuchs?
Ja, in der Tat. In der Vorrunde hatten wir das Thema mit nur noch 21 A-Jugend-Teams angesprochen, über den Winter weiter darüber Gedanken gemacht. Es ist nicht einfach heutzutage, den Spielbetrieb in diesen Altersklassen in Sachen Quantität und Qualität aufrechtzuerhalten. Dennoch schauen wir nach Alternativen, die für mehr Attraktivität sorgen. Wir müssen zukünftig vielleicht neue Wege gehen.
Die Gegenwart heißt nun für Sie wieder jedes Wochenende an beiden Tagen Sportplätze besuchen. So wie vor der Winterpause?
Ja natürlich. Ich bin zum einen Schiedsrichter, zum anderen stehen noch 15 Vereinsgespräche an. Bei 54 Clubs war ich seit August 2025 zu Besuch zum Austausch und Kennenlernen.
Wo geht es an diesem Wochenende hin?
Da habe ich ein volles Programm. Am Samstag pfeife ich B-Junioren in Furtwangen, danach geht es zur DJK Donaueschingen und am Sonntag dann zur SG Wolterdingen-Tannheim. Da freue ich mich wieder drauf.