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Fußball Herzogsweiler-Durrweiler geht die Kraft aus

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Foto: Heidepriem

Sie hatten gut vorlegt, mussten ihrem läuferischen Aufwand in der zweiten Halbzeit aber Tribut zollen: Die SG Herzogsweiler-Durrweiler hat das Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga gegen den SV Seedorf (Zweiter des Bezirks Schwarzwald) am Mittwoch mit 1:4 verloren.

SG Herzogsweiler-Durrweiler – SV Seedorf 1:4 (1:0). Die Vorzeichen waren bereits vor der Partie klar: Herzogsweiler-Durrweiler startete in der Außenseiter-Rolle gegen Seedorf ins erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga. Dass sie sich nicht verstecken wollten, zeigten sie jedoch von Anfang an, versuchten den Gegner früh zu stören. Doch gleich in der zweiten Minute kam es zur ersten brenzligen Situation vor Kevin Stahls Tor: Kevin Kitiratschky zog aus dem Zentrum vor dem Strafraum ab, sein Gewaltschuss knallte an die Latte.

Die Seedorfer waren in der Folge die etwas dominantere Mannschaft, Herzogsweiler-Durrweiler gelang es jedoch immer wieder, den Gegner in Bedrängnis zu bringen und nach Ballgewinnen im Mittelfeld gefährlich vor Seedorfs Tor aufzutauchen. So auch in der 29. Minute, als Sandro Finkbeiner in den Strafraum flankte und Spielertrainer Dein Smajovic seinen berüchtigten Fallrückzieher auspackte. Dieser wäre auch gut aufs Tor gekommen, wäre nicht der Rücken eines Seedorfers im Weg gewesen. Kurz darauf war es dennoch Smajovic, der vorlegte: Einen Freistoß lenkte er durch die Seedorfer Mauer zur Führung für die SG.

Gleich im Gegenzug kam Tom Ritzel zu einer Möglichkeit, legte jedoch am langen Pfosten vorbei. Bis zur Pause sollten auf beiden Seiten noch zwei Möglichkeiten stehen – es blieb jedoch beim 1:0.

Nach dem Seitenwechsel folgte, was viele wohl als vermeintlichen Nackenschlag für Seedorf wähnten: Julian Link musste nach einem Foul im Mittelfeld mit Gelb-Rot vom Platz. Ihre Überzahl versuchte Herzogsweiler-Durrweiler postwendend zu nutzen, doch beide Konterchancen blieben ungenutzt – und das sollte sich rächen. Denn anstatt sich von der Unterzahl beeindrucken zu lassen, drehten die Seedorfer auf. Spielertrainer Tobias Heizmann war aus der Innenverteidigung nach vorne gerückt. Ein Patentrezept der Seedorfer, wie sich wieder einmal herausstellen sollte: In der 67. Minute dribbelte Heizmann am Strafraum, wechselte dreimal die Richtung ehe er die Lücke fand: Flach und platziert netzte er zum Ausgleich ein.

Sein Treffer sollte allerdings erst der Auftakt sein für das, was noch folgte. Nur acht Minuten später flankte Mario Grimmeißen astrein in den Strafraum der SG, wo Kapitän Christoph Müller wartete und zur 2:1-Führung für Seedorf köpfte. Das Spiel war gedreht, der SV Seedorf aber noch lange nicht satt. Die SG Herzogsweiler-Durrweiler schaffte es nicht mehr, ihr Spiel einzubringen oder das der Seedorfer einzuschränken. Kurz nachdem Sandro Finkbeiner für Frederic Gall ausgewechselt war, schlug der SV erneut zu. Über die rechte Außenbahn setzte sich Mario Grimmeißen durch und legte für Kevin Kitiratschky vor, der per Kopf das 3:1 erzielte (77.). Den 4:1-Endstand besorgte Tobias Heizmann. Ein punktgenauer Pass aus dem Mittelfeld landete bei ihm. Heizmann nahm ihn problemlos mit, umkurvte Kevin Stahl im SG-Tor und schob flach ein.

Für Dein Smajovic war es die letzte Partie mit der SG Herzogsweiler-Durrweiler – er wird künftig in Bildechingen tätig sein. "Ich hatte so eine schöne Zeit bei der SG, natürlich hätte ich mir einen schöneren Abgang gewünscht – auch für die Jungs und den Verein, der so viel erreicht hat", betonte er am Ende. Grund, die Köpfe hängen zu lassen, haben die Herzogsweiler-Durrweiler aber ohnehin nicht: Die Bezirksliga-Vizemeisterschaft ist bereits Lohn für eine starke Saison.

TRAINERSTIMMEN

Dein Smajovic (SG Herzogsweiler-Durrweiler): "Glückwunsch an Seedorf, die Mannschaft ist heute verdient weitergekommen. Uns hat die erste Halbzeit viel Kraft gekostet. Dazu hat uns die gelb-rote Karte nicht gut getan, wir sind danach vom Gas und waren in den Zweikämpfen zu weit weg, haben unsere Konterchancen nicht genutzt. Seedorf war die reifere Mannschaft, auch von der Spielanlage her."

Tobias Heizmann (SV Seedorf): "Ich denke heute hat die klar bessere Mannschaft verdient gewonnen, und das mit zehn Mann. Wir hatten in der ersten Halbzeit zu einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Über die gelb-rote Karte kann man sicherlich diskutieren. Wir wissen aber, was unsere junge Mannschaft leisten kann und das hat sie auch heute wieder gezeigt."

STATISTIK

SG Herzogsweiler-Durrweiler: Kevin Stahl­ – Daniel Heggenberger, Patrick Stoll (85. Raphael Stoll), Gerhard Melewzik, Dominik Stoll, Sandro Finkbeiner (76. Frederic Gall), Dein Smajovic, Dario Schmidt, Michael Züfle, Benjamin Joswig, Wladislav Weber.

SV Seedorf: Fabian Dittmer – Yannik Scheck, Tobias Bea, Tobias Heizmann (89. Thomas Flaig), Christoph Müller (77. Timmy Haag), Julian Link, Rafal Szopa (81. Sebastian Heim), Tom Ritzel, Jonas Haag (59. Darius Gutekunst), Mario Grimmeißen, Kevin Kitiratschky.

Tore: 1:0 Dein Smajovic (30.), 1:1 Tobias Heizmann (67.), 1:2 Christoph Müller (73.), 1:3 Kevin Kitiratschky (77.), 1:4 Tobias Heizmann (85.).

Schiedsrichter: Tobias Bauch.

Zuschauer: 600.

Durch die Niederlage der SG Herzogsweiler-Durrweiler trifft der FC Holzhausen II (Zweiter A2), der das Relegationsspiel gegen den VfR Klosterreichenbach (Zweiter A1) am Dienstagabend nach Elfmeterschießen mit 7:6 für sich entschieden hatte, am Sonntag, 16. Juni, um 15 Uhr in Obertalheim im Entscheidungsspiel auf die SG Empfingen (14. Bezirksliga).

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