In Ottenbronn wird kräftig gefeiert: Beide Mannschaften wurden Meister in ihren Ligen. Foto: Wasserbauer

Fußball: FV Ottenbronn feiert gleich zwei Titel. Trainer Anthony Nemetz ist stolz: "Verdient Meister geworden".

Der FV Ottenbronn hat eine perfekte Saison hingelegt. Meisterschaft in der Kreisliga A1, Meisterschaft in der Kreisliga B3: Das kann sich sehen lassen. Die Gründe für den Erfolg liegen im starken Zusammenhalt.

 

Mit elf Siegen in Folge legte der FV Grün-Weiß Ottenbronn einen Fabelstart in der Kreisliga A1 hin. "Wir sind sofort in einen guten Lauf gekommen und haben uns ein Polster auf unsere Verfolger geschaffen", bewertet Ottenbronns Spielertrainer Anthony Nemetz den traumhaften Saisonstart seiner Elf. Ausgerechnet gegen den späteren Absteiger SV Schönbronn wurden beim 1:1 die ersten Punkte gelassen, ehe im letzten Spiel vor der Winterpause der TSV Altensteig mit 6:1 geschlagen wurde.

Das 0:1 in Neubulach war die einzige Niederlage der Saison. Doch diese zeigte Wirkung. Im April gab es vier Remis und einen 1:0-Sieg gegen Wart. Als es darauf ankam, waren die Grün-Weißen aber wieder in Form. Mit Siegen gegen die Spitzenmannschaften SV Breitenberg (4:2), TSV Möttlingen (3:0) und SC Neubulach (3:1) sicherten sie sich den Titel. "In den wichtigen Spielen haben wir die Big-Points geholt", sagt Nemetz. "Vor der Saison haben ein paar Gegner große Töne gespuckt, wir haben uns zurückgehalten. Wir sind verdient Meister geworden. Nur Gültlingen und Breitenberg konnten mit uns mithalten. Ansonsten hatte ich bei keinem Gegner das Gefühl, dass er uns gefährlich werden kann."

Ottenbronns Spielleiter Benjamin Bäuerle weiß, woher dieser Erfolg kommt. "Mannschaftliche Geschlossenheit und eine hohe Trainingsbeteiligung haben uns ausgezeichnet. So konnten wir, wenn es darauf ankam, immer eine Schippe drauflegen." Auch Trainer Nemetz betont, dass alle Spieler mitgezogen haben: "Die Breite im Kader und die Spieler aus der zweiten Mannschaft, die sich bei Bedarf gut einfügten, haben uns über die Saison ausgezeichnet", sagt er. So entstand ein guter Zusammenhalt. "Das nötige Glück haben wir uns dann erarbeitet", fügt er lächelnd hinzu.

"Unser großes Plus ist, dass wir eine große und vor allem funktionierende Familie sind", findet auch Reiner Weick, der Vorsitzende für Verwaltung und Finanzen. "Das Trainerteam und Bäuerle leisten gute Arbeit. Mit Julian Glowatzki haben wir die Stelle des Vorstands Spielbetrieb mit unseren Wunschkandidaten besetzt. Er hat in der kurzen Zeit viele Impulse gesetzt", betont Weick.

Die perfekte Saison für die Ottenbronner rundete die zweite Mannschaft ab. Diese wurde mit einem Vorsprung von zehn Punkten Meister in der Kreisliga B3 und steigt damit in die Kreisliga A1 auf. "Da beide Mannschaften miteinander trainieren, waren die Erfolge der Reserve-Mannschaft wichtig für das Klima. Es gibt dort ein paar Spieler, die in der nächsten Saison für das Bezirksligateam interessant sein könnten", sagt Benjamin Bäuerle.

Für beide Mannschaften hat in der kommenden Saison der Klassenerhalt in der neuen Liga absolute Priorität. Das wird vor allem für die zweite Mannschaft eine Herausforderung. "Weil sich die A-Liga auf einem ganz anderen Niveau bewegt als die Kreisliga B3", weiß Bäuerle. Dass die Ottenbronner das Zeug dazu haben, in den neuen Ligen eine gute Rolle zu spielen, davon ist er überzeugt. Auch in der Bezirksliga steht der Klassenerhalt an erster Stelle. "Die Mannschaft ist in der Lage dazu, die Klasse zu halten. Aber es darf nicht viel passieren. Denn dort warten ganz andere Kaliber auf uns", betont auch Anthony Nemetz. Der Trainer weiß genau, was sich verbessern muss, um dieses Ziel zu erreichen. "Wir müssen unser Problem Chancenverwertung in den Griff bekommen. Eine Liga höher werden wir nicht mehr so viele Möglichkeiten bekommen. Wir müssen die Chancen, die wir bekommen, nutzen. Dort gilt es, auch Spiele mit 1:0 zu gewinnen", ergänzt Bäuerle.

Große personelle Veränderungen sind bei den Ottenbronnern nicht geplant. "Matthias Krüger wird uns aus beruflichen Gründen verlassen. Auch Shpetim Berisha, der in der letzten Saison ohnehin nicht zum Einsatz kam, wird in der nächsten Saison nicht mehr für uns spielen", sagt Nemetz. Der Trainer hofft, dass die Mannschaft noch auf der ein oder anderen Position verstärkt wird. "Es werden noch Spieler dazukommen. Erste Kontakte zu potenziellen Neuzugängen sind schon geknüpft. Darunter sind auch einige junge Spieler."