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Fussball Ein Tag für das Geschichtsbuch

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Die Frauen des FV Marbach feierten den Aufstieg in die Verbandsliga. Dort wollen sich die Marbacherinnen etablieren.Foto: Rohde Foto: Schwarzwälder Bote

Der 20. Juni 2020 wird in den Geschichtsbüchern des FV Marbach einen besonderen Platz einnehmen: Der Saisonabbruch bescherte den Herren und Frauen des FVM den erfolgreichsten Tag der Vereinsgeschichte: Meister in der Bezirks- (Männer) und Landesliga (Damen).

(hor). Die Teams feierten an jenem Samstag spontan getrennt voneinander im privaten Rahmen. Die Kapitäne Dominic Fischer und Olivia Baschnagel betonen, "dass zwar die Emotion auf dem Platz fehlte. Dennoch haben wir uns sehr gefreut."

"So macht es Spaß"

In der kommenden Spielzeit 2020/21 wird der Verein aus dem Villinger Stadtbezirk mit den Frauen in der Verbandsliga und mit den Herren in der Landesliga erstmals in beiden Abteilungen überbezirklich spielen. Im SBFV-Gebiet gibt es dies auf diesem Niveau nur noch einmal beim Hegauer FV. "Darauf sind wir sehr stolz. Dies unterstreicht unsere kontinuierliche Arbeit in den vergangenen Jahren", freut sich Matthias Konegen. Der Vorsitzende ist ein besonderer Funktionär. Er bleibt bescheiden, wenn es darum geht, Lobeshymnen und Schulterklopfen einzuheimsen. "Wir haben von Michael Fischer (Herren) und Werner Baschnagel (Frauen) hervorragend geführte Abteilungen. Diese wissen, was sie tun. Wir haben bei den Trainern in den vergangenen Jahren Glücksgriffe getätigt – und nicht zuletzt eine insgesamt gut geführte Vorstandschaft", hat er seine bisher sieben Jahre an vorderster Front nicht bereut. "So macht es Spaß. Ich rede im sportlichen Bereich nicht rein. Jeder hat bei uns seine Aufgabe – und diese erfüllt er nach bestem Wissen und Gewissen", steht der 500 Mitglieder starke Verein in ruhigem Fahrwasser.

Henseleit bringt Wende

Dabei haben die Herren einen nahezu beispiellosen Aufschwung erlebt. 2015 spielte der FVM noch in der Kreisliga B, dümpelte dort in der zweiten Tabellenhälfte herum. Dann kam Trainer Michael Henseleit. Mit ihm stieg der Verein als Vizemeister über die Relegation auf Anhieb auf. Sechs erfolgreiche Jahre lang prägte Henseleit den FVM. In der Runde 2016/17 blieb dessen Team in der Kreisliga A in 30 Spielen ungeschlagen, bejubelte souverän den Sprung in die Bezirksliga. Nach der Vizemeisterschaft im vergangenen Jahr schaffte Marbach im dritten Bezirksliga-Jahr erstmals den Sprung in die Landesliga.

"Hartes Brot"

"Wir sind nun nach dem FC 08 Villingen I und II die Nummer 3 im Stadtgebiet", so Konegen. Henseleit verlässt den FVM in diesem Sommer. "Aber ich werde mich gerne an diese wundervolle Zeit erinnern. Die Mannschaft hat sich über die Jahre entwickelt und kontinuierlich ihren Erfolgshunger bewiesen", stellt Henseleit klar. Für Michael Fischer ist es – wie auch für neuen Trainer Patrick Fleig (bisher Co-Trainer) – wichtig, "dass wir unsere Philosophie der Vorjahre beibehalten und als Mannschaft und Verein eine Einheit bilden. Die Landesliga ist ein hartes Brot und eine Herausforderung", sind sich die Marbacher einig.

Viele Eigengewächse

Dies gilt auch für die Frauen. Werner Baschnagel, der Frauen-Abteilungsleiter, blickt mit Freude auf die vergangenen vier Jahre zurück. Er holte 2016 den erfahrenen Frauentrainer Holger Rohde an Bord. Damals sicherte das Team – vom letzten Platz startend – am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Über einen fünften Rang und zwei Vizemeisterschaften in den Vorjahren gelang 2020 der ersehnte Wurf in Richtung Verbandsliga. "Das macht mich besonders stolz, weil wir viele Eigengewächse im Kader haben", betont der Coach. Dieser ist vor seinem fünften Jahr in Marbach sicher, dass "wir eine junge Mannschaft mit viel Entwicklungspotenzial haben. Zusammen mit den Neuzugängen können wir uns in der Verbandsliga durchaus etablieren."

Die große Hoffnung

Matthias Konegen hofft zudem, "dass unser Vereinsleben nach der Corona-Zeit wieder aktiver wird, denn der Fußballverein ist mehr als nur Sport, sondern eine Begegnungsstätte. Mit den Aufstiegen hoffen wir natürlich auch, dass aus den benachbarten Ortschaften neue Zuschauer bei uns reinschauen. Zudem brauchen die Verdie Einnahmen aus der Bewirtung, um den Spielbetrieb am Leben zu halten."

Projekt Kunstrasen

Trotz der Pandemie hat der FV Marbach übrigens ein wichtiges Projekt nie aus den Augen verloren – der geplante Umbau des maroden Hartplatzes in einen modernen Kunstrasen. Konegen zeigt auf, "dass die Planungen stets weitergelaufen sind. Wir hoffen, dass noch 2020 planmäßig die Bagger anrollen und bis im Herbst das neue Geläuf fertig wird. Wir brauchen jetzt jede finanzielle Unterstützung." Konegen stellt die Bedeutung eines Kunstrasenplatzes heraus. "Ein Hartplatz ist nicht mehr zeitgemäß und unattraktiv."

Die Nachwuchsarbeit

Ehrgeizige Ziele setzt sich beim FV Marbach auch in Sachen Nachwuchsarbeit. "Wir wollen und müssen hier in Zukunft mehr machen", zeigt Axel Bendel, der stellvertretende Vorsitzende, auf. "In Marbach gibt es in den Neubaugebieten viele junge Familien mit Kindern, die immer wieder Anfragen stellen." Jugendleiter Georg Hirt, der seit 2019 im Amt ist, plant daher eine Sichtung über Schnuppertrainingsangebote. "Wir wollen im Bereich der E-Junioren, F-Junioren und Bambini mit den Jahrgängen 2010 bis 2015 etwas Neues aufbauen." Ab der D-Jugend soll die bewährte Jugendspielgemeinschaft mit dem SV Rietheim, dem FC Pfaffenweiler und dem FC Tannheim gepflegt werden. Bendel und Hirt sehen es als extrem wichtig an, "dass wir in den kommenden Jahren dem Erfolg bei den aktiven Mannschaften Rechnung tragen und die Basis stärken. Da ist in der Vergangenheit zu wenig passiert."

Weitere Informationen: Das Schnuppertraining findet am Dienstag, 7. Juli, ab 17.45 Uhr auf dem Marbacher Sportplatz statt. Voranmeldungen nimmt Georg Hirt (Telefon: 0170/382 5448) entgegen.

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