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Fußball Harry Föll ist neu beim FC 08

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Starke Technik - gute Ausbildung: Harry Föll hat mit dem FC 08 Villingen viel vor. Foto: Marc Eich

Villingens Cheftrainer Marcel Yahyaijan hatte ihn schon lange auf dem Bildschirm. Nun arbeiten sie zusammen. Der 22-jährige Mittelfeldspieler Harry Föll freut sich sehr auf die neue Saison beim FC 08.

Freude am Polizeiberuf

Um 5.10 Uhr klingelt gerade gewöhnlich der Wecker für Harry Föll daheim in Wind- schläg bei Offenburg. Im Rahmen seines Studiums für die höhere Polizeibeamten-Laufbahn absolviert er bis Oktober ein Praxissemester bei der Kripo in Offenburg - Schwerpunkt Jugendkriminalität. In diesen Tagen hat Föll einen großen Familienstreit mit über 20 Anzeigen zu bearbeiten. "Es ist ein Beruf, der mir sehr viel Freude macht und natürlich für die Zukunft vielfältige Perspektiven bietet." Gegen 16 Uhr macht sich der Mittelfeldspieler dann auf zum Training im Villinger Friedengrund - Fahrtzeit 90 Minuten. Erst gegen 22.15 Uhr kommt er wieder heim. Diese Pendelei zwischen der Ortenau und Villingen wird bald ein Ende haben, denn dann setzt Föll sein Studium an der Polizeifachhochschule in Villingen-Schwenningen fort und bezieht hier eine WG.

Immer im Blickfeld

Sehr gut hat er sich beim Villinger Oberligisten eingelebt. "Es ist sicherlich ein Vorteil für mich, dass wir nun viele junge Spieler in meinem Alter haben und ich auch einige - wie Kamran Yahyaijan oder Daniele Bruno - von früher her schon kenne." Der Zufall wollte es, dass eben Kamran Yahyaijan zusammen mit dem Offenburger bei den B-Junioren des SC Freiburg spielte. Einige Male besuchte auch Marcel Yahyaijan die Spiele seines Bruders und lernte so Harry Föll kennen. "Wir haben seinen Weg dann genau beobachtet und schon ein paar Mal zuvor über eine Verpflichtung von ihm nachgedacht", erzählte Marcel Yahyaijan im Juni, als die Verpflichtung des 22-Jährigen zum FC 08 dann perfekt war. Und weiter: "Der Spielertyp Zehner hat uns gefehlt. Harry kann diese Position definitiv gut spielen und hat beim SC Freiburg und beim FC Heidenheim eine sehr gute Ausbildung genossen", so der 08-Coach.

Bei der Asien-Quali

Der erst 22 Jahre alte Föll hat in seiner Karriere schon einiges erlebt. Nach seinen fußballerischen Anfängen bei seinem Heimatverein SV Windschläg ging es für ihn über den Offenburger FV dann zum SC Freiburg (B-Junioren). Der Wechsel ins Internat des FC Heidenheim (A-Junioren Bundesliga) bedeutete für Föll, dass er sein Elternhaus verlassen musste. Als er den Sprung in den Zweitliga-Kader von Heidenheims Coach Frank Schmidt nicht schaffte, holte ihn Rostocks Trainer Pavel Dotchev zum Drittligisten (2017). Dort wurden ihm aber kurz vor dem Transferende im September auf seiner Position zwei weitere Konkurrenten vor die Nase gesetzt. In der Saison 2018/19 sahen für Föll dann die Perspektiven bei seinem neuen Klub in Oldenburg (Regionalliga) vielversprechend aus, bevor es für ihn mit dem Tod seines Vaters im Herbst des gleichen Jahres ein sehr einschneidendes und trauriges Erlebnis gab. "Ich wollte deshalb wieder zurück zu meiner Familie und sie unterstützen. Dabei lief es für mich in Oldenburg sportlich nicht schlecht", erinnert er sich. Mit dem SV Linx schaffte der begeisterte Play-Station-Spieler im Vorjahr den Oberliga-Klassenerhalt und trug dann eine Saison lang das Trikot des Villinger Konkurrenten Oberachern.

Doch einer der bisherigen großen Höhepunkte seiner Laufbahn fehlt natürlich noch in den Erzählungen. Weil die Mutter von Föll von den Philippinen stammt und er neben dem deutschen auch einen philippinischen Pass besitzt, meldete sich vor drei Jahren der Ex-Lauterer Tom Dooley, damals Trainer der philippinischen Nationalmannschaft, bei ihm und nominierte ihn für die beiden Qualifikationsspiele zur Asien-Meisterschaft gegen Jemen. Der 08-Neuzugang kam zwar nicht zu einem Einsatz, "aber diese Erfahrung war herausragend. Das Thema ist vielleicht auch noch nicht abgeschlossen", lächelt er. Stimmen seine Leistungen beim FC 08, dann könnte es durchaus sein, dass philippinische Scouts auch im Friedengrund auftauchen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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