Den Möttlinger Trainer Adrian Schadi plagen nach wie vor größere Personalprobleme. Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder Bote

Kreisliga A Staffel 1: VfL Ostelsheim macht in Bad Liebenzell gleich dreimal einen Rückstand wett / Überragende Gültlinger

Auch nach dem 8. Spieltag der Fußball-Kreisliga A, Staffel 1, sind noch drei Teams ungeschlagen: Spitzenreiter SV Gültlingen, der Tabellenzweite SC Neubulach und überraschend auch die Sportfreunde Gechingen II.

Der SV Gütlingen präsentierte sich seinen Fans als würdiger Spitzenreiter. Die Mannschaft um Spielertrainer Jens Schaible unterstrich ihre derzeitige Ausnahmestellung am Sonntag mit einem 5:0-Kantersieg im Topspiel gegen den SV Breitenberg/Martinsmoos.

Lange Zeit sah es nicht nach so einem klaren Erfolg für den SVG ausgesehen, da torlos die Seiten gewechselt wurden. "In der ersten Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie mit leichtem Chancenplus für uns", so der Gültlinger Abteilungsleiter Gunter Deuble.

In der 48. Minute brachte Jens Zacker die Gültlinger in Führung. "Dieser Treffer hat uns beflügelt, fortan haben wir die Partie beherrscht. Die Breitenberger hatten eigentlich keine echte Torchance mehr", so Deuble, dessen Mannschaft in der Folgezeit Spiel und Gegner voll unter Kontrolle hatte und die Fans mit weiteren vier Treffern verwöhnte.

Knapp mit 2:1 Toren setzte sich der Tabellenzweiter aus Neubulach beim TSV Wildberg durch. "In der ausgeglichenen ersten Hälfte war es ein super Spiel mit Chancen auf beiden Seiten", blickt der Wildberger Spielleiter Marco Carle, dessen Team in der 17. Minute das einzige Tor im ersten Durchgang schoss, zurück. Der SC Neubulach lieferte mit zwei Elfmetertreffern in der 51. und der 63. Minute jedoch die passende Antwort.

"Der zweite Elfmeter war keiner", meinte Marco Carle nach der Partie. "Danach war Neubulach für kurze Zeit am Drücker, doch ab der 75. Minute waren wir überlegen, haben aber unter anderem einen Handelfmeter nicht bekommen", fasst Carle die Schlussphase zusammen. "Mit Glück machen wir noch das 2:2. Ein Punkt für uns wäre schon in Ordnung gegangen."

Als Tabellenzweiter hat der SC Neubulach nur einen Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter aus Gültlingen, der jedoch eine Partie weniger ausgetragen hat. Auf dem dritten Platz folgt mit einem Respektabstand von sechs Zählern auf den SV Gültlingen der SV Breitenberg/Martinsmoos.

Die eigentliche Überraschungsmannschaft folgt auf Platz vier. Die Sportfreunde Gechingen II haben beim 2:0 gegen den SV Sulz am Eck zwar erst den zweiten Saisonsieg eingefahren, dafür sind sie bei fünf Punkteteilungen noch ungeschlagen. Mehr Treffer als bim 2:0 gegen die Sulzer haben die Gechinger nur beim 3:0 eine Woche zuvor in Neuhengstett erzielt, ansonsten sind sie die Minimalisten der Liga. Lediglich zehn Mal haben die Sportfeunde in sieben Spielen getroffen, das ist Minusrekord. Schlusslicht SV Bad Liebenzell steht bei elf Toren. Dafür haben die Gechinger erst fünf Gegentore kassiert – exakt so viele wie Spitzenreiter SV Gültlingen

Nach großen Problemen zu Saisonbeginn hat sich der TSV Möttlingen mit einem 3:2-Heimsieg gegen den SV Althengstett II zurückgemeldet. Christian Wohlgemuth, Torjäger vom Dienst, der zuletzt verletzungsbedingt hatte passen müssen, erzielte in der Schlussminute den 3:2-Siegtreffer für seine Farben.

"Die Rückkehr von Christian Wohlgemuth ins Team hat unserem Spiel gut getan, da er immer gleich zwei Gegenspieler auf sich gezogen hat", so der Möttlinger Spielleiter Danny Wohlgemuth.

"Wir hätten zur Halbzeit 3:0 oder sogar 4:0 führen können", meinte Danny Wohlgemuth, der im ersten Durchgang eine klar überlegene Möttlinger Mannschaft gesehen hatte, die bis dahin nur einen Treffer zustand gebracht hatte. Knapp zehn Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Marcel Fricker auf 2:0, ehe der SV Althengstett II binnen zehn Minuten den Gleichstand herstellte.

"Beide Gegentore fielen nach Leichtsinnsfehlern", sagte Wohlgemuth und merkt an: "Danach haben beide Teams eigentlich das Fußball spielen eingestellt und nur noch nach dem Motto ›hoch und weit‹ agiert, doch aus einem Strafraumgestochere heraus haben wir in der Schlussminute noch den 3:2-Siegtreffer erzielt."

Doch mit diesen drei Punkten sind die Möttlinger ihre Sorgen keinesfalls los. "Es ist wie verhext, kaum ist der eine zurück, dann verletzt sich ein anderer. Gegen Althengstett II hat sich Michael Kraushaar einen Muskelbündelriss zugezogen und wird wahrscheinlich drei bis vier Wochen ausfallen", so Danny Wohlgemuth und ergänzt: "Aufgrund unserer Verletzungsprobleme wird das auch in der Rückrunde eine ganz harte Kiste für uns. Die jungen Spieler können noch nicht an das Leistungsvermögen der ausgefallenen Stammkräfte anknüpfen, dafür sind die Unterschiede einfach noch zu groß", rechnet der Möttlinger Spielleiter weiter mit einer schwierigen Saison.

Unentschieden 3:3 trennten sich Aufsteiger SV Bad Liebenzell und der VfL Ostelsheim. Der Liebenzeller Spielleiter Andreas Schanz sprach von einer enttäuschenden Punkteteilung. "Für uns ist mehr drin gewesen", erörtert er seine Einschätzung.

Dreimal ist der SV Bad Liebenzell in Führung gegangen, dreimal konnten die Ostelsheimer ausgleichen, wobei jeweils individuelle Fehler zu den Gegentoren nummer zwei und drei der Liebenzeller geführt haben.

Stark ersatzgeschwächt ging der TSV Simmersfeld in das Heimspiel gegen den VfB Effringen. "Uns haben zehn verletzte Spieler gefehlt, aber die vielen, nachgerückten jungen Spieler haben ihre Sache echt gut gemacht", lobte der Simmersfelder Abteilungsleiter Florian Frey, der von einem verdienter Sieg sprach, seine Elf. Mit dem zweiten Saisonsieg haben die auf den zehnten Platz vorgerückten Simmersfelder ihr Punktekonto auf sieben aufgestockt, der Sechstplatzierte VfB Effringen verbleibt bei elf Zählern.