Jago Maric. Foto: Marc Eich

Fußball: Jago Maric lobt sein Team. Schwierige Vorbereitung erlebt. Intensiver Konkurrenzkampf.

Mit dem Auswärtsspiel am Samstag (14 Uhr) beim Oberliga-Tabellenführer SGV Freiberg startet der FC 08 Villingen in die restliche Saison. Coach Jago Maric und sein Team haben eine – aufgrund der Witterung – schwierige Vorbereitung hinter sich. Wir sprachen mit dem Villinger Trainer, der als Ziel ausgibt, mit seiner Mannschaft am Ende der Saison zumindest unter den ersten Fünf in der Oberliga zu stehen. Dazu ist für Jago Maric aber auch die Weiterentwicklung seines Teams sehr wichtig.

Herr Maric, Sie haben diese Vorbereitungsperiode im Vergleich zu den vergangenen Winterzeiten als sehr zäh bezeichnet. Waren Sie dennoch zufrieden?

Ich war mit der Einstellung meiner Spieler sehr zufrieden. Sie haben immer versucht, Gas zu geben. Ein Riesenkompliment an sie, da es nicht einfach war. Wir mussten phasenweise für unsere Trainingseinheiten weit fahren. Manchmal konnten wir erst um halb neun Uhr abends mit dem Training beginnen. Wir haben das Beste aus der Situation gemacht, obwohl die Umstände sehr kritisch waren. Drei Wochen lang konnten wir auf keinem richtigen Platz trainieren. Wir haben uns aber von Woche zu Woche leistungsmäßig gesteigert. Dennoch sind wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht so weit, dass bereits alles passt.

Wie sind Sie mit den Neuzugängen zufrieden?

Ich habe durch unsere neuen Spieler zwei, drei Optionen mehr, auch weil Tevfik Ceylan wieder dazugekommen ist. Vor allem Umut Sönmez hat sehr viel Qualität. Er wird noch stärker werden. Er ist ja erst drei Wochen dabei, muss noch fitter werden und die Mannschaft noch besser kennenlernen. Er versteht sich aber zum Beispiel mit Tobias Weißhaar bereits sehr gut. Sanoussy Baldé hat in Nagold im Mittelfeld ein sehr gutes Spiel gemacht. Er war sehr aggressiv und hat sich gewehrt. Saheed Mustapha muss noch ein bisschen seinen Rückstand aufholen. Er ist genauso wie Sanoussy Baldé ein Spieler, den wir aufbauen wollen.

Wie geht es den langzeitverletzten Spielern aktuell?

Valentin Vochatzer ist bereits wieder dabei und wird ins normale Training einsteigen. Bei Stjepan Geng ist es schwer zu sagen. Sein Meniskus ist noch nicht ganz in Ordnung. Beim Kreuzband und beim Knorpelschaden sieht es aber gut aus. Er arbeitet täglich mit unserem Fitnesstrainer Claudio Sukale und unserem Physiotherapeuten Achim Prielipp. Wir lassen ihm alle Zeit, die er benötigt, hoffen aber, dass er bald wieder zurück ist. Daniel Wehrle ist inzwischen an der Hand operiert worden. Er wird uns die nächsten zwei Monate nicht zur Verfügung stehen. Danach muss er erst einmal wieder fit werden.

In welchen Bereichen muss sich Ihre Mannschaft – im Vergleich zur Herbstserie – nun weiter steigern?

Wir haben in der Vorrunde zu viele einfache Gegentore bekommen. In den vergangenen zwei Jahren hatte uns eigentlich stark gemacht, dass wir hinten stabil stehen. Wir müssen einfach gegen den Ball besser arbeiten. Dadurch, dass ich mehr Optionen habe, wird auch der Konkurrenzkampf größer werden. Man darf von den Neuzugängen aber keine Wunder erwarten.

Wie lautet die Zielsetzung für die restliche Saison?

Unser Ziel ist es, uns weiter zu entwickeln. Wir wollen unter die ersten Fünf. Auf jeden Fall wird der Start am Samstag interessant. Wenn wir das erste Spiel in Freiberg gewinnen, sind wir wieder vorne mit dabei. Wir wollen so lange wie möglich vorne mitmischen. Nicht unser unbedingtes Ziel ist es, in dieser Saison in die Regionalliga aufzusteigen. Wir arbeiten aber daran, müssen uns jedoch in vielen Bereichen noch verbessern und sollten auch in der Breite gut organisiert sein.

Der Pokalsieg ist ja für Ihre Mannschaft ja auch noch möglich.

Ins Finale zu kommen und den Verbandspokal zu gewinnen, ist natürlich eines unserer großen Ziele in dieser Saison. Doch dies blenden wir wir aber bis zum Halbfinale gegen Linx im April zunächst aus. Erst einmal müssen wir wieder gut in die Liga hineinkommen. Dann schauen wir In der Oberliga von Woche zu Woche, was für uns noch möglich ist.

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