Coach Christian Wück gibt Anweisungen. Foto: Arne Dedert/dpa

Wir haben vor dem EM-Auftakt der deutschen Fußball-Frauen Stimmen aus der Region eingeholt.

Am Freitag, um 21 Uhr, ertönt für die DFB-Frauen der Startschuss bei der Fußball-Europameisterschaft. Wir haben uns bei lokalen Expertinnen umgehört, welche Rolle sie dem Team von Christian Wück zutrauen.

 

Nadine Bitzer aus Meßstetten, die bei Bundesligist Hoffenheim unter Vertrag steht, meint: „Ich finde man spürt, dass die Spielerinnen brennen und die Atmosphäre im Team stimmt. Ich glaube wir können um den Titel mitspielen.“ Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, ist aber klar. Schließlich sagt auch Bitzer: „Favorit ist klar Spanien, aber ich sehe auch Deutschland, England und Frankreich mit Chancen.“

Spanien im Fokus

Sie wolle in jedem Fall auch Spiele der Spanierinnen anschauen und beobachtet gerne Spielerinnen, gegen die sie selbst schon gespielt hat – so zum Beispiel das Schweizer Supertalent Sydney Schertenleib vom FC Barcelona.

Laura Gloning sieht Chancen

Laura Gloning, seit dem Sommer ebenfalls in Hoffenheim aktiv, prognostiziert: „Ich denke, dass wir eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen Spielerinnen haben. Wenn das Team das auch auf den Platz bringt und seine Qualitäten zeigt, können wir es sehr weit schaffen.“ Des Weiteren findet sie: „Einen Favoriten finde ich immer schwer auszumachen. Ich freue mich generell darauf, so viele Spiele wie möglich zu schauen und hoffentlich mit Deutschland bis ins Finale mitzufiebern.“ Die ehemalige Jugendspielerin der TSG Balingen kommt aus Lauffen (Kreis Rottweil).

Spannender Auftakt

Petra Linder, Trainerin der Frauen des TSV Frommern, hat die Auftaktspiele verfolgt. „Mit dem Außenseitersieg der Finninnen ging es ja schonmal gut los. Es war der erste EM-Sieg der Skandinavierinnen überhaupt. Und zwischen der Schweiz und Norwegen ging es eng zu.“

Den Stellenwert des Frauenfußballs sieht Linder verbessert: „Zum einen sind die Spiele zum Anschauen attraktiver geworden. Es ist einfach athletischer, schneller mit schönen Spielzügen und mit technischen und taktischen Sachen. Das hat sich alles in den vergangenen Jahren verbessert. Und auch die Anerkennung des Frauenfußballs ist größer geworden. Es gibt mehr Prämien. Die Ticketverkäufe melden Rekorde. Die Spiele der Deutschen sind im Vorfeld lange ausverkauft.“ Für sie zählen Spanien, Frankreich, England, und auch Deutschland zu den Titelfavoritinnen.