Der SV Pfrondorf/Mindersbach (gelbe Trikots) möchte mit einer guten Abwehrleistung im Pokalhalbfinale gegen den SV Deckenpfronn für die nächste Überraschung sorgen. Foto: Reutter

Fußball: A-Ligist SV Pfrondorf/Mindersbach empfängt im Bezirks-Halbfinale Bezirksligist SV Deckenpfronn. 

Nach dem Überraschungscoup im Viertelfinale geht es für den A-Ligisten SV Pfrondorf/Mindersbach im Halbfinale des Bezirkspokal mit dem SV Deckenpfronn gegen den nächsten Bezirksligisten. Dem Sieger winkt die Teilnahme am WFV-Pokal.

SV Pfrondorf/Mindersbach – SV Deckenpfronn, Sonntag 17 Uhr. Dass Pokalspiele ihren Reiz und eigene Gesetze haben, hat das Viertelfinale im Gym24-Bezirkspokal wieder einmal nachdrücklich bewiesen. Sehr zum Leidwesen des VfL Nagold II. Der Bezirksligist musste mit 2:4 beim A-Ligisten SV Pfrondorf/Mindersbach die Segel streichen, für den der Einzug ins Halbfinale einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte bedeutete.

Das Team von Trainer Matthias Roth hat am kommenden Sonntag nun erneut ein Heimspiel. Gegner ist ab 17 Uhr der ambitionierte Bezirksligist SV Deckenpfronn, der im Viertelfinale durch ein Tor von Kevin Stoll den Bezirksliga-Vergleich beim TSV Schönaich mit 1:0 gewann.

Für den SV Pfrondorf/Mindersbach ist der SV Deckenpfronn erneut eine echte Herausforderung, allerdings mit dem Unterschied, dass am Sonntag keine junge, technisch starke Elf wie der VfL Nagold II, sondern eine Truppe mit vielen gestandenen Spielern wie Daniel Supper (Spielertrainer) oder dem ehemaligen Nagolder Verbandsligakicker Yannik Dengler (aktuell SVD-Kapitän) zu Gast sein wird. Die Deckenpfronner sind zudem richtige Pokalspezialisten. Die Mannschaft stand in der vergangenen Saison gegen den TSV Ehningen schon im Endspiel des Pokals – allerdings nach einer Niederlage im Elfmeterschießen ohne Happy End. "Wir sind danach trotzdem in den WFV-Pokal aufgerückt und haben als ersten Gegner den Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen zugelost bekommen", erinnert sich Uli Schneider auf Deckenpfronner Seite an ein tolles Fußballspiel.

Die gleiche Situation könnte sich auch bei dieser Ausgabe des Bezirkspokals ergeben, wenn der GSV Maichingen – als Aufsteiger in die Landesliga schon für den Verbands-Pokal qualifiziert – beim VfL Herrenberg gewinnt und damit in das Finale einzieht. In diesem Fall ist der Sieger des Halbfinalspiels auf der Mindersbacher Höhe für den WFV-Pokal qualifiziert und trifft in der ersten Runde auf den Landesligisten SC 04 Tuttlingen.

Diskussion um Kartenkontingent

Für beide Mannschaften eine reizvolle Aufgabe, allerdings haben die Deckenpfronner ihre Generalprobe am Mittwochabend mit 2:4 Toren in den Sand gesetzt. "Ich denke nicht, dass wir nochmals in der Aufstellung auflaufen werden wie heute gegen den TUS Ergenzingen", mutmaßte SVD-Vorstandsmitglied Uli Schneider nach der insgesamt schwachen Vorstellung.

Bei Halbzeit lag der Bezirksligist schon mit 1:4 zurück. "Wir haben uns heute die Tore für Sonntag aufgehoben", war dagegen aus dem Kreis der SKD-Fans zu hören, bei denen das vorherrschende Thema die Kartenvergabe für das Halbfinalspiel war. "Ein Aufteilung 50:50 wäre gerecht", mahnten die Deckenpfronner eine Teilung des knapp bemessenen Kontingents an. Bedingt durch die Corona-Beschränkungen dürfen auf Mindersbachs Höhen wieder nur 100 Zuschauer die Partie verfolgen.

Sehr zum Leidwesen beider Vereine, vor allem jedoch der Gastgeber, die in Sachen Organisation, Sicherheitsdienst und Ordner erneut vor einer großen Aufgabe stehen. Im Viertelfinale hatte die Organisation hervorragend geklappt: Die Zufahrt wurde konsequent kontrolliert sowie Feld- und Schleichwege gesperrt. Dazu hatten Ordner an allen vier Ecken des Sportgeländes Stellung bezogen, alle Versuche per Fahrrad oder zu Fuß sich noch ins Stadion zu schleichen, wurden konsequent unterbunden.

Ob der A-Ligist am Sonntag mit gleicher Konsequenz seinen Strafraum sauber halten kann, darf bezweifelt werden. Auch wenn SVPM-Trainer Matthias Roth an seiner im Spiel gegen den VfL Nagold II bewährten Taktik festhalten möchte, mit den Deckenpfronner Offensivkräften kommt wieder einiges an Arbeit auf die Abwehr des A-Ligisten zu.

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